Weiteres Wachstum
Der Anlagenbestand von Weltec nimmt weiter zu: Der Neuerwerb ist eine stillgelegte Biogasanlage. Sie wird nun saniert und soll Ende des Jahres wieder in Betrieb gehen.
Weltec übernimmt stillgelegte Biogasanlage
Nach der Übernahme von zwei Biomethanraffinierien im vergangenen Jahr bleibt die Weltec-Gruppe auf Wachstumskurs. Wie die Gruppe mitteilt, hat die Nordmethan GmbH, eine Tochter des Anlagenherstellers Weltec Biopower, zu Jahresbeginn eine stillgelegte Biogasanlage im brandenburgischen Falkenhagen erworben. Die Anlage soll voraussichtlich Ende 2016 wieder ihren Betrieb aufnehmen.
Die Anlage im Landkreis Prignitz wurde im Jahr 2007 errichtet und war seit 2008 in Betrieb. Bis 2015 wurde der Anlagenbetrieb durch verschiedene Eigentümer verantwortet. Mit Renovierungsinvestitionen von rund zwei Millionen Euro will Weltec wieder für einen rentablen Betrieb sorgen. Dazu zählen unter anderem der Austausch aller Feststoffdosierer sowie die Generalüberholung der sechs BHKW. Darüber hinaus sollen sämtliche Dächer der Behälter ersetzt, die Rührwerkstechnik überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Überdies werden die Pumpen ersetzt, die Steuerungstechnik modernisiert und die drei Trockner instandgesetzt.
Danach soll dann in den jeweils fünf Fermentern, Nachgärern, Gärrestlagern und sechs Blockheizkraftwerken (BHKW) eine elektrische Leistung von insgesamt 3,3 Megawatt erzeugt werden. Der Strom werde in das öffentliche Stromnetz eingespeist und die BHKW-Abwärme soll zukünftig für die Gärresttrocknung verwendet werden.
Jens Albartus, Geschäftsführer von Weltec Biopower und der Nordmethan, ist sich sicher, die Biogasanlage in Falkenhagen mit diesen Maßnahmen in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen zu können. „Die Biogasanlage besitzt ein Konzept, auf dem wir aufbauen können“, unterstreicht er. Die Entscheidung zum Kauf fiel aber auch deshalb, weil die Nordmethan in der Nähe bereits eine Biomethananlage betreibt und dadurch langjährige Kontakte zu den dortigen Landwirten pflegt. So habe man schnell regionale Partner für die Lieferung von Substraten, vorwiegend Maissilage und Schweinegülle, für den Standort in Falkenhagen gefunden.
Bei weiteren positiven Erfahrungen ist es nicht ausgeschlossen, dass Weltec das Engagement beim Betrieb von Biomethanraffinerien und Biogasanlagen ausweitet. „Unsere Stärke entfaltet sich in der Unternehmensgruppe: Der Firmenverbund von Weltec Biopower und Nordmethan ist in der Lage die komplette Biogas-Wertschöpfungskette von der Planung bis zum dauerhaften Betrieb abzudecken“, so Albartus.