Entwicklung im zweiten Quartal

Die Stabilisierung der Stahlindustrie setzt sich fort: Im zweiten Quartal 2016 legten die Auftragseingänge für Walzstahl zu. Auch die Walzstahllieferungen zogen an.

Verbesserte Auftragslage bei den Stahlverarbeitern


Im zweiten Jahresviertel erreichten die deutschen Walzstahlwerke deutlich mehr Aufträge als noch im Vorjahr. Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) mitteilt, lag das Volumen bei 10,33 Millionen Tonnen – ein Plus von rund 12,5 Prozent. Den größten Sprung machten Aufträge aus dem Inland mit einem Anstieg um 16,3 Prozent auf 6,47 Millionen Tonnen. Für das erste Halbjahr zusammengenommen lag das Auftragsplus bei immerhin 7,6 Prozent.

Zugelegt haben im zweiten Quartal 2016 auch die Walzstahllieferungen: um 4,6 Prozent auf 10,17 Millionen Tonnen. Leicht gefallen sind dabei die Lieferungen ins Ausland (- 1,2 Prozent). Das Minus wurde aber durch ein Plus von 8,5 Prozent im Inland kompensiert. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres zusammengerechnet, sind die Lieferungen hingegen leicht um 0,7 Prozent zurückgegangen.

Im Monatsvergleich stieg der Auftragsbestand im Juni 2016 im Unterschied zu Juni 2015 um 16 Prozent auf 9,15 Millionen Tonnen an. Nach Angaben von WV Stahl spiegeln diese Zahlen „die bislang robuste Entwicklung der Stahlverarbeiter wider“. Hinzu komme, dass nach den Verwerfungen zum Jahreswechsel die Lagerbestände der Händler und Verarbeiter wieder aufgefüllt wurden. Herausfordernd bleibe jedoch vor allem die nach wie vor ungelöste Importkrise auf dem EU-Stahlmarkt.

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