Konzernergebnis der MM Gruppe
Mayr-Melnhof blickt zufrieden auf das vergangene Jahr: Noch nie hat das Unternehmen so viel Kartons verkauft. Umsatz und Ergebnis stiegen kräftig. Eine Prognose für das laufende Jahr sei aber noch nicht möglich.
Mayr-Melnhof Gruppe steigert Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2014 überstiegen die konsolidierten Umsatzerlöse der österreichischen Mayr-Melnhof Gruppe zum ersten Mal die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze. An diesen Erfolg konnte das Unternehmen auch 2015 anknüpfen: Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erreichten 2,181 Milliarden Euro und lagen damit um 4,5 Prozent beziehungsweise 94,1 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.
Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Mengenzuwachs in beiden Divisionen MM Karton und MM Packaging, heißt es im Konzernergebnisbericht. Rund ein Fünftel des Zuwachses entfällt auf die jüngste Akquisition von MM Packaging: einer französischen Faltschachtelgruppe. Damit ist dem Unternehmen ein erster Schritt in den Markt für Pharma- und Luxusverpackungen gelungen.
Auch das betriebliche Ergebnis des Konzerns stieg um zehn Prozent auf 190 Millionen Euro. Beide Divisionen trugen zu diesem Zuwachs bei. Das Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich von 171 Millionen Euro auf 190,6 Millionen Euro.
Rekordabsatz für Kartons
Mit 1,66 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr 4,7 Prozent mehr Kartons verkauft als im Vorjahr (2014: 1,586 Millionen Tonnen). Das ist die bislang höchste Verkaufsmenge. Das Kartongeschäft erzielte einen Umsatz von 1,046 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das betriebliche Ergebnis stieg um rund zehn Prozent auf 82,6 Millionen Euro. Davon entfielen unverändert zum Vorjahr rund 63 Prozent auf die Märkte in Westeuropa, 20 Prozent auf Osteuropa und 17 Prozent auf das Geschäft außerhalb Europas.
Der Umsatzerlös im Bereich Verpackung stieg um 4,2 Prozent auf 1,237 Milliarden Euro, das betriebliche Ergebnis stieg in diesem Bereich um 11 Prozent auf 117,3 Millionen Euro – vor allem aufgrund verbesserter Kosteneffizienz. Infolge der ausreichend im Markt vorhandenen Fertigungskapazitäten halte der Preiswettbewerb in diesem Segment mit unverminderter Intensität an, heißt es im Lagebericht.
Schwaches konjunkturelles Umfeld
Zwar sei das Jahr 2015 in allen Märkten unverändert durch saisonal schwankendes Bestellverhalten und verhaltene Abrufe der Kunden geprägt und eine spürbare Belebung der Nachfrage habe sich nicht eingestellt. Doch durch einen flexiblen Umgang mit kurzen Planungsintervallen, ein optimiertes Produktportfolio sowie den hohen Servicegrad sei es gelungen, Marktanteile zu festigen beziehungsweise selektiv auszubauen.
Vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung im Hauptmarkt Europa bleiben die Rahmenbedingungen für das Geschäft herausfordernd und durch intensiven Wettbewerb geprägt, heißt es im Bericht. Das Unternehmen wolle sich mit Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz und Preisdisziplin weiter behaupten. Eine Ergebnisprognose für das laufende Jahr sei noch nicht möglich.
Erweiterungen bei MM Packaging werden 2016 insbesondere die Standorte in Iran, Polen und Vietnam betreffen. Als Sonderinvestitionsprojekt von MM Karton wird im Jahr 2016 mit dem Ersatz des Kraftwerkes am Standort Frohnleiten in Österreich durch eine neue Gas- und Dampfturbinen-Anlage begonnen. Die Errichtung soll bis Ende 2017 erfolgen, jedoch ohne Einschränkungen für den kontinuierlichen Betrieb des Werkes. Die Kosten werden mit rund 40 Millionen Euro angesetzt.
