Bilanz für 2014
Im Jahr 2014 ist das Abfallaufkommen in Niedersachsen um über eine Million Tonnen gestiegen. Mehr als drei Viertel der Abfälle wurden in Abfallbehandlungsanlagen aufbereitet. Auf Platz zwei folgt die Menge der deponierten Abfälle.
Höheres Abfallaufkommen in Niedersachsen
Im Jahr 2014 wurden in den 1.088 in Niedersachsen betriebenen Abfallentsorgungsanlagen 24,9 Millionen Tonnen Abfälle aufbereitet oder entsorgt. Rund 82 Prozent der Abfälle kamen aus Niedersachsen, wie aus aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervorgeht. Gegenüber dem Jahr 2013 stieg die Abfallmenge um 1,1 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,8 Prozent.
Den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten die Bau- und Abbruchabfälle. Dazu gehören Boden, Steine oder Bauschutt, allerdings ohne Bauschuttrecycling. Ihr Anteil belief sich laut LSN auf 38 Prozent. Das entspricht einem Aufkommen von 9,4 Millionen Tonnen.
Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil von 18 Prozent (4,4 Millionen Tonnen). Darunter waren 1,5 Millionen Tonnen gemischte Siedlungsabfälle wie zum Beispiel Hausmüll oder hausmüllähnlicher Gewerbeabfall. Außerdem zählten dazu 2,5 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Abfälle, darunter 415 000 Tonnen Papier, Pappe und Karton, einschließlich Verpackungen. Rund 1,2 Millionen Tonnen der 2014 entsorgten Siedlungsabfälle waren Bioabfälle, zumeist bestehend aus Grünabfällen und der Biotonne, sowie anderen Siedlungsabfällen, wie Sperrmüll, Straßenkehricht oder gemischte Verpackungen.
3,3 Millionen Tonnen Sekundärabfälle
Rund 13 Prozent beziehungsweise 3,3 Millionen Tonnen des angelieferten Abfalls waren laut LSN Sekundärabfälle in Form von Schlacken, Schlämmen, Sortierresten oder Aschen, die in Abfallentsorgungs- oder Abwasserbehandlungsanlagen anfielen. Unter dem Gesamtabfallaufkommen in Höhe von 24,9 Millionen Tonnen befanden sich auch 2,2 Millionen Tonnen besonders überwachungsbedürftiger Abfälle. Von den insgesamt 20,4 Millionen Tonnen, die aus Niedersachsen kamen, zählten 18 Prozent oder 4,4 Millionen Tonnen zu den betrieblichen Abfällen.
Innerhalb der gewerblich organisierten Abfallentsorgung im Rahmen der Entsorgungswirtschaft wurden laut LSN rund 11,1 Millionen Tonnen Abfälle eingesammelt, zum Beispiel bergbauliche oder landwirtschaftliche Abfälle, Abfälle thermischer Prozesse aus Kraft- beziehungsweise Stahlwerken.
77 Prozent der in Niedersachsen im Jahr 2014 entsorgten Abfälle (19,2 Millionen Tonnen) wurden in Abfallbehandlungsanlagen aufbereitet und konnten der Kreislaufwirtschaft damit überwiegend wieder zugeführt werden. Die restlichen 23 Prozent landeten entweder in Abfallverbrennungsanlagen zur thermischen Entsorgung oder auf Deponien. Der Anteil der deponierten Abfälle belief sich dabei auf 4,0 Millionen Tonnen, der Anteil der verbrannten Abfälle auf 1,6 Millionen Tonnen.




