Markt für NE-Metalle
Die Notierungen für Industriemetalle erholen sich auf breiter Front. Auch die meisten Schrottpreise ziehen an. Lediglich bei Aluminiumschrott gibt es keine Bewegung. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.
Metallschrottpreise ziehen an – außer für Aluminiumschrott
So langsam wird das Zinn knapp. Neuesten Meldungen zufolge sind die Zinnbestände an der Londoner Metallbörse (LME) auf 2.900 Tonnen und damit auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2004 geschrumpft. Grund für diese Verknappung ist die steigende Nachfrage. Vor allem die chinesische Lötindustrie hat einen steigenden Bedarf.
Das Angebot aber stagniert. Der weltweit größte Zinnexporteuer, Indonesien, etwa müsste laut Experten monatlich 8.000 Tonnen ausführen, um den Weltmarkt auszugleichen. Tatsächlich liefert das südostasiatische Land nicht mal 5.000 Tonnen.
Zinnpreis steigt über die Marke von 20.000 US-Dollar
Die Folgen dieser Rohstoffpolitik kann man der LME beobachten. Während die Bestände im Lager abnehmen, legen die Preise für Zinn kräftig zu. Die Preiskurve verläuft schon seit Monaten nach oben. In dieser Woche ging es erstmals über die Marke von 20.000 US-Dollar hinaus. Der Dreimonatspreis für Zinn betrug am Mittwoch (26.10.) 20.345 US-Dollar pro Tonne. Das Metall war damit so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.
Auch die meisten anderen Notierungen für Industriemetalle konnten in dieser Handelswoche zulegen. Aluminium verteuerte sich im Vergleich zur Vorwoche um 53 US-Dollar pro Tonne. Das Leichtmetall erlöste 1.680 US-Dollar.
In ähnlicher Größenordnung gewann Zink hinzu. Die Tonne wurde für 2.351 gehandelt – ein Plus von 71 US-Dollar. Bei Blei waren es gar 90 Euro mehr als zuletzt. Die Tonne wechselte für 2.069 US-Dollar den Besitzer.
Verhältnismäßig bescheiden fiel das Preisplus dagegen bei Kupfer aus. Zwar konnte das rotbraune Metall mehr als 60 US-Dollar pro Tonne dazugewinnen. Bei einem Preis von 4.726 US-Dollar fiel dieser Zugewinn allerdings kaum ins Gewicht.
Ein Minus hatte einzig Nickel zu verkraften. Das Legierungsmetall verbilligte sich um 110 US-Dollar. Die Tonne erzielte gestern 10.190 US-Dollar.
Nickelschrott legt um 30 Euro zu
Der Aufschwung, der die meisten Notierungen für Industriemetalle nach oben zieht, kommt offensichtlich auch bei den Schrottpreisen an. Auch sie sind in dieser Woche überwiegend gestiegen. Das geht aus der Preiserhebung des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) hervor geht.
Demnach konnte sogar Nickelschrott Zugewinne verbuchen. V2A (Alt- und Neuschrott) kostete in dieser Woche zwischen 950 und 990 Euro. Die Tonne erlöste damit am unteren Ende 30 Euro mehr als vor sieben Tagen. Gleiches gilt für V4A (Alt- und Neuschrott). Hier erhöhte sich der Preis auf 1.230 bis 1.300 Euro.
Aufwärts ging es auch für Kupferschrott. Sowohl am unteren als auch am oberen Ende zogen die Preise um 50 Euro an. Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) erbrachte 4.150 bis 4.330 Euro pro Tonne. Schwerkupferschrott (Keule) verteuerte sich auf 3.860 bis 4.100 Euro.
Zu den Gewinnern zählten auch Altzink und Weichbleischrott. Altzink gewann 40 Euro pro am unteren Ende und 50 Euro am oberen Ende hinzu. Die Tonne erlöste 1.630 bis 1.680 Euro. Bei Weichbleischrott wurden Preise zwischen 1.630 und 1.690 Euro aufgerufen. Das bedeutete einen Preisanstieg von 90 Euro am unteren und 60 Euro am oberen Ende.
Weder hoch noch runter ging es dagegen für Aluminiumschrott. Hier blieben die Preise stabil. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste wie schon in der Vorwoche 1.410 bis 1.530 Euro. Profilschrott (Alter) verharrte bei Preisen zwischen 1.430 bis 1.530 Euro pro Tonne.





