Fachkräftemangel
In der privaten Entsorgungsbranche fehlen Kraftfahrer. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Entsorgerverbands BDE. Für den Großteil der BDE-Mitglieder ist der Fachkräftemangel das derzeit wichtigste Thema – wichtiger als die Konkurrenz durch kommunale Unternehmen.
Gesucht: Kraftfahrer für die Entsorgungsbranche
Unternehmen der deutschen Entsorgungswirtschaft beschäftigen vor allem die Themen Fachkräftemangel und Verstaatlichung. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederbefragung des privaten Entsorgerverbands BDE. Demnach gaben 65 Prozent der Unternehmen an, dass der Mangel an Kraftfahrern derzeit ein Thema in ihrem Betrieb ist.
Für 38 Prozent der Unternehmen ist darüber hinaus das Problem der zunehmenden Verstaatlichung ein Thema. Bei den Erwartungen der Unternehmen an die Politik für die kommende Legislaturperiode stehe der Wunsch nach fairem Wettbewerb zwischen privaten und staatlichen Unternehmen sogar ganz oben, teilt der BDE mit. So hätten mehr als ein Drittel der Unternehmen (36 Prozent) angegeben, dass sie in diesem Bereich Veränderungen von der Politik erwarten. Für 21 Prozent der Unternehmen sei eine generelle Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionssicherheit und mehr Recycling in der nächsten Legislaturperiode wichtig.
„Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung zeigen, dass die immer stärker zunehmende Verstaatlichung die Branche und damit eine wichtige Säule des deutschen Mittelstandes bedroht“, erklärt BDE-Präsident Peter Kurth. „Die systematische Diskriminierung privater Unternehmen im Entsorgungsbereich muss in der nächsten Legislaturperiode beendet werden.“

