Analyse von Proben

Viele Bau- und Abbruchabfälle sind mit Asbest oder krebserregenden künstlichen Mineralfasern belastet. Eine neue VDI-Richtlinie zeigt auf, wie Proben aus solchen Abfällen aufbereitet werden sollten und wie der Asbestgehalt in den Proben bestimmt wird.

VDI-Richtlinie zu Asbest in Bau- und Abbruchabfällen


Asbest findet sich in vielen Bereichen – in Bedachungen, Fassadenplatten, Isolierungen, Klebern, Fußbodenbelägen, Dichtungen, Leichtbauplatten und Rohren. Das gilt vor allem für Gebäude der Baujahre bis 1995. Ein nicht fachgerechter Umgang mit diesen Bau- und Abbruchabfällen kann eine Freisetzung der schädlichen Stoffe bewirken. Umso wichtiger ist daher die vorhergehende Untersuchung der zu recycelnden Materialien auf Asbest und krebserregende künstliche Mineralfasern.

Wie das am besten gemacht wird, zeigt die neue VDI-Richtlinie VDI 3876. Sie legt fest, wie Proben aus Bau- und Abbruchabfällen aufbereitet werden sollten, wenn diese qualitativ auf Asbesthaltigkeit untersucht werden sollen. Weiterhin gibt sie vor, wie der Asbestgehalt in den Proben quantitativ bestimmt werden sollte. Dieselben Methoden können auch zum Auffinden von künstlichen Mineralfasern herangezogen werden.

Die Richtlinie erläutert dabei die Grundlagen der Untersuchung und deren Verfahrensablauf. Herausgeber der Richtlinie VDI 3876 „Messen von Asbest in Bau- und Abbruchabfällen sowie daraus gewonnenen Recyclingmaterialien – Probenaufbereitung und Analyse“ ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Die Richtlinie erscheint im November 2018 in deutsch/englischer Fassung und kann ab sofort zum Preis von EUR 63,90 beim Beuth Verlag in Berlin bestellt werden.

 

© 320° | 16.10.2018
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