Neue PPP-Gesellschaft
Im kommenden Jahr geht die neue Awigo Recycling GmbH an den Start. Mit der neuen Gesellschaft will der kommunale Entsorger Awigo flexibler am Verwertungsmarkt agieren und Synergieeffekte für andere Geschäftsfelder nutzen. Inzwischen steht auch fest, wer der private Partner sein wird.
Awigo hat privaten Partner gefunden
Die neue Gesellschaft Awigo Recycling wird zum 1. Januar 2017 die Sortierung, Vermarktung und Entsorgung der jährlich rund 15.000 Tonnen Sperrmüll aus Stadt und Landkreis Osnabrück übernehmen. Vorgesehen ist hierfür ein „Public-Private-Partnership“-Modell, bei dem der kommunale Entsorger Awigo 51 Prozent der Anteile hält, während die übrigen 49 Prozent vom gesuchten privatwirtschaftlichen Partner übernommen werden.
Hintergrund der Neugründung ist, dass Awigos aktueller Dienstleistungsvertrag für die Weiterverarbeitung der Sperrabfälle zum Ende dieses Jahres ausläuft. Awigo hat daher die 49-Prozent-Beteiligung an der neuen Gesellschaft ausgeschrieben. Durchgesetzt hat sich nun die Osnabrücker Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (kurz OAG), eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Osnabrücker Firma Meyer Entsorgung.
Flexibler am Verwertungsmarkt
Grundsätzlich wird damit die jahrelange Zusammenarbeit mit der OAG fortgesetzt, denn auch in den vergangenen Jahren sortierte und vermarktete die OAG die Sperrabfälle aus der Region. Mit der Firmengründung der Awigo Recycling sitzt fortan aber auch die Awigo mit im Boot. „Wir freuen uns auf die engere Zusammenarbeit mit einem langjährigen privaten Kooperationspartner und sind sicher, dass wir auch unser Know-how gewinnbringend in die Gesellschaft einbringen können“, erklärt Awigo-Geschäftsführer Christian Niehaves.
Awigo verspricht sich von der neuen Gesellschaft einige Vorteile. Zum einen könne Awigo mit der gemeinsamen Gesellschaft künftig die Dienstleistungsqualität und die Kostenentwicklung mitgestalten, erklärt Niehaves. Außerdem werde es über die neue Recyclinggesellschaft möglich sein, flexibler am Verwertungsmarkt zu agieren und Synergieeffekte für andere Geschäftsfelder zu nutzen.
Gebündelte Mengen
Im Vorfeld der Ausschreibung hatten sich Landkreis und Stadt darauf verständigt, ihre Mengen zu bündeln. Eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung der Stadt Osnabrück ist zu Beginn noch nicht vorgesehen. Diese Option bleibt aber auch nach Abschluss der Ausschreibung bestehen.
„Auch wir sind mit der Auswahl des privaten Partners zufrieden. Wir freuen uns, dass ein Osnabrücker Unternehmen den Zuschlag erhalten hat. Mit dem Standort im Stadtgebiet Osnabrück bleiben logistische Vorteile mit geringen Transportkosten erhalten“, so Axel Raue, Betriebsleiter des Osnabrücker ServiceBetriebs.