Neue Produkte

Der Anlagenhersteller Lindner will bei seinen Kunden mit höherer Flexibilität überzeugen. Im Mittelpunkt steht vor allem das Schnellwechselsystem bei den Zweiwellenzerkleinerern. Dadurch ließen sich an einem Tag mehrere verschiedene Stoffe behandeln.

Lindner Gruppe setzt auf Flexibilität


Als Beispiel für die neue Flexibilität verweist Lindner auf den mobilen Zweiwellenzerkleinerer Miura mit dem neuen Lindner FX- Schnellwechselsystem, das ein rasches Wechseln der Schneidwerkzeuge ermöglicht. Der Wellenwechsel sei damit in wenigen Schritten erledigt. Der vollständige Wechsel eines Wellenpaars, also inklusive Aus- und Einbau, sei in weniger als 30 Minuten möglich.

„Mit dem mobilen Miura eröffnet sich für einen Shredder-Dienstleister eine völlig neue Welt der Flexibilität. Unsere Kunden haben nun stets das ideale Schneidwerkzeug dabei und sorgen so für maximale Produktivität pro Tag“, so Stefan Scheiflinger, Product Manager bei Lindner Recyclingtech. Altholz, Schrott oder beispielsweise Industriemüll könne durch das Schnellwechselsystem an einem Tag verarbeitet werden, ohne bei einem der Materialien einen Kompromiss eingehen zu müssen.

Hinzu komme, dass durch das hydraulische Ausklappen des Schneidrahmens ein verbesserter Zugang zu den Schneidwerkzeugen möglich sei. Servicearbeiten oder eine rasche Störstoffentnahme könne nun direkt an der Maschine erfolgen. Dadurch würden sich die Stillstandkosten wesentlich verringern.

Lindner Polaris – Einstufige Ersatzbrennstoffaufbereitung

Als weitere Produktneuheit hat Lindner den universellen Abfallzerkleinerer Polaris im Programm. Der Polaris ist ein langsam laufender Einwellenzerkleinerer, der speziell für unbehandelten Hausmüll, Industrie- und Gewerbemüll mit geringem Anteil an Störstoffen konzipiert wurde. Je nach Bedarf ist er als Vorzerkleinerer bzw. als 1-stufiger Zerkleinerer für die Ersatzbrennstoffaufbereitung einsetzbar.

Das Besondere bei Polaris ist laut Lindner die Zerkleinerungskraft der Materialien, die durch den Riemenantrieb und die verbesserte Übertragbarkeit des hohen Drehmoments auf die Zerkleinerungswelle ermöglicht wird. Das zerkleinerte Outputmaterial könne der direkten Verwendung als gröbere EBS-Fraktion, ohne vorgehende Separation, zugeführt werden oder als Input für nachfolgende Prozesse dienen.

Lindner Atlas – der Zweiwellenzerkleinerer für grobe Einsätze

Die dritte Neuheit ist der Zweiwellenzerkleinerer Lindner Atlas für unbehandelte Inputmaterialien mit einem hohen Anteil an Fremdstoffen. „Aufgrund des hohen Durchsatzes, dem aggressiven Einzug und seiner Prozessstabilität wird er unsere Kunden vom ersten Tag an überzeugen“, ist sich Product Manager Stefan Scheiflinger sicher. „Der schnelle Wechsel der gesamten Schneideinheit inklusive Wellenpaar in unter 60 Minuten ist rekordverdächtig und bietet für Kunden ein hohes finanzielles und personelles Einsparungspotenzial.“

Durch den Hydraulikantrieb in Getrennt-Bauweise werde der Schutz der Antriebseinheit und die platzsparende Integration garantiert, so Lindner. Ein weiterer Vorteil sei der vereinfachte Service: Stillstandzeiten für den Wellenwechsel würden auf ein Minimum reduziert, da die gesamte Zerkleinerungseinheit, getrennt von der Maschine, komfortabel in der Werkstätte gewartet werden kann. Ein Verlust der Produktivität, so Lindner, sei damit ausgeschlossen.

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