Fuhrparkmanagement
Ein Gabelstaplerproduzent hat ein neues Telematiksystem konzipiert, das auch für Fremdfabrikate geeignet ist. Betriebsleiter könnten damit drahtlos ihre Stapler verwalten und so die Produktivität erhöhen. Vor allem aber können sie Betriebs- und Wartungskosten reduzieren.
Kosten sparen mit drahtloser Tracking-Technologie
Einfach Smartphone oder Tablet zücken, den Browser öffnen und effizient den Stapler-Fuhrpark verwalten. Das verspricht der international tätige Flurförderzeuge-Hersteller Hyster seinen zukünftigen Kunden. Die Technologie mit Namen Hyster Tracker funktioniere drahtlos und rechne sich meist schon im ersten Jahr.
Bislang wurde der Hyster Tracker nur in firmeneigenen Produkten verbaut. Nun können aber auch Gegengewichts- und Lagertechnikstapler sowie Containerhandler fremder Anbieter damit ausgestattet werden. Generell erhebt das System laut Unternehmen, Nutzer- und Leistungskenndaten aller Stapler im Fuhrpark und analysiert sie. Zusätzlich würden Unfälle und Schäden aufgezeichnet.
„Oft ist den Unternehmen gar nicht bewusst, dass sie viel produktiver wären und Kosten sparen könnten, wenn sie die Daten eines präzisen Fuhrparkmanagementsystems nutzen würden“, sagt Thomas Toenders, Spezialist für Telematiklösungen bei Hyster.
Drahtlose Überwachung
Im Detail funktioniert die Tracking-Technologie wie folgt: Das System wird zunächst in den Fahrzeugen installiert und in bestehende WiFi-Netzwerke eingebunden. Alternativ kann laut Hyster ein GSM-Signal zur Datenübertragung genutzt werden. Während des Betriebs werden dann Einsatzstunden, Betriebskosten, regelmäßige Wartungsmaßnahmen und Aufpralldaten der Stapler protokolliert. Gleichzeitig erkenne das System auch zu wenig genutzte Stapler.
Die Daten werden anschließend versendet und gespeichert. Unter HysterTracker.com können Betriebsleiter via PC, Smartphone oder Tablet rund um die Uhr darauf zugreifen. Ferner besteht dem Hersteller zufolge die Möglichkeit, die Informationen grafisch aufbereiten zu lassen. Bei bestimmten Fehlern oder einem Aufprall würden zudem automatisch E-Mails versendet.
Höher Produktivität, geringere Kosten
Unterm Strich erkennen die Betriebsleiter, wie die Fahrzeuge besser und gleichmäßiger ausgelastet werden können. Das steigere zum einen die Produktivität und reduziere auf der anderen Seite Wartungs- und Servicekosten. Zudem könne über das System eine Leerlaufabschaltung des Staplers voreingestellt werden, wenn die Überwachungsfunktion erkennt, dass er nicht bewegt wird. Das helfe, Kraftstoff und Strom zu sparen.
Ein anderes Feature, um hohe Servicekosten sowie Stillstand zu vermeiden, ist die ‚drahtlose Prüfung‘. Damit lassen sich laut Hyster Inspektionen vor Schichtbeginn überwachen. Dabei können der Betriebsleiter festlegen, wann und wie oft Fahrer eine Checkliste durchgehen müssen. Probleme würden so schneller behoben.
Um Unfälle zu vermeiden, ermögliche der Tracker zu guter Letzt, bestimmte Stapler ausschließlich für befugte und entsprechend geschulte Fahrer freizuschalten. Diese ‚drahtlose Zugriffssteuerung‘ wird mithilfe von RFID-Karten sichergestellt, so das Unternehmen. Zusätzlich könne dadurch bei einem Vorfall der verantwortliche Fahrer ermittelt werden.


