Für kommunale Biogasanlagen
Die Subventionen für die Biogasproduktion sind seit dem EEG 2014 stark eingeschränkt. Damit wird zunehmend schwieriger, Biogas aus Reststoffen rentabel herzustellen. Ein Verbundprojekt lotet nun neue Wege aus.
Verbundprojekt forscht an Konzept für Energie aus Abfällen
Biogas als attraktiven Energielieferanten wieder ins Gespräch bringen: Das ist das Ziel des jüngst gestarteten Verbundprojekts FOR 10‘000. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird von der bayerischen Forschungsstiftung mit einem Zuschuss von über 580.000 Euro gefördert. Am Ende der zwei Jahre soll ein neues technisches Gesamtkonzept für die Verwertung von Biogas aus organischen Abfällen vorgestellt werden.
An FOR 10‘000 beteiligt sind auf wissenschaftlicher Seite die Hochschulen Coburg, Hof, Amberg-Weiden und die Universität Bayreuth. Sie sollen unter anderem herausfinden, wie Substrate besser auf die Biogasproduktion vorbereitet und Gärreste besser verwertet werden können. Darüber hinaus wollen sie andere Reststoffe wie etwa Klärschlamm für die Biogasproduktion testen. Zudem soll geklärt werden, wie die Veredelung von Biogas optimiert werden kann.
Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu überprüfen, werden die Verfahren während des Forschungsprozesses in den Anlagen der Projektpartner getestet. Dazu zählen Schmack Biogas, utp Umwelttechnik sowie die Gesellschaften Rießner-Gase und Innovum. Außerdem dabei als kommunale Partner sind die Bioenergieregion Bayreuth, der Abwasserverband Saale und die Stadtwerke Rödental.
Von den Ergebnissen sollen vor allem kommunale Betreiber kleiner und mittlerer Biogasanlagen profitieren, so die Projektbeteiligten. Könnte Biogas dort in bestehende Energie- und Wärmenutzungskonzepte eingebunden werden, sei langfristig eine dezentrale Energieversorgung möglich.

