Halbjahresbilanz

Der Anlagenhersteller Binder+Co hat das erste Halbjahr mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Gleichzeitig stieg der Auftragseingang auf ein Rekordhoch. Für das Gesamtjahr ist das Management optimistisch.

Binder+Co verbucht höheren Umsatz


Die ersten sechs Monate 2016 waren für den österreichischen Hersteller von Aufbereitungs- und Umwelttechnik erfreulich. So legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 52 Millionen zu. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um knapp 8 Prozent auf 700.000 Euro (1. Halbjahr 2015: 650.000 Euro).

Der Auftragseingang verbesserte sich ebenfalls deutlich: von rund 43 Millionen Euro auf 71 Millionen Euro in diesem Halbjahr. Per 30. Juni 2016 liegt der Auftragsstand mit 63,84 Millionen Euro um 14 Prozent über dem Vorjahr und damit auf sehr gutem Niveau, wie Binder + Co mitteilt. Grund für die gute Entwicklung sei im Unterschied zum Vorjahr eine gute Mischung aus ergebnisstarkem Einzelmaschinengeschäft und volumenstarken Anlagenaufträgen.

„Zwar konnten wir im 1. Halbjahr noch kein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaften. Aber der Auftragseingang bewegt sich seit Jahresbeginn auf hohem Niveau, und seit dem Ende des 1. Quartals ist auch eine Trendwende in der Ergebnisentwicklung erkennbar“, sagte Vorstandsmitglied Karl Grabner. Daher erwarte er für das Gesamtjahr, dass sowohl Umsatz als auch das Ergebnis über den Werten von 2015 liegen.

Mehr Investitionen

Dazu dürften auch die getätigten Investitionen beitragen. Im 1. Halbjahr 2016 wurde Binder zufolge mit 1,79 Millionen Euro etwas mehr als in den ersten sechs Monaten 2015 investiert. Fokus seien insbesondere die Neuausstattung der Bereiche Forschung und Entwicklung sowie After-Sales gewesen. Darüber hinaus sei Geld in Produktneuentwicklungen geflossen, etwa in den Bereichen Entwässerungs-, Sortier- und Verpackungstechnik.

Langfristig soll das neu gegründete amerikanische Tochterunternehmen Umsätze generieren, das seit August von Denver, Colorado, aus operiert. Laut Binder+Co konzentriert sich der neue Vertriebsstützpunkt vorerst auf die Vermarktung von Recyclingtechnik für Glas und Kunststoff. Zudem sollen künftig weitere Produkte aus dem Portfolio am US-Markt positioniert werden, beispielsweise Bublon (Verfahren zur Herstellung eines natürlichen Leichtbau- und Leichtfüllstoffs) sowie Trocknungs- und Siebtechnik. Für den Aufbau der neuen Niederlassung wurde bereits im Herbst 2015 Diplom-Ingenieur Johannes Pohl neu in den Vorstand berufen.

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