Marktbericht für NE-Metalle
Die Notierungen für Industriemetalle setzen ihren Aufwärtstrend fort. Lediglich bei Aluminium zeigt die Preiskurve nach unten. Auch die Preise für Aluminiumschrott rutschten ab. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Metallschrottpreise notieren fest – mit einer Ausnahme
Der weltweite Aluminiummarkt bleibt nach wie vor überversorgt. Wie das International Aluminium Institute aktuell mitteilt, ist die Produktion außerhalb Chinas auf ein Fünf-Jahres-Hoch gestiegen. Das globale Angebot des Leichtmetalls ist somit unverändert größer als die Nachfrage.
Verstärkt wird die Marktkonstellation durch aktuelle Meldungen aus China, wonach die dortigen Aluminiumproduzenten über gute Geschäfte berichten. „Die Aluminiumproduzenten im Land machen seit einigen Wochen wieder Gewinne, was eine Produktionsausweitung begünstigen dürfte“, erklären Analysten der Commerzbank.
Aluminiumpreis rutscht unter 1.500 US-Dollar
Das große Angebot an Aluminium führt dazu, dass die Preise für das Leichtmetall wieder fallen. An der Londoner Metallbörse (LME) ist der Dreimonatspreis für Aluminium erstmals seit Mitte Februar unter die Marke von 1.500 US-Dollar gerutscht. Er lag am Mittwoch bei 1.494 US-Dollar.

Doch in dieser Woche ist der Nickelpreis um 175 US-Dollar gegenüber der Vorwoche gestiegen. Die Tonne notierte am vergangenen Mittwoch (23. März) bei 8.675 US-Dollar. Kleine Zugewinne gab es auch für Kupfer, Zink und Blei. Den größten Satz nach oben aber machte wieder einmal der Zinnpreis. Am vergangenen Mittwoch lag der Dreimonatspreis bei 17.350 US-Dollar, das ist ein Plus von 580 US-Dollar im Vergleich zur Woche. Seit Jahresbeginn hat sich der Zinnpreis um 3.400 US-Dollar verteuert.
Auch Aluminiumschrott verliert
Der generelle Aufwärtstrend bei den Industriemetallen spiegelt sich auch in den Schrottpreisen wider. Dass Aluminium etwas aus der Rolle fällt, macht sich ebenfalls bemerkbar. Die Preise für Aluminium-Schrotte gaben in dieser Handelswoche spürbar nach, wie aus der Preisübersicht des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervorgeht.
Besonders stark büßte Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) ein. Bis zu 120 Euro betrug der Preisverlust. Die Tonne wurde am vergangenen Mittwoch (23. März) für 1.350 bis 1.400 Euro gehandelt. Für Profilschrott (Alter) lief es nicht viel besser. Hier lagen die Preise zwischen 1.370 und 1.400 Euro. Das sind am unteren Ende 60 und am oberen Ende 100 Euro weniger als zuletzt.
Aluminium war damit der größte Verlierer. Zum größten Gewinner dieser Woche avancierte Kupferschrott. Blanker Kupferschrott (Kabul) gewann 80 Euro am unteren und 50 Euro am oberen Ende hinzu. Für die Tonne wurden Preise zwischen 4.350 bis 4.510 Euro aufgerufen. Mit 30 Euro ging es auch für Schwerkupferschrott (Keule) aufwärts. Hier reicht die Preisspanne von 4.040 bis 4.280 Euro.
Weichbleischrott konnte ebenfalls ein leichtes Plus einfahren. Der Preis stieg am unteren Ende um 10 Euro. Am oberen Ende blieb er stabil. Die Tonne erlöste 1.360 bis 1.440 Euro.
Etwas stärker fiel der Anstieg bei Altzinkschrott aus. Am unteren Ende ging es mit dem Preis 30 Euro hoch, am oberen Ende 10 Euro. Die Tonne erbrachte zwischen 1.280 bis 1.320 Euro.
Ungefähr die Waage hielten sich Gewinn und Verlust bei Nickelschrott. Der Preis für V2A (Alt- und Neuschrott) zog am unteren Ende an. Die Preise lagen zwischen 870 und 880 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) gab dafür am unteren Ende geringfügig nach. Die Tonne kostete zwischen 1.130 und 1.150 Euro.





