Höhere Frachtkosten

Das Niedrigwasser in den Bundeswasserstraßen beschert der Schrottwirtschaft höhere Frachtkosten. Bislang bleiben die Stahlrecycler auf den Mehrkosten sitzen. Doch jetzt regt sich Widerstand.

Stahlrecycler wollen Mehrkosten nicht alleine tragen


Das aktuell herrschende Niedrigwasser in den Bundeswasserstraßen stellt die Stahlrecyclingwirtschaft vor Probleme. Einerseits bestehen für Schrott und Sekundärrohstoffe deutlich geringere Ladekapazitäten, beklagt der Stahlrecyclingverband BDSV. Die vertragsgemäße Abnahme bei den industriellen Schrott-Anfallstellen sowie die Belieferung der Stahlwerke entlang der Wasserstraßen sei kaum noch möglich. Andrerseits seien die Frachtsätze dramatisch gestiegen.

„Statt des üblichen kalkulatorischen Frachtsatzes auf Rhein/Main/Neckar von 10 bis 12 Euro pro Tonne müssen derzeit 35 bis 40 Euro je Tonne realisiert werden“, rechnet der Verband vor. Die Alternative des Transports per Güterbahn oder Lkw bestehe nicht, da auch dort aufgrund der erhöhten Nachfrage Engpässe bestehen und die Kosten explodiert sind.

„Es kann nicht angehen, dass die explodierenden Frachtkosten allein vom Schrotthandel aufgefangen werden. Das Extremwetterereignis und seine Auswirkungen müssen von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette solidarisch getragen werden“, fordert BDSV-Hauptgeschäftsführer Rainer Cosson. Er appelliert an die Erzeuger von Schrott und Abnehmer der Sekundärrohstoffe, für konstruktive Gespräche über eine gerechte Teilung der Mehrkosten offen zu sein.

 

© 320° | 17.10.2018
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