Markt für Edelmetalle

Der Aufschwung für Palladium hat nicht lange gehalten. Vergangene Woche zeigte der Preis bereits wieder abwärts. Die anderen Edelmetalle schnitten besser ab. Der wöchentliche Marktbericht für Edelmetalle.

Palladium verliert Schwung


Von Sonia Hellwig und Florian Richard, Heraeus Metals Germany GmbH & Co. KG.

Grundstimmung für Gold positiv

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten hält an: Während die erste Hälfte der vergangenen Woche im Zeichen einer Gegenbewegung stand – Aktienmärkte gewinnen, Gold verliert – verbuchte das Metall am Donnerstag deutliche Gewinne und legte bis auf knapp 1.241 US-Dollar/oz zu. Die Grundstimmung für Gold bleibt damit positiv, auch wenn die Aufwärtsbewegung der vorvergangenen Woche etwas an Schwung verloren hat.

Anleger nutzen Kursrückschläge für Käufe, wobei der Schwerpunkt der Nachfrage aktuell auf Anlagemünzen (Bullion Coins) liegt. Aber auch die Gold-ETFs ziehen weiterhin Kaufinteresse auf sich: Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge konnten die Bestände in den ersten Wochen dieses Jahres um 154 Tonnen zulegen. Diese Zahl wird umso beeindruckender, wenn man sie mit den Abflüssen des gesamten vergangenen Jahres vergleicht – diese lagen bei 138 Tonnen.

Den weiterhin starken ETF-Zuflüssen und einer stabilen physischen Nachfrage in Europa steht unverändert ein eher verhaltenes Kaufinteresse in China und Indien gegenüber. An den lokalen Märkten handelt das Edelmetall mit Abschlägen gegenüber den Preisen in London und New York. Solange die Kombination aus Wachstumssorgen in China, fallenden Ölpreisen und Aktienkursen Bestand hat, wird auch Gold weiterhin für Anleger attraktiv sein, die ihr Portfolio in diesem Umfeld in sichere Häfen umschichten. Für den Goldpreis bringt das die Marke von 1.263 US-Dollar/oz erneut in Reichweite, eine erste charttechnische Unterstützung liegt bei 1.200 US-Dollar/oz.

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Silberpreis im Verlauf der Woche relativ stabil

Nach Konsolidierung vom High bei 16 US-Dollar/oz konnte sich Silber wie erwartet auf einem Niveau über 15 US-Dollar/oz etablieren. Im Laufe der Woche legte es nach den Verlusten am Montag wieder leicht zu, im gleichen Zug mit Gold, Öl und den Basismetallen (mit der Ausnahme von Blei).

Silber konnte jedoch nicht von der gleichen hohen Nachfrage wie Gold profitieren, so dass sich das Gold-Silber Ratio auf über 80 erhöhte. Silber ist damit im Verhältnis zu Gold so günstig wie seit Jahren nicht mehr und erscheint damit unterbewertet. Bei anhaltend solider physischer Nachfrage gehen wir von weiter steigenden Silberpreisen aus. Hierzu muss sich das Metall aber zunächst über dem nächsten Widerstand bei 16 US-Dollar/oz etablieren.
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Geringe industrielle Nachfrage bei Platin

Im Laufe der vergangenen Woche erlebten wir eine relativ unspektakuläre Performance des Platins: Nach dem 3-Monats-Hoch der Vorwoche bei 969 US-Dollar/oz fiel das Metall auf ein Niveau von 940 US-Dollar/oz zurück. Die Range lag zwischen 930 und 970 US-Dollar/oz.

Tendenziell richtete sich Platin auch hier wieder nach der Entwicklung des Goldpreises. Kurzfristig scheint es tatsächlich so, als wäre Gold weiterhin der Haupttreiber für die Richtung des Edelmetalls. Zumal die Rückkehr der Asiaten nach Chinese New Year ebenfalls keine entscheidende Marktbewegung für Platin brachte.

Insgesamt konnte aber ein leichter Anstieg der physischen Nachfrage verzeichnet werden. Platin-Schwamm handelt weiterhin unverändert, doch auch hier war die Nachfrage spürbar. Während Diesel-Pkw mit ihren Platin-Katalysatoren in den USA zu Ladenhütern werden, stiegen die Verkaufszahlen für Personenwagen im Diesel-Hauptmarkt Europa laut ACEA im Januar um 6,2 Prozent gegenüber Januar 2015. Der Automobilaufschwung wird durch das Comeback der südeuropäischen Automärkte Italien und Spanien getragen. Im Minensektor vermeldete Anglo American einen doppelt so hohen Verlust für 2015. Während man aus Eisenerz und Kohle aussteigen will, bleiben die Bereiche Diamanten, Platin und Kupfer aktiv.
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Palladium fehlt der Schwung

Nachdem Palladium in der Vorwoche noch gute Unterstützung gesehen hat und es schien, dass das Metall Fahrt aufnimmt, sah das vergangene Woche anders aus: Palladium wurde erneut ausgebremst und handelte am Donnerstag sogar wieder unter 500 US-Dollar/oz. Die Palladium-Schwammnachfrage ist nach wie vor auf hohem Niveau, was sich jedoch aktuell nicht im Preis widerspiegelt. Die industrielle Nachfrage ist im Vergleich zu letzter Woche auch wieder etwas zurückgegangen.

Momentan sieht es eher so aus, als ob wir wieder Kurse unter 500 US-Dollar/oz sehen werden. Nächste Unterstützung liegt bei 490 US-Dollar/oz. Die aktuelle Schwäche des Palladiums wird auch deutlich, wenn man sieht, dass der Platin-/Palladium-Ratio auf dem höchsten Stand seit August 2015 ist. ETF-Bestände von Palladium sind in der vergangenen Woche um fast 2 Millionen Unzen bzw. rund 1 Prozent gefallen.
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Rhodium, Ruthenium, Iridium: Rhodium fehlt Antrieb; Ruthenium mit geringeren Umsätzen

Da der Rhodiumpreis nach dem Chinese New Year Fest leicht höher war als davor, hat sich die Kauflaune aus China/Hong Kong in Grenzen gehalten. Die Umsätze waren insgesamt etwas schwächer als in den Vorwochen. Auch wenn es wieder Nachfrage aus der Industrie und von Investoren gegeben hat, war das Angebot so groß, dass es der Preis nicht geschafft hat, weiter nach oben zu laufen. Momentan fehlt dem Markt etwas Orientierung, ob der Trend eher nach oben oder nach unten geht.

Im Ruthenium gab es zwar Interesse auf beiden Seiten, aber mit geringerem Geschäftsaufkommen. In der Berichtswoche gab es keine nennenswerten Informationen, die marktbeeinflussend sind.

Iridium hat leider eine bemerkenswert umsatzschwache Woche hinter sich und es gibt analog zu Ruthenium wenig Aufschlussreiches, was die weitere Preisentwicklung betrifft.
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