Tragischer Unfall
Tödlicher Unfall beim Rückwärtsfahren: In einem baden-württembergischen Ort wurde ein 84-jähriger Mann von einem Müllwagen überrollt. Er war sofort tot. Erst wenige Tage zuvor hat sich die Branche auf eine Branchenregel beim Rückwärtsfahren geeinigt.
Müllwagenfahrer überrollt 84-jährigen Fußgänger
In Waldenbruch im Landkreis Böblingen hat sich vor einer Woche ein tragischer Unfall ereignet. Ein 84-jähriger Mann wurde am 2. November von einem rückwärtsfahrenden Müllwagen erfasst, zu Boden geschleudert und überrollt. Wie die Polizei mitteilte, fuhr das Müllfahrzeug rückwärts in eine Sackgasse ein, um die Mülltonnen anschließend beim Ausfahren zu leeren. Der Fußgänger war offenbar in die gleiche Richtung unterwegs und war laut Polizei sofort tot.
Die Gefährlichkeit des Rückwärtsfahrens ist in der Branche längst bekannt. Lange wurde um eine neue Branchenregel gerungen, um die Unfallrisiken beim Müllsammeln möglichst klein zu halten. Ein angedachtes komplettes Rückwärtsfahrverbot wurde allerdings wieder fallengelassen, da es praktisch nicht zu realisieren gewesen wäre.
Stattdessen einigten sich die Branchenvertreter von knapp zwei Wochen darauf, dass Rückwärtsfahren nur noch unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. So sollen Entsorgungsunternehmen die Touren bei der Abfallabholung grundsätzlich so planen, dass Rückwärtsfahrten möglichst vermieden werden. Gelingt das nicht, soll mittels der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden, wie die gefahrlose Rückwärtsfahrt in dieser Situation durchzuführen ist. Dabei können auch Fahrerassistenzsysteme zum Einsatz kommen. Ist dies nicht der Fall, muss der Fahrer sich einweisen lassen.
Ob in dem aktuellen Fall der Fahrer eingewiesen wurde, ist noch unklar. Um die Umstände des tragischen Unglücks zu klären, hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen an die Unfallstelle gerufen. Es wird weiter ermittelt. Bis die Ergebnisse feststehen, kann es noch Monate dauern, sagte eine Polizeisprecherin.