Beschluss des Aufsichtsrats
Die GML in Ludwigshafen wird den Zustand der drei Müllkessel des MHKW überprüfen. Gegebenenfalls sollen die Kessel modernisiert werden. Damit will die GML das MHKW strategisch absichern.
GML überprüft Zustand ihrer Müllkessel
Der Aufsichtsrat der GML hat dem Vorhaben am vergangenen Donnerstag zugestimmt. Das MHKW Ludwigshafen werde einer gründlichen Untersuchung über den Zeitzustand der drei Müllkessel und über die eventuell erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen unterzogen, teilt die GML mit. „Das MHKW Ludwigshafen wird somit langfristig strategisch abgesichert.“ An der genehmigten Kapazität von 200.000 Tonnen will die Abfallwirtschaftsgesellschaft festhalten.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat auch dem Umbau des Standorts Grünstadt zugestimmt. Laut GML soll der Standort in diesem Jahr komplett umgebaut werden und mit einer Vielzahl von Rückbau- und Umbaumaßnahmen auf seine zukünftigen Aufgaben für die GML bzw. die GML-Gesellschafter vorbereitet werden. Das Biokompostwerk Grünstadt wurde im vergangenen Jahr bereits stillgelegt. Grund ist die Kooperation mit der ZAK in Kaiserslautern, die seit Oktober 2015 auch die Bioabfälle der GML-Gesellschafter vergärt und kompostiert. Im letzten Betriebsjahr des Biokompostwerks Grünstadt wurden nur noch 25.659 Tonnen Bio- und Grünabfälle kompostiert.
Wie die GML weiter mitteilt, hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr einen Umsatz von 25,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das bedeutet einen leichten Anstieg gegenüber 2014 (25,0 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss beläuft sich nach Angaben der GML konstant auf 120.000 Euro. Der Durchsatz des MHKW Ludwigshafen lag 2015 bei 201.619 Tonnen an Restabfällen (2014: 190.426 Tonnen). Damit konnte die Verbrennungsleistung trotz eines Gesamtstillstandes in 2015 gesteigert werden. Außerdem liefert die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) seit Oktober 2015 einen Teil ihrer Restabfälle an das MHKW Ludwigshafen.