Marktbericht für NE-Metalle
Die neusten Konjunkturdaten aus den USA sorgen auf dem Metallmarkt für Aufschwung. Die Metallpreise ziehen zum Teil kräftig an. Davon profitieren auch die Schrottpreise. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Preise für Kupferschrott klettern nach oben
Die Wirtschaft in den USA ist offenbar besser ins Jahr 2016 gestartet als erwartet. So ist der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, der als Stimmungsbarometer für die wirtschaftliche Lage gilt, im Februar auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen. Bereits im Januar zogen auch die Bauausgaben an. Beides spricht Analysten zufolge für eine robuste Metallnachfrage aus den USA, die hinter China der weltweit zweitgrößte Konsument von Metallen sind.
Die guten Nachrichten aus Übersee gaben den Preisen für Industriemetalle weiter Auftrieb. Größter Gewinner unter den NE-Metallen war in dieser Woche Kupfer. Der Wert für das rotbraune Metall stieg im Vergleich zur Vorwoche um fast 200 US-Dollar. Die Tonne notierte am Mittwoch (2.3.) an der Londoner Metallbörse (LME) bei 4.767 US-Dollar. Der Kupferpreis erreichte damit den bislang höchsten Stand in diesem Jahr.

Ebenfalls auf einem aufsteigenden Ast befindet sich Zink. Für dieses Metall standen in dieser Handelswoche exakt 1.804 US-Dollar zu Buche, 73 US-Dollar mehr als vor sieben Tagen. Seinen Aufwärtstrend fortsetzen konnte auch Nickel. Das Legierungsmetall legte um 260 US-Dollar zu und kostete am Mittwoch 8.790 US-Dollar.
Nickelschrott setzt Erholungsphase fort
Die zum Teil deutlichen Zugewinne bei den Industriemetallen spiegeln sich auch in den Schrottpreisen wider. Sie zogen in dieser Woche spürbar an. Vor allem Kupferschrott legte gehörig zu, wie aus der Preisübersicht des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervorgeht.
Blanker Kupferschrott (Kabul) konnte ein sattes Plus von 150 Euro verbuchen. Die Tonne wurde für Preise zwischen 4.170 und 4.350 Euro gehandelt – und war damit so teuer wie nie zuvor in diesem Jahr. Auch Schwerkupferschrott (Keule) erlöste fast 150 Euro mehr. Hier lag die Preisspanne zwischen 3.910 und 4.120 Euro.
Auf den vorerst höchsten Stand 2016 stiegen auch die Preise für Altzink- und für Nickelschrott. Bei Altzinkschrott reichten sie von 1.290 bis 1.340 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von 70 Euro am unteren und 60 Euro am oberen Ende.
Nickelschrott verbuchte durchschnittlich ein Plus von 20 Euro. V2A (Alt- und Neuschrott) wurde für 850 bis 870 Euro gehandelt. V4A (Alt- und Neuschrott) notierte zwischen 1.120 und 1.150 Euro je Tonne.
Einen Sprung nach oben machte auch Weichbleischrott. Nach einem Dämpfer in der Vorwoche kehrten die Preise hier nun auf ein höheres Niveau zurück. Sie wuchsen um 30 bis 50 Euro. Die Tonne erlöste zwischen 1.320 und 1.440 Euro.
In kleineren Schritten aufwärts ging es für Aluschrott. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) gewann am unteren Ende 10 Euro hinzu. Die Tonne erbrachte zwischen 1.380 und 1.500 Euro. 20 Euro mehr gab es für Profilschrott (Alter). Hier lagen die Preise zwischen 1.420 und 1.520 Euro.





