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Der Ennepe-Ruhr-Kreis sammelt seit neuestem auch große, sperrige Gegenstände aus Altmetall ein. Den Metallschrott holt der Entsorger AHE direkt vor der Haustüre ab. Die Resonanz der Bevölkerung ist gut.

Kreis erweitert Metallschrott-Sammlung


Wohin mit sperrigen Teilen aus Metall, wie dem ausgedienten Heizkörper oder der alten Badewanne? Für die Mülltonne sind sie zu groß, als Sperrmüll gelten sie auch nicht und mit dem Auto sind sie schwer zu transportieren. Diese Entsorgungslücke hat der Ennepe-Ruhr-Kreis nun geschlossen.

Erstmalig sammelte der Entsorger AHE im März im Auftrag der Kreisverwaltung schwer zu entsorgendes Altmetall der Bürger ein. „Immer wieder riefen die Leute bei uns an und fragten, wo sie ihre schweren alten Heizkörper, Eisenzäune oder sogar Garagentore entsorgen können“, erklärt Elisabeth Henne, Abfallexpertin des Kreises. Für kleine bis mittelgroße Gegenstände aus Altmetall sind mit Blick auf das Recycling bereits viele Wege der Entsorgung möglich. Die alte Pfanne kommt in die Restmülltonne, der verrostete Grill auf den Sperrmüll und der ausgediente Gartenstuhl aus Metall kann an den Umladeanlagen in Gevelsberg oder Witten abgegeben werden. Kleine Teile werden mithilfe von Metallabscheidern in den Müllverbrennungsanlagen aussortiert und wiederverwertet.

Acht Tonnen Schrott abgeholt

„Schwierigkeiten gab es hingegen noch bei der Entsorgung von besonders großen Gegenständen aus Altmetall“, erklärt Klaus Tödtmann, zuständiger Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung. Mit der jetzt begonnenen Altmetallsammlung aus Haushalten schließe der Kreis daher eine wichtige Entsorgungslücke.

Wer etwas entsorgen wollte, hatte sich vorab auf eine Liste setzen lassen. „Es haben sich unglaublich viele Leute gemeldet. Insgesamt haben wir kreisweit an zwei Samstagen acht Tonnen direkt an den Haustüren abgeholt“, berichtet Elisabeth Henne. Den eingesammelten Schrott wird der Kreis jetzt an Verwerter aus der Region verkaufen, die Einnahmen fließen in die Kalkulation der Abfallgebühren ein.

Im Jahresverlauf sind sechs Sammeltermine geplant, der nächste steht für Juli auf dem Fahrplan. „Sollte die Nachfrage sehr groß sein, werden wir zusätzliche Touren organisieren“, kündigt Henne an. Die Abholung ist kostenlos.

 

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