Initiative gegen Weichmacher

DEHP wird vor allem als Weichmacher in PVC eingesetzt. Mitglieder des Umweltausschusses im Bundestag fordern nun ein Recyclingverbot für Stoffe, die DEHP enthalten. Sie wenden sich damit gegen einen anderslautenden Vorschlag der EU-Kommission.

Recyclingverbot für DEHP-haltige Materialien?


Die Mitglieder des Umweltausschusses im Bundestag haben sich für ein Recyclingverbot von Materialien ausgesprochen, die den Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) enthalten. Damit unterstützen die Abgeordneten eine nicht-bindende Entschließung des Europäischen Parlaments aus dem November vergangenen Jahres. Die Europa-Parlamentarier hatten sich damit gegen einen Vorschlag der Kommission gestellt, die das Recycling ermöglichen wollte.

DEHP wird vor allem als Weichmacher in PVC-Kunststoffen genutzt. Der Stoff gilt nach REACH-Einstufung als „besonders besorgniserregend“ und wird als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Wie der Informationsdienst des Bundestages berichtet, betonte ein Vertreter der CDU/CSU, dass es zu DEHP Alternativen gebe, die weniger riskant seien. Ein Verbot sei daher richtig. Dem schloss sich auch ein Vertreter der SPD-Fraktion an.

Ebenfalls für ein Verbot sprachen sich im Ausschuss die Vertreter der Fraktion Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen aus. Ein Linken-Vertreter wies darauf hin, dass DEHP-haltige Stoffe in der Folge auch aus den EU-Vorgaben zum Recycling herausgenommen werden müssten, um Zielkonflikte zu vermeiden. Ein Vertreter der Grünen forderte die Bundesregierung auf, im Sinne des Ausschusses und des Europäischen Parlaments auf die Kommission einzuwirken.

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