Ergebnis 1. Halbjahr
Das Ergebnis des Metallrecyclers Scholz ist im ersten Halbjahr nochmal deutlich gefallen. Auch der Umsatz bleibt hinter dem Vorjahreswert zurück. Dennoch sieht sich Scholz im Plan.
Scholz sieht sich im Plan
Die Scholz-Gruppe hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein normalisiertes Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 35,6 Millionen Euro erreicht. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 56,0 Millionen Euro. Dennoch sieht sich die Gruppe im Plan: Sie rechnet für das Gesamtjahr 2016 unverändert mit einem normalisierten EBITDA „auf einem Niveau oberhalb von 70 Millionen Euro“.
Rückläufig war im ersten Halbjahr auch der Umsatz. Scholz erzielte zwischen Januar und Juni rund 897 Millionen Euro. Das bedeutet ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Laut Scholz waren die Rohstoffmärkte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres unverändert durch hohe Überkapazitäten und extreme Preisschwankungen gekennzeichnet. Für das Gesamtjahr erwartet der Metallrecycler einen Umsatz unter Vorjahr.
Positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung sind laut Scholz aus dem bevorstehenden Abschluss der finanziellen Restrukturierung und der Einbeziehung von Scholz in die Unternehmensgruppe des neuen Eigentümers Chiho-Tiande zu erwarten. Die Chiho-Tiande Group (CTG) ist ein führender chinesischer Recycler und Importeur gemischter Altmetalle sowie der größte Ankäufer von Alt-Elektromotoren aus Europa.
CTG hatte Scholz im Sommer über die CTG-Tochtergesellschaft Chiho Renewable Development Limited (CDRL) erworben. Der Kaufpreis betrug 1 Euro. Seither ist Scholz eine 100-prozentige Tocher von CTG. Operativ wird die Scholz Recycling GmbH nun die neue betriebliche Holding auf oberster Ebene der Scholz Gruppe. Die Scholz Holding GmbH wird künftig nur noch als reine Finanz-Holding fungieren.


