Recycling von Kaffeekapseln
Den Grünen sind die Kaffeekapseln seit Jahren ein Dorn im Auge. Kürzlich hat ihr umweltpolitischer Sprecher ein Pfand oder eine Umweltabgabe vorgeschlagen. DSD betont einmal mehr die Recyclingfähigkeit der Portionsdöschen.
DSD kontert Grünen-Idee für Kapselpfand
In Deutschland werden jährlich rund 3 Milliarden Kaffeekapseln verbraucht. Das sind rund 5.000 Tonnen Aluminium und Plastik. Für Peter Meiwald, umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, ist das „ökologisch ein Irrweg“, wie er kürzlich dem Spiegel sagte. Um den Kapselverbrauch zu beschränken, schlägt der Politiker ein Pfandsystem oder eine Umweltabgabe auf die Portionsdöschen vor. Sollten die Hersteller nicht freiwillig agieren, müsse eben der Gesetzgeber eingreifen.
Der Systembetreiber Duales System Deutschland (DSD) hält dem Vorschlag die „hervorragende Recyclingfähigkeit“ der Aluminiumkapseln entgegen. Landen die Kapseln im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne, dann könne das Material zu einem großen Anteil zurückgewonnen und in den Aluminiumkreislauf zurückgeführt werden, sagt Michael Wiener, CEO der DSD-Mutter Duales System Holding.
Laut Umweltbundesamt sind in Deutschland 66.500 Tonnen aluminiumhaltiger Verpackungen beim privaten Endverbraucher angefallen. Davon wurden 85,5 Prozent werkstofflich recycelt. Gemessen daran und verglichen mit der Gesamtmenge an Verpackungen in Deutschland, seien die rund 5.000 Tonnen Aluminium und Plastik, die durch Kaffeekapseln erzeugt werden, verschwindend gering, betont DSD.
Zwar gelten Kapseln, die noch Kaffeesatz enthalten, strenggenommen nicht als Verpackung und dürfen nicht in der Gelben Tonne entsorgt werden. Doch laut DSD stört der Kaffee beim Recycling nicht. Daher könnten die Hersteller freiwillig eine Rücknahme über ein Duales System beantragen. Nespresso hätte dies bereits getan, deren Kapseln dürfen in die Gelbe Tonne geworfen werden. „Die Behörden haben sich davon überzeugt, dass das Recycling funktioniert, und daher die Genehmigung erteilt“, sagt Wiener.





