Mannheimer Industriehafen

Ein Großbrand bei TSR Recycling hat am vergangenen Freitag die Feuerwehr in Mannheim in Schach gehalten. Bis zu 110 Feuerwehrleute, 34 Fahrzeuge und ein Löschboot waren im Einsatz. Anwohner waren aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Großbrand bei TSR Recycling


Brand TSR Recycling Mannheim

Löscharbeiten bei TSR Recycling im Mannheimer Industriehafen; Foto: Stadt Mannheim

Ein Großbrand bei der Recyclingfirma TSR im Mannheimer Industriehafen hat am vergangenen Freitag für Aufsehen gesorgt. Bis in die Nacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, gegen 23:00 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet, bis 2:30 Uhr waren die Feuerwehrleute noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Bis zum Samstagmorgen befand sich eine Brandwache an der Einsatzstelle, um zu kontrollieren, dass das Feuer nicht erneut auflodert.

Durch das Feuer war es in den Bereichen Industriehafen, Friesenheimer Insel, Luzenberg, Waldhof, Sandhofen, Schönau, Blumenau und Scharhof zu einer starken Rauchentwicklung mit erheblicher Geruchsbelästigung gekommen. Aufgrund der wechselnden Windrichtungen sei diese am Nachmittag bis in den Kreis Bergstraße und am Abend auch in Ludwigshafen wahrnehmbar gewesen, berichtet die Stadt Mannheim. Die Bevölkerung in den betroffenen Bereichen war auch in der Nacht noch aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.

Das Feuer war gegen 11:30 Uhr ausgebrochen. Es brannte Schredder-Vormaterial, das größtenteils aus Metall und einem geringen Anteil an Kunststoff bestand. Laut Medienberichten fingen rund 2.000 Tonnen Vormaterial Feuer. Zwischenzeitlich waren bis zu 110 Feuerwehrleute mit 34 Fahrzeugen von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort.

Verletzt wurde niemand. Auch die Luftmessungen, die von der Feuerwehr fortlaufend durchgeführt wurden, ergaben keinerlei gesundheitsgefährdende Konzentrationen von Stoffen.

Die Brandursache ist nach Angaben der Stadt Mannheim  noch unklar. Zur Klärung wurde bereits ein Sachverständiger hinzugezogen. Die zuständige Aufsichtsbehörde für das Unternehmen, das Regierungspräsidium Karlsruhe, war mit zwei Mitarbeitern vor Ort. Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Peter Kurz, ließ sich fortlaufend über das Einsatzgeschehen informieren.

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