Strukturelle Veränderungen

Ausbau der Produktion, neues Technikum und gebündelter Vertrieb: Der österreichische Hersteller von Recyclingtechnik Lindner gewichtet seine Standorte neu. Mittelfristig sollen 60 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Lindner Recyclingtech investiert 6,5 Millionen Euro


Gestärkt durch ein Umsatzplus von 12 Prozent im vergangenen Jahr will die Lindner Gruppe in diesem Jahr 6,5 Millionen Euro in Strukturmaßnahmen investieren. Mit dem Geld soll unter anderem die Produktion in der Nähe des Stammsitzes erweitert werden. Darüber hinaus möchte Lindner den Bereich Forschung & Entwicklung stärken. Zudem soll der Standort im thüringischen Eisenach aufgewertet werden.

Konkret will der Hersteller von Zerkleinerungstechnik und Aufbereitungssystemen die Produktion der Shredder-Linie Urraco von Eisenach ins österreichische Feistritz an der Drau verlegen. Eisenach soll künftig zum Vertriebs- und Servicecenter für den gesamten nordeuropäischen Raum und Deutschland umfunktioniert werden.

In der Folge wird in Feistritz an der Drau eine neue Produktionslinie errichtet. Bis zum Abschluss des Ausbaus 2018 soll das Volumen um 90 bis 100 Maschinen pro Jahr wachsen. Mittelfristig würden auf diese Weise 60 neue Arbeitsplätze geschaffen, 40 in der Herstellung und 20 in den Bereichen Services und After-Sales. Lindner rechnet mit massiven Kostenvorteile und Synergien. Dazu dienten auch weitere Schritte in Richtung Industrie 4.0 sowie Prozessoptimierungen.

Neben dem Ausbau der Produktion soll vor Ort ein Technikum mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern entstehen. Hauptzweck sei der Prototypenbau und der Bau technischer Versuchsanlagen. Ferner sollen Kundenvorführungen, Hausmessen und Händlertagungen abgehalten werden.

© 320°/ek | 07.04.2016
Mehr zum Thema
Wie sich Bauschutt präziser klassifizieren lässt
BSR-Chefin: Gewalt gegen Mitarbeitende nimmt zu
KI-Sortierung ermöglicht lebensmittelechtes Tray-Recycling
Digitalisierung der Abfallwirtschaft: Edgital kooperiert mit EGN
Rhein transportiert mehr Müll als gedacht