Marktbericht für NE-Metalle
Die Metallpreise haben sich im Eiltempo erholt. Jetzt legen sie eine Verschnaufpause ein und verharren größtenteils auf dem Niveau der Vorwoche. Auch die meisten Metallschrottpreise bleiben stabil. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Schrottpreise halten ihr Niveau
Kupfer ist und bleibt begehrt. Das legen aktuelle Schätzungen der International Copper Study Group nahe. Demnach wird die Nachfrage das globale Angebot auch in diesem Jahr übersteigen. Behalten die Kupferexperten Recht, dann wäre es schon das siebte Jahr in Folge, in dem der weltweite Bedarf höher ist als die Produktionsmenge.
Anlaysten glauben daher, dass mittel- bis langfristig auch die Kupferpreise profitieren werden. Dabei zeichnet sich der Aufwärtstrend schon heute ab. Die Notierungen für Kupfer haben – wie für die meisten Industriemetalle – seit Ende Februar spürbar angezogen. Sie legten auch in dieser Handelswoche wieder zu. Die Preissteigerungen fielen jetzt allerdings deutlich geringer aus als zuletzt, wie der Blick zur Londoner Metall Börse (LME) zeigt.
So verteuerte sich Kupfer im Vergleich zur Vorwoche um bescheidene 15 US-Dollar. Sein Dreimonatspreis lag am Mittwoch (16.3.) bei 4.935 US-Dollar. Einen kleinen Zugewinn konnte auch Zinn verbuchen und damit seinen Höhenflug fortsetzen. Die Tonne erzielte gestern 16.770 US-Dollar. Das sind rund 150 US-Dollar mehr als vor sieben Tagen.

Verluste mussten auch Aluminium, Zink und Blei hinnehmen. Sie fielen aber moderat aus. Die Tonne Aluminium notierte bei 1.509 US-Dollar. Sie verlor damit rund 50 US-Dollar an Wert. Zink büßte 55 US-Dollar ein. Sein Dreimonatspreis sank auf 1.744 US-Dollar. Exakt den gleichen Preis erzielte Blei. Das Minus betrug hier 76 US-Dollar.
Preise für Kupferschrott stabil
Weder auf- noch abwärts ging es in dieser Woche für die meisten Schrottpreise. Sie verharren nahezu auf dem Niveau der Vorwoche. Einzig Weichbleischrott musste spürbare Einbußen verkraften, wie aus der Preisübersicht des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervorgeht. Demnach erlöste die Tonne Weichbleischrott zwischen 1.350 und 1.440 Euro. Das entspricht einem Minus von 50 Euro am unteren und 80 Euro am oberen Ende.
Ansonsten gab es bei den Schrottpreisen kaum Bewegung. Blanker Kupferschrott (Kabul) beispielsweise büßte lediglich am unteren Ende 10 Euro ein. Die Preisspanne reichte von 4.270 bis 4.460 Euro je Tonne. Unverändert blieben die Preise für Schwerkupferschrott (Keule). Hier wurden wie schon in der Vorwoche Preise zwischen 4.010 und 4.250 Euro aufgerufen.
Auch die Preise für Alu-Schrott machten keine großen Sprünge. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) kostete zwischen 1.400 und 1.520 Euro. Das ist ein kleines Plus von 20 Euro am oberen Ende. Ein kleines Minus dagegen musste Profilschrott einstecken: 30 Euro weniger standen am oberen Ende zu Buche. Die Preisspanne schrumpfte hier auf 1.430 bis 1.500 Euro.
Ganz ähnlich lief es für Nickelschrott. Die Verluste hielten sich hier in engen Grenzen. Für V2A (Alt- und Neuschrott) waren es am unteren Ende 20 Euro weniger. Am oberen Ende aber blieb der Preis stabil. Die Tonne erlöste zwischen 840 bis 880 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) konnte am unteren Ende leicht zulegen. Der Preis stieg auf 1.140 bis 1.150 Euro.
Zu den größten Verlierern nach Weichbleischrott gehörte in dieser Handelswoche Altzinkschrott. Mit 30 Euro am unteren und 20 Euro am oberen Ende blieb das Minus aber auch in diesem Fall überschaubar. Die Tonne erzielte Preise zwischen 1.250 und 1.310 Euro.




