Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen

Einen hohen Durchsatz, konstante Ergebnisse, robuste Technik: Das verspricht der bayerische Anlagenbauer BHS Sonthofen mit seinen neuen SpeedCut Granulatoren. Damit können Abfallgemische so verarbeitet werden, dass sie effizient verbrennen.

Neue Schnell-Granulatoren von BHS Sonthofen


Der Anlagebauer BHS-Sonthofen zeigt auf der IFAT Ende Mai in München zum ersten Mal seine neuen SpeedCut Granulatoren vom Typ NGV. Konzipiert ist die Maschine, um Abfallgemische mit hohen Heizwerten zu zerkleinern, wie zum Beispiel siedlungs- oder hausmüllähnliche Gewerbeabfälle. Mit einem Durchsatz von 20 Tonnen pro Stunde und mehr zählen die Granulatoren laut BHS zu den leistungsfähigsten am Markt.

Der Speed Cut funktioniert wie folgt: In einem ersten Schritt wird das Inputmaterial per Radlader oder über Förderbänder in den Einlauftrichter gefüllt. Dieser sei so gestaltet, dass sich auch bei großen Volumina keine Brücken bildeten. Das Material rutscht dann Richtung Rotor, kann aber zusätzlich von einem hydraulischem Schieber in den Spalt zwischen Rotorwelle und den feststehenden Statormessern gedrückt werden.

BHS Sonthofen
BHS Sonthofen

Anschließend wird das Material für Ersatzbrennstoffe (EBS) von den Statormessern und den Messern an der Rotorwelle auf eine Stückgröße von weniger als 30 Millimeter geschnitten. Das zerkleinerte Material fällt zum Schluss in einen hydraulisch-schwenkbaren Siebkorb. Grobe Teile gehen vom Rotor zum Zerkleinerungsspalt zurück bis sie so weit zerkleinert sind, dass sie durch die Sieblöcher passen.

Schnell, robust, wartungsarm

Der Rotor ist das Herzstück der SpeedCut Granulatoren. Zum einen hat er laut BHS einen ungewöhnlich großen Durchmesser. Dadurch erreiche er eine sehr hohe Schnittleistung von bis zu 170 Metern pro Sekunde. Hinzu komme eine große Schwungmasse. Darüber hinaus bietet seine Oberfläche Platz für viele Messer, so der Maschinenhersteller. Das sorge für mehr einzelne Schnitte pro Umdrehung und erkläre wiederum den hohen Durchsatz.

Unterm Strich entsteht mittels des Granulatoren sehr feines Ausgabematerial, das laut BHS Sonthofen als EBS besonders effizient in Kraft- oder Zementwerken verbrannt werden kann. Ein weiterer Vorteil sei die große Robustheit der gesamten Maschine. So bestünden einzelne Elemente im Umfeld des Rotors aus Stahl-Schweißkonstruktionen, die Rotorwelle sei massiv.

Ferner erziele die Maschine ein konstant gutes Zerkleinerungsergebnis. Dafür sorgen dem Maschinenhersteller zufolge die Statormesser, die aus mehreren Segmenten bestehen und einzeln justier- und austauschbar sind. Somit sei die Spaltbreite über die Länge des Rotors immer optimal eingestellt. Zusätzlich reduziere das den Wartungsaufwand.

BHS liefert den SpeedCut nach eigenen Angaben mit zwei Antrieben: als Typ NGV 1020 mit einer Anschlussleistung von bis zu 2 x 200 Kilowatt für einen Durchsatz von bis zu 15 Tonnen je Stunde und als Typ NGV 1028 mit bis zu 2 x 250 Kilowatt für einen Durchsatz von bis zu 20 Tonnen je Stunde. Bei Sieben mit einem größeren Lochdurchmesser als 30 Millimeter erhöhe sich die Leistung aber signifikant.

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