Marktbericht für NE-Metalle
Das gab es lange nicht. Die Notierungen für Industriemetalle legten in der vergangenen Woche geschlossen zu. Auch die meisten Metallschrottpreise kletterten nach oben. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Preise für Altzink legen weiter zu
Es ist das Metall der Stunde: Zink ist so teuer wie lange nicht. Im bisherigen Jahresverlauf ist sein Preis um fast 25 Prozent gestiegen. Während bei den meisten anderen Basismetallen große Überbestände vorherrschen, wurden die Lagerbestände bei Zink zuletzt stark abgebaut. Experten rechnen damit, dass es in diesem Jahr zu einer „merklichen Verknappung“ kommen wird.
Die Verknappung dürfte ausschlaggebend für den Preisanstieg sein. Wie knapp die Ware noch im weiteren Jahresverlauf werden könnte, wird nicht zuletzt von der Bauwirtschaft Chinas, einem der weltweit größten Nachfrager von Zink, abhängen. „Entscheidend für den Markt ist, ob die angeschobenen Infrastrukturprojekte die Entwicklung der chinesischen Bauindustrie wirklich stimulieren“, so die Einschätzung von Analysten der IKB-Bank.
Zinkpreis steigt auf über 2.000 US-Dollar
Die Experten rechnen damit, dass sich der Zinkpreis in den nächsten drei Monaten um 1.950 US-Dollar herum bewegt. In dieser Woche knackte er die Marke von 2.000 US-Dollar. Auch die anderen Industriemetalle konnten zulegen, wie der Blick zur Londoner Metallbörse (LME) zeigt.

Kräftige Zugewinne konnten in dieser Woche auch Nickel und Zinn einfahren. Nickel legte um 510 US-Dollar zu. Die Tonne notierte bei 8.870 US-Dollar. Der Dreimonatspreis für Zinn kehrte über die Marke von 17.000 US-Dollar zurück. Er lag gestern bei 17.050 US-Dollar. Das sind 1.200 US-Dollar mehr als zuletzt.
Mit einem Plus von US-Dollar konnte sich auch der Aluminiumpreis sehen lassen. Der Dreimonatspreis an der LME lag gestern bei 1.606 US-Dollar.
Bei Kupfer hingegen blieb die große Aufholjagd aus. Der Verluste der letzten Wochen konnten nicht wettgemacht werden. Immerhin ging es aber auch nicht weiter abwärts. Die Tonne wurde für 4.600 US-Dollar gehandelt, was einem geringfügigen Preisanstieg von 15 US-Dollar entspricht.
Kupferschrottpreise setzen Talfahrt fort
Die Verknappung auf dem Zinkmarkt treibt offenbar auch die Preise für Altzink. Zu Beginn des Jahres sah es noch so aus, als würden sie unter die Marke von 1.000 Euro fallen. Doch seit Ende Januar geht es kontinuierlich aufwärts. Seitdem hat der Preis um fast 30 Prozent angezogen.
In dieser Woche kam nun noch ein kleines Plus hinzu, wie aus der Preiserhebung des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) hervorgeht. Altzinkschrott legte demnach sowohl am unteren als auch am unteren Ende um 30 Euro zu. Für die Tonne wurden Preise zwischen 1.370 und 1.430 Euro aufgerufen – so viel wie noch nicht in diesem Jahr.
Weiter im Aufwärtstrend befinden sich auch die Preise für Nickelschrott. Bei V2A (Alt- und Neuschrott) gab es am unteren Ende 10 Euro mehr. Die Preisspanne reichte von 890 bis 920 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) konnte am oberen Ende 30 Euro mehr verbuchen. Die Tonne wechselte für 1.130 bis 1.230 Euro den Besitzer.
Von einem Trend kann man bei Weichbleischrott dagegen nicht sprechen. Die Preise bewegten sich zwar die zweite Woche in Folge aufwärts. Sie lagen bei 1.280 bis 1.370 Euro, was ein Zugewinn von 30 Euro am unteren und 20 Euro am oberen Ende darstellt. Doch das Auf und Ab der vergangenen Monate sollte Warnung genug sein. Vermutlich geht es mit den Preisen für Weichbleischrott nächste Woche wieder nach unten.
Bei Kupferschrott war es jetzt schon soweit. Nach einer kurzen Verschnaufpause zu Monatsbeginn setzten die Preise nun ihre Talfahrt fort. Blanker Kupferschrott (Kabul) büßte 80 Euro am unteren und 50 Euro am oberen Ende ein. Die Tonne erbrachte nur noch zwischen 3.880 und 4.080 Euro.
Die Preise für Schwerkupferschrott (Kabul) schmolzen auf 3.610 bis 3.820 Euro. Das bedeutete gegenüber der Vorwoche ein Minus von 90 Euro am unteren und 50 Euro am oberen Ende. Kupferschrott hat damit seit Ende April rund 300 Euro an Wert verloren.
Besser sieht es da für Aluschrott aus. Die Preise der verschiedenen Schrottsorten blieben zuletzt weitgehend stabil. In dieser Woche konnten sie sogar moderat zulegen. Bis zu 30 Euro gab es mehr. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste 1.430 bis 1.480 Euro. Für Profilschrott (Alter) wurden zwischen 1.430 und 1.460 Euro fällig.





