Marktbericht für NE-Metalle
Immer noch drücken Überkapazitäten auf die Preise für Industriemetalle. Auch die Schrottpreise verharren auf bescheidenem Niveau. Lediglich Zinkschrott legt spürbar zu. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Preise für Altzink steigen
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Wirtschaftsnationen zeigten sich bei ihrem Treffen Ende Mai in Japan beunruhigt über die globalen Überkapazitäten in einigen Branchen. Ihr größtes Sorgenkind dürfte China sein, das die Märkte mit billigem Stahl flutet und Hersteller in Europa damit enorm unter Druck setzt.
An den Metallmärkten sieht es allerdings nicht viel besser aus. Auch hier drückt die Überproduktion auf die Preise. Immerhin drosselte China in diesem Jahr die Aluminiumherstellung etwas, so dass sich in diesem Bereich die Notierungen ein wenig erholen konnten. Befürchtungen, dass die chinesischen Alu-Hütten ihre Produktion aufgrund gestiegener Preise wieder deutlich hochfahren, haben sich bislang nicht bewahrheitet. China produziert aktuell weniger als vor einem Jahr. Auch die Aluminiumexporte aus dem Reich der Mitte haben abgenommen.
Aluminiumpreise bleiben stabil
Diese Entwicklung dürfte den zuletzt leicht gesunken Aluminiumpreisen neue Stabilität verleihen. Der Blick zur Londoner Metallbörse (LME) bestätigt diese Einschätzung. Der Dreimonatspreis für das Leichtmetall lag am Mittwoch (1.6.) bei 1.556 US-Dollar je Tonne. Er konnte damit das Niveau der Vorwoche halten.
Auch für die meisten anderen Industriemetalle war es eine gute Handelswoche. Zinn konnte seinen Preisabsturz stoppen und machte wieder Boden gut. Sein Dreimonatspreis legte um 160 US-Dollar zu und notierte gestern bei 15.850 US-Dollar. Vom diesjährigen Höchstwert, der im April über der Marke von 17.000 US-Dollar lag, ist es aber noch ein gutes Stück entfernt.

Nickel dagegen war der große Verlierer dieser Handelswoche. Seit dem Zwischenhoch vor einem Monat zeigt die Preisekurve für dieses NE-Metall nur noch nach unten. Auch jetzt musste Nickel wieder Verluste hinnehmen. Die Tonne verbilligte sich um 170 US-Dollar. Sie wurde am Mittwoch für 8.369 US-Dollar gehandelt.
Abwärts ging es auch für Kupfer. Das rotbraune Metall büßte im Vergleich zur Vorwoche rund 100 US-Dollar ein. Sein Preis betrug gestern 4.585 US-Dollar.
Bis zu 70 Euro mehr für Altzinkschrott
Die anhaltenden Überkapazitäten auf den Metallmärkten wirken sich auch auf den Schrotthandel aus. Die Schrottpreise kommen einfach nicht vom Fleck. Sie verharrten auch in dieser Woche auf bescheidenem Niveau. Einzig die Preise für Altzinkschrott konnten spürbar anziehen, wie aus der Preiserhebung des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervorgeht.
Altzink war in dieser Woche so teuer wie noch nicht in diesem Jahr. Die Preise lagen zwischen 1.340 bis 1.400 Euro je Tonne. Das bedeutete einen Anstieg von 60 Euro am unteren und 70 Euro am oberen Ende. Mit einem Zugewinn von 20 Euro konnte auch Weichbleischrott mehr als zuletzt erlösen. Hier reichte die Preisspanne von 1.250 bis 1.350 Euro.
Durchwachsen fiel dagegen das Wochenfazit bei den meisten anderen Schrottarten aus. Blanker Kupferschrott (Kabul) etwa wechselte für 3.960 bis 4.130 Euro den Besitzer. Die Tonne büßte am unteren Ende 10 Euro ein. Am oberen Ende gab es dafür wie auch bei Schwerkupferschrott (Keule) 20 Euro mehr. Schwerkupferschrott (Keule) erlöste zwischen 3.700 bis 3.870 Euro je Tonne. Hier gab es am unteren Ende keine Bewegung.
Stabiltät zeichnete auch Nickelschrott aus. V2A (Alt- und Neuschrott) kostete wie schon in der Vorwoche zwischen 880 bis 920 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) musste lediglich am unteren Ende ein Minus von 20 Euro einstecken. Die Preisspanne reichte von 1.130 bis 1.200 Euro.
Kaum ins Gewicht fielen die Preisschwankungen bei Aluminiumschrott. Am oberen Ende gab der Preis geringfügig um 10 Euro nach. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) blieb am unteren Ende stabil und erbrachte zwischen 1.420 und 1.450 Euro. Profilschrott konnte 20 Euro dazugewinnen und erlöste ebenfalls zwischen 1.420 bis 1.450 Euro.





