Portfolioerweiterung
Der finnische Abfallmanagement-Konzern Evac erweitert sein Portfolio. Mit der Übernahme des schwedischen Entsorgers Uson Marine stellt sich Evac vor allem für Marine- und Offshore-Industrie-Kunden breiter auf. Der Bedarf dieser Kunden sei groß.
Evac Gruppe übernimmt Uson Marine
Der weltweit agierende Anbieter von integrierten Abfall-, Abwasser- und Wassermanagementsysteme Evac Group übernimmt den schwedischen Entsorger Uson Marine. Die Schweden sind vor allem auf die Entsorgung nasser und trockener Abfälle im Bereich Passagier-, Fracht, Handels- und Spezialschiffe sowie Offshore-Segment spezialisiert. Mit der Akquisition steigt der Jahresumsatz der finnischen Evac Group von 98 Millionen auf 110,6 Millionen Euro.
„Uson Marine bietet kompakte Systeme für die Sammlung und Behandlung von Nahrungsmittel- und Schiffskantinenabfällen sowie verschiedene Systeme zur Behandlung an trockener fester Abfällen“, sagt Claes Rudling, Geschäftsführer von Uson Marine. Diese Systeme passten strategisch sehr gut zur Evac Group. Gleichzeitig würden sie das bestehende Portfolio von Evac‘s Cleantech Solution-Segment um kompakte Lösungen für kleine und mittlere Schiffe ergänzen.
Darüber hinaus könne der Konzern nun Technologien wie elektromechanische Abfallverdichtung, gekühlte Lagerung und Vakkuumreinigung anbieten. Zudem habe man eine Software im Angebot, die zeige, wo Schiffe ihren Abfall entsorgen können oder nicht.
Starker Bedarf
Aus Sicht von Evac trägt die Übernahme dem gestiegenen Bedarf an nachhaltigen und umweltfreundlichen Systemen für Offshore-, Marine- und Flussschiffbetreiber Rechnung. Die Nachfrage sei derzeit aufgrund schärferer Gesetze und einer stärkeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit groß. Ferner würde das firmeneigene Know-how gestärkt, Fracht- und Handelsschiffe mit Trocken- und Lebensmittelabfallbehandlungssystemen nachzurüsten.
Zu den weiteren Vorteilen zählt Tomi Gardemeister, Präsident und Geschäftsführer der Evac Group, ein größeres globales Servicenetz. Evac verfüge nun über Niederlassungen in Brasilien, China, Finnland, Frankreich, Deutschland, Korea, Norwegen, Schweden und den USA sowie über Mitarbeiter und Repräsentanten in über 40 Ländern. Dieses Netzwerk erhöhe die lokale Service-Optionen wie aktuelle Systemanalysen, Prozess- und Systemdesign, Systeminstallation, Schulung und Support. Auch die angebotenen Erstausrüster-Ersatzteile seien besser als je zuvor erhältlich.