Höhere Arbeitsgeschwindigkeit
Auf der IFAT stellt Weima seinen komplett überarbeiteten Einwellen-Shredder sowie die universell einsetzbare PowerLine 3000 vor. Beide Maschinen sollen nun robuster und einfacher zu bedienen sein.
Einwellen-Shredder mit neuer Schwingentechnologie
Der baden-württembergische Maschinenhersteller Weima hat seinen Einwellen-Shredder komplett überarbeitet. Im Vordergrund des neuen Designs stehen eine einfache Bedienbarkeit und Wartung sowie die Energieeffizienz.
Maßgeblich verändert hat sich nach Angaben des Unternehmens die Materialzufuhr. Hier kommt eine neue Schwingentechnologie zum Einsatz, die sich nun im Schneidraum befindet, deutlich schneller arbeitet und weniger Antriebsleistung beansprucht. Die Schwinge wird dabei auf Rollen geführt, weshalb sie keine Führungsleisten mehr benötigt. Bei Material mit geringer Schüttdichte kann sie außerdem mit einem Nachdrücksystem ausgestattet werden. Durch das neue Design kann die Schwinge nun aus dem Maschinengestell nach oben herausgefahren werden. Dies vereinfacht den Zugang und damit die Wartung des Geräts.
Über einen Radlader kann das Material direkt aufgegeben werden. Möglich macht dies eine sehr niedrige Ladekante und ein adaptives Untergestell. Je nach Design beträgt die Maschinenhöhe 1.900 Millimeter beziehungsweise 2.900 Millimeter. Auch Ballen lassen sich auf diese Weise zuführen. Die Trichteraufsätze sind jeweils frei wählbar, so dass sich jede Maschine gut individualisieren lässt.
Schräge Gegenmesser sorgen für optimalen Schnittspalt
Um einen aggressiveren Materialeinzug zu erreichen, sind bei der Maschine die Gegenmesser nun in schräger Position angebracht. Sowohl die unteren als auch die oberen Gegenmesser sind dabei von außen mit Stellschrauben einstellbar. Auf diese Weise lasse sich ein optimaler Schnittspalt in kurzer Zeit erzielen, so Weima. Das Baukastenprinzip der innenliegenden Gegenmesser-Segmente vereinfacht den Austausch zu Wartungszwecken.
Ähnlich verhält es sich mit dem neu konstruierten Siebkorb, bei dem das Unternehmen nun auf mehrteilige Siebeinsätze setzt, die innen und außen frei tauschbar und arbeitsbreiteübergreifend sind. Die jeweiligen Segmente messen 500 Millimeter beziehungsweise 1.000 Millimeter.
Die kubische Grundform des Zerkleinerers ist kompakt und ermöglicht einen freien Zugang zu allen Komponenten der Maschine. Die seitlich angebrachten Cover dienen dem Schutz des Antriebes vor Staub, Nässe und Witterung, und als Werkzeuglager sowie zur Reduktion der Geräuschemissionen.
Antrieb je nach Anwendungsfall
Beim Antrieb können Kunden je nach Anwendungsfall, aus insgesamt drei verschiedenen Konzepten wählen: Hydraulikantrieb, Direktantrieb oder Keilriemenantrieb. Beim Hydraulikantrieb sei ein Stoppen, Starten und Reversieren auch unter schwersten Bedingungen jederzeit und bei Volllast möglich, so Weima. Sein simpler Aufbau und die schnellen Reaktionszeit machten ihn nahezu unempfindlich gegen Störstoffe.
Durch ein Druckbegrenzungsventil und einer einfachen Umkehr der Drehrichtung könne darüber hinaus ein sicherer und schnell wirkender Überlastungsschutz erreicht werden. Drehzahl und Drehmoment könnten mittels Regelpumpe schnell, gleichförmig und stufenlos angepasst werden, ohne dass Stromspitzen entstehen oder ein Frequenzumrichter eingesetzt werden muss.
Als weitere Vorteile nennt das Unternehmen die hohen Drehmomente bei einer niedrigen Kilowatt-Leistung. Aufgrund der niedrigen Anschlussleistung bei gleichem beziehungsweise höherem Durchsatz, werde wenig Strom benötigt. Insgesamt können so die Betriebskosten deutlich reduziert werden.
Direktantrieb: kompakt und leise
Die alternativ angebotenen Direktantriebe sind laut Weima „permanenterregte hochpolige Synchronmotoren in wassergekühlter Ausführung“. Sie zeichnen sich durch hohe Drehmomentdichten im Bereich niedriger und mittlerer Drehzahlen aus und verfügen über ein sogenanntes Planetengetriebe, das im Rotor verbaut ist. Dies mache den Antrieb besonders kompakt. In Verbindung mit der hohen Überlastfähigkeit und den guten Rundlaufeigenschaften der Antriebe seien anspruchsvolle und dynamische Applikationen umsetzbar.
Durch die integrierte Wasserkühlung aus Edelstahl sei außerdem eine optimale Abführung der Verluste bei hoher Schutzart möglich. Eine Lüftereinheit werde bei diesen Motoren nicht benötigt, so dass sich die Geräuschemission des Motors deutlich reduziert. Die robusten und kompakten Motoren seien darüber hinaus weitestgehend wartungsfrei.
Der konventionelle Kraftbandantrieb ist bei Weima ebenfalls in Kombination mit einem im Rotor platzierten Planetengetriebe und Frequenzumrichter (bei PowerLine Maschinen) verfügbar, wodurch sich die Drehzahl anpassen lässt. Die Übertragung findet über einen Normmotor und ein Kraftband statt. Komplexe Hydraulikeinheiten seien mit dieser einfachen, bewährten und robusten Antriebsoption nicht notwendig, betont Weima.
Eine in der Riemenscheibe befindliche Sicherheitskupplung schützt den Shredder zudem vor Störstoffen und größeren Schäden. Geringe Investitionskosten und anwenderfreundliche Instandhaltungsmöglichkeiten machen den Kraftbandantrieb zu einer kostengünstigen Alternative, so Weima.



