Neue Kampagne

Im kommenden Jahr soll die neue Kampagne der dualen Systeme starten. Das Ziel: Die Mülltrennung der Bürger zu verbessern. Die ersten Inhalte der Kampagne stehen nun fest.

„Recycle Deine Meinung“


Die geplante Kampagne ist auch für die Macher der Werbeagentur Scholz & Friends keine einfache Aufgabe. Denn die Kampagne soll zwei Ziele zugleich verfolgen: Zum einen, die Einstellung der Deutschen zur Abfalltrennung zu ändern, was gemeinhin als durchaus schwierige Kommunikationsaufgabe gilt. Und zum anderen, eine Verhaltensänderung zu bewirken – nämlich die Deutschen zu besseren Mülltrennern zu machen.

Wie das gehen soll, hat Scholz & Friends am vergangenen Donnerstag bei der Fachkonferenz „Recyclingfähigkeit und Sekundärrohstoffeinsatz bei Verpackungen“ in Berlin vorgestellt. Es gehe darum, bestehende Vorurteile gegenüber dem Recyclingsystem in Deutschland abzubauen, erklärte ein Vertreter der Agentur. Viele Menschen hätten Zweifel, dass das Recycling tatsächlich umgesetzt wird, wie es versprochen wird. So würden immer noch 40 Prozent der Bürger bezweifeln, dass der Müll tatsächlich recycelt wird.

Von daher sei geplant, zunächst die Vorurteile in den Köpfen abzubauen. Im nächsten Schritt gehe es darum, den Bürger in einer Verhaltensänderung zu bestärken. Dazu sind verschiedene Teilkampagnen geplant, die auf eine bessere Mülltrennung abzielen. Allen Teilkampagnen gemein ist der Slogan: „Recycle Deine Meinung. Mülltrennung wirkt.“

So ist unter anderem die Teilkampagne „Trennen statt verbrennen“ geplant. Hierzu ist der Text vorgesehen: „85 Prozent werden bereits verwertet, wenn es in der richtigen Tonne landet. 100 Prozent, von dem, was in der schwarzen Tonne landet, wird verbrannt. Recycle Deine Meinung. Mülltrennung wirkt.“

Oder der Text: „Das sind keine faulen Säcke. Alles, was Du richtig trennst, wird von uns recycelt. Recycle Deine Meinung. Mülltrennung wirkt.“ Auch die Einsparung von CO2-Emissionen durch Mülltrennung soll thematisiert werden.

Auftraggeber der Kampagne sind die dualen Systeme. Start der Kampagne soll im kommenden Jahr sein. Geplant ist zunächst eine Testphase in einem Landkreis oder einer Stadt, um den Effekt der Kampagne zu prüfen. Dies soll voraussichtlich im zweiten Quartal geschehen.

Danach, im Jahr 2020, ist der Rollout auf ganz Deutschland geplant. Dann soll die Kampagne mit weiteren kreativen Elementen gespickt werden. In diesem Stadium ist dann auch die bundesweite TV-Werbung vorgesehen.

 

© 320° | 10.12.2018

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