Pilotprojekt
In dieser Woche werden in Ingolstadt erste Unflurcontainer installiert. Für die Container sprechen das höhere Sammelvolumen und der geringere Platzbedarf. Aber auch die Müllwerker profitieren davon.
Ingolstadt testet Unterflurcontainer
Ab dieser Woche werden die ersten Unterflurcontainer in Ingolstadt für die Abfallsammlung in Betrieb genommen. Im Rahmen eines Pilotprojektes zwischen den Ingolstädter Kommunalbetrieben und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) werden damit vorerst bei zwei Wohnanlagen Erfahrungen gesammelt.
Worum geht es?
- Bei den Unterflurcontainern sind die Abfallbehälter in der Erde versenkt und nur die Einwurfschächte oberirdisch.
- Ein Unterflursystem mit 8 Containern ersetzt circa 32 Abfallcontainer mit einem Volumen von 1.100 Litern.
- Das Unterflursystem benötigt lediglich eine Fläche von rund 32 Quadratmetern, teilt die Stadt mit. 32 große Abfallcontainer hingegen beanspruchen eine Fläche von mehr als 60 Quadratmetern.
- Die Anwohner, die an Unterflurcontainer angeschlossen sind, können mit ihrem Haustürschlüssel die Klappe der Einwurfschächte öffnen und ihren Abfall einfach einwerfen.
- Die Container fassen mit ihren in die Erde eingelassenen Behältern jeweils bis zu 5 Kubikmeter Abfall. Dabei ist jeder Einwurf für den jeweiligen Abfall klar gekennzeichnet.
- Bei den Versuchsstandorten in Ingolstadt gibt es jeweils 3 Schächte für Restmüll, 2 für das Altpapier und 3 für die Verpackungsabfälle des Gelben Sacks. Bioabfälle werden weiterhin über die gewohnten Abfalltonnen gesammelt.
Für das Pilotprojekt zum Testen der Unterflurcontainer konnten die Kommunalbetriebe die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) gewinnen. „Neben der Platzeinsparung erhoffen wir uns saubere Müllplätze und durch die Aufbewahrung unter der Erde wird es keine Belästigung durch Geruch oder Ungeziefer geben. Auch die übersichtliche Bedienung und der ebenerdig barrierefreie Einwurf erleichtern die Benutzung für unsere Mieter“, erklärt Peter Karmann, Geschäftsführer der GWG.
Für die Kommunalbetriebe steht neben der Nutzung durch den Verbraucher auch die Entleerung der Container im Fokus. Dabei wird der Container mit einem Spezialfahrzeug nach oben gehoben, entleert und wieder im Boden versenkt. Bei dem größeren Sammelvolumen der Unterflurcontainer muss auch weniger oft entleert werden.
„Für unsere Müllwerker erhoffen wir uns eine Arbeitserleichterung, da sie weniger der großen und auch schweren Abfallrollcontainer bewegen müssen. Der Entleerungsvorgang gestaltet sich insgesamt effizient“, so Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe. Das Abfallsystem erfülle die Anforderungen an ein modernes Stadtbild und unterstütze die optimale Flächennutzung und Raumentwicklung.

