Marktbericht für NE-Metalle
Chinas Wirtschaft erleidet zu Beginn des neuen Jahres den nächsten Tiefschlag. Damit setzt sich die Talfahrt der Metallpreise fort. Bei den Schrottpreisen müssen Kupfer und Weichblei moderate Verluste einstecken. Der Marktbericht für NE-Metalle.
Neues Jahr, neue Verluste
Das neue Jahr beginnt wie das alte endete: mit Sorgen um die wirtschaftliche Lage Chinas. In der Volksrepublik sind wiederholt die Aktienmärkte eingebrochen. Sowohl am Montag (4.1.) als auch am heutigen Donnerstag (7.1.) erlitten die Börsenkurse den maximalen Tagesverlust von 7 Prozent. Damit mehren sich die Zweifel an Chinas Fähigkeit, das hohe Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten.
Die Skepsis spiegelt sich auch auf den Metallmärkten wider, wo die Preise für Industriemetalle im Keller stecken bleiben. Hinzu kommt der fallende Ölpreis, der die Metallpreise sogar noch weiter nach unten zieht. Besonders hart hat es Nickel und Zinn getroffen. Beide NE-Metalle mussten in der ersten Handelswoche des neuen Jahres die deutlichsten Verluste hinnehmen, wie der Blick zur Londoner Metallbörse (LME) zeigt.
Der Dreimonatspreis für Nickel lag am Mittwoch (6.1.) nur noch bei 8.520 US-Dollar. Das entspricht einem Preisrückgang von rund 200 US-Dollar gegenüber der Vorwoche. Der Wert von Zinn fiel im gleichen Zeitraum um mehr als 600 US-Dollar. Die Tonne notierte gestern bei 13.940 US-Dollar.

Bei Kupfer fiel das Minus mit rund 100 US-Dollar ungefähr doppelt so hoch aus. Kupfer ist und bleibt aber immer noch deutlich teurer als eine Tonne Aluminium und eine Tonne Zink zusammen. Das rot-braune Metall erlöste am Mittwoch an der LME 4.600 US-Dollar.
Moderate Verluste für Kupfer- und Weichbleischrott
Am Schrottmarkt verharren die Preise auf niedrigem Niveau. Für Kupfer- und für Weichbleibschrott ging es sogar ein bisschen abwärts, wie aus der Preisübersicht des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervor geht. Blanker Kupferschrott (Kabul) musste allerdings nur geringe Einbußen verbuchen. Am unteren Ende kostete die Tonne 4.100 Euro und damit 30 Euro weniger als vor einer Woche. Am oberen Ende blieb der Preis stabil bei 4.280 Euro.
Für Schwerkupferschrott (Keule) hingegen ging es sowohl am unteren als auch am oberen Ende abwärts. Die Tonne büßte zwischen 30 und 50 Euro ein. Die Preise reichten hier von 3.920 bis 4.050 Euro.
Auch bei Weichbleischrott verlief die Preiskurve in der ersten Handelswoche talwärts. Am unteren Ende kostete die Tonne 20 Euro weniger, am oberen Ende 60 Euro. Der Preis betrug zwischen 1.330 und 1.450 Euro.
Ansonsten gab es über den Jahreswechsel kaum Bewegung bei den Altmetallpreisen. Sie blieben am Boden, allen voran Nickelschrott. Die Tonne 2A (Alt- und Neuschrott) gab am unteren Ende mit 10 Euro leicht nach und wurde für 820 bis 850 Euro gehandelt. Der Preis für V4A (Alt- und Neuschrott) blieb stabil zwischen 1.100 und 1.150 Euro.
Geringfügig war auch das Minus bei Altzinkschrott. Zehn Euro weniger erzielte die Tonne am oberen Ende. Die Preisspanne lag hier zwischen 1.080 und 1.130 Euro.
Ohne Verluste, dafür aber weiter im Keller starteten auch die Preise für Alu-Schrott in das neue Jahr. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) wurde wie schon vor einer Woche zwischen 1.330 und 1.480 Euro gehandelt. Für Profilschrott (Alter) wurden am Mittwoch Preise zwischen 1.360 und 1.460 Euro aufgerufen.


