Fehlende Aufträge

Die Munitionsentsorgungsfirma Nammo Buck zieht sich wegen fehlender Aufträge aus der Uckermark zurück. Dort werden bislang Raketen, Minen und Handgranaten demontiert und recycelt. [ Video ]

Munitionsentsorger gibt Werk auf


Die Munitionsentsorgungsfirma Nammo Buck zieht sich wegen massiven Auftragsrückgangs aus dem Standort in Pinnow (Uckermark) zurück. Zum Jahresende werde das Werk aufgegeben, teilte das Unternehmen am Montag mit.

2008 entschieden sich 107 Staaten, Streumunition zu bannen, heute seien Europas Vorräte vernichtet, hieß es zur Begründung. Daher müsse das Personal reduziert werden, sagte Geschäftsführer Christoph Rüssel. Nach dem bereits im Vorjahr Stellen abgebaut wurden, werde die derzeitige Mitarbeiterzahl von 31 auf 10 reduziert, hieß es auf einer Belegschaftsversammlung.

Das 20 Hektar große Gelände in Pinnow sei dann zu groß, hieß es. Seit 1991 werden dort Raketen, Raketenmunition, Minen, Handgranaten, Zünder und pyrotechnische Materialien demontiert, entgiftet und vernichtet oder recycled. Der Brandenburger Standort Storkow (Oder-Spree) werde aber beibehalten.

Nammo mit Hauptsitz in Norwegen bietet seine Leistungen weiter weltweit an. 2.300 Beschäftigte arbeiten an 30 Standorten in 14 Ländern.


Video: Hochexplosive Fracht – Aus Streubomben wird Altmetall

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© 320°/dpa | 28.05.2018
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