Was sonst noch passiert

• PreZero tritt geTON bei • Immer mehr Bauschutt • Goldpreis weiter im Höhenflug • Andreae wechselt an BDEW-Spitze • „Deutliches Rezessionssignal“ • Ermittlung gegen Stahl aus Asien • Knettenbrech + Gudulic kauft zu • Salzgitter rüstet um • Klimaneutraler Südwesten? Weitere Kurznachrichten finden Sie hier:

Kurznachrichten im Überblick



  • PreZero tritt geTON bei

15.08.2019 | Die Unternehmen PreZero Dual, Lidl und Kaufland sind der Initiative geTon (Gelbe Tonne) beigetreten. PreZero ist das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen der Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören. Zusammen mit Lidl, Kaufland und geTON will PreZero im September eine bundesweite Aktion starten, die sich beim Einkauf gezielt an die Verbraucher richtet. Im Rahmen einer Informationstour vor Lidl- und Kaufland-Filialen sollen Kunden darüber informiert werden, dass richtige Abfalltrennung ein Beitrag zum Schutz des Klimas ist.

„Mit der internationalen Plastikstrategie REset Plastic liefert die Schwarz Gruppe einen globalen Lösungsansatz zum schonenden Umgang mit Ressourcen und zur Reduzierung von Plastikmüll. Dazu gehört auch, dass wir Bürger aktiv informieren wollen, welchen wichtigen Beitrag sie zu mehr Recycling leisten können“, erklärt PreZero-Geschäftsführer Dietmar Böhm und ergänzt: „Wenn Recycling in Deutschland funktionieren soll und wir damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen, müssen alle – Produzenten, Händler, Entsorger und Recycler – mithelfen. Und eben auch die Verbraucher.“

geTon vereint Unternehmen aus allen Bereichen der Kreislaufwirtschaft: Hersteller von Verpackungen, Markenunternehmen, Handel, duale Systeme und die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft. Aller Firmen vereint das Ziel, das Verpackungsrecycling in Deutschland zu optimieren.


  • Immer größere Bauschuttmengen

13.08.2019 | Aufgrund der guten Baukonjunktur fallen immer größere Mengen an Bauschutt an. Doch inzwischen seien die Entsorgungskapazitäten ausgelastet, berichtet der bvse-Fachverband Mineralik. Die erheblichen Engpässe an Verfüll- und Deponiekapazitäten seien inzwischen bundesweit zu beobachten. Dies führe unter anderem dazu, dass teilweise weite Transportwege in Kauf genommen werden müssten, um die anfallenden Bau- und Abbruchabfälle überhaupt entsorgen zu können.

Hinzu komme, dass immer weniger Abbauflächen für natürliche Rohstoffe verfügbar seien. Das führe mittlerweile zu Engpässen und spürbaren Kostensteigerungen bei der Versorgung mit Primärrohstoffen. „Das wird unweigerlich zu signifikant steigenden Baukosten führen, wenn hier nicht deutlich umgesteuert wird“, mahnt der bvse. Während nämlich die Inputmengen bei den Recyclinganlagen steigen, verharre die Nachfrage nach Recyclingbaustoffen auf niedrigem Niveau. Teilweise berichten die Recyclingunternehmen davon, dass die Nachfrage sogar zurückgehe.

„Wir können diese Probleme nur lösen, wenn deutlich mehr Recyclingbaustoffe nachgefragt werden. Erst dann können und werden die Unternehmen auch die Recyclingkapazitäten erhöhen. Wir können nicht auf Halde produzieren, dafür fehlen die nötigen Lagerkapazitäten und das lässt sich betriebswirtschaftlich auch nicht durchhalten“, erklärt bvse-Geschäftsführer Stefan Schmidmeyer.


  • Goldpreis weiter im Höhenflug

13.08.2019 (dpa) | Der Goldpreis hat am Dienstag den jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Gegen Mittag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) auf 1535,11 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2013. Seit Anfang Juni ist der Goldpreis um knapp 20 Prozent gestiegen.

„Die Nachrichtenlage lässt die Anleger weiter Zuflucht in den sicheren Hafen Gold suchen“, beschreibt Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank die Stimmung am Markt. Zuletzt hatten die Regierungskrise in Italien, die Aussicht auf einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU und der Handelskonflikt zwischen den USA und China immer wieder Unsicherheit an den Finanzmärkten geschürt und vermeintlich sichere Anlagen gestützt. Die Folge ist auch ein erneuter Rückgang der Renditen bei Staatsanleihen. Dies macht Anlagen in Gold attraktiver.


  • Andreae wechselt an BDEW-Spitze

13.08.2019 (dpa) | Der Wechsel der Grünen-Politikerin Kerstin Andreae an die Spitze des einflussreichen Energieverbandes BDEW ist perfekt. Der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft berief Andreae am Dienstag zur neuen Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung. Andreae wird zum 1. November Nachfolgerin von Stefan Kapferer, der als neuer Chef zum Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz geht. Zuvor hatte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) für den BDEW-Posten abgesagt.

Der BDEW vertritt mehr als 1.800 Unternehmen der deutschen Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft – auch aus der Kohlebranche, zu der die Grünen nicht das beste Verhältnis pflegen. Als vorrangige Themen bei der Energiewende nannte Andreae den Ausbau der Stromnetze sowie Fragen der Akzeptanz in der Bevölkerung. So gibt es etwa beim Ausbau von Windrädern erhebliche Widerstände vor Ort.


  • „Deutliches Rezessionssignal“

13.08.2019 (dpa) | Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sind im August auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011 gefallen. Das Stimmungsbarometer der deutschen Finanzexperten sei im August um 19,6 Punkte auf minus 44,1 Zähler gefallen, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Das war bereits der vierte Rückgang in Folge.

Das Umfrageergebnis zeige einen erheblich verschlechterten Ausblick für die deutsche Konjunktur, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, das damit verbundene Risiko eines globalen Abwertungswettlaufs sowie die gestiegene Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal-Brexit treffen auf ein ohnehin abgeschwächtes Wirtschaftswachstum.“ Die Entwicklung der deutschen Exporte und der Industrieproduktion dürfte sich laut Wambach weiter verschlechtern.

Bankökonomen interpretierten die Resultate ähnlich finster. Die ZEW-Umfrage liefere ein deutliches Rezessionssignal für die deutsche Wirtschaft, sagte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg. Zumindest steige die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland in eine technische Rezession mit zwei Quartalen Negativwachstum in Folge rutsche.


  • Ermittlung gegen Stahl aus Asien

13.08.2019 (dpa) | Die EU-Kommission geht Vorwürfen nach, dass Stahlhersteller aus China, Taiwan und Indonesien bestimmte Produkte unter Wert in Europa verkaufen. Ermittlungen seien eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Es gehe unter anderem um flachgewalzte Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl.

Der europäische Stahlverband Eurofer hatte sich zuvor beschwert, dass Produkte aus diesen Ländern zu Dumpingpreisen verkauft würden und EU-Hersteller dadurch schädigten. Die EU-Kommission hat nun bis zu acht Monate Zeit, um Beweise zu sammeln und gegebenenfalls Strafmaßnahmen zu verhängen. Die europäische Stahlbranche beklagt seit geraumer Zeit unfairen Wettbewerb durch staatlich unterstützte Produkte, vor allem aus China.


  • Knettenbrech + Gudulic kauft zu

12.08.2019 | Das Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gudulic hat das süddeutsche Entsorgungsunternehmen Götzfried + Pitzer (G+P) erworben. G+P ist an den Standorten Ulm/Neu-Ulm sowie Türkheim (Allgäu) in den Wertschöpfungsstufen Erfassung, Sortierung sowie Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen aktiv. Mit rund 60 Mitarbeitern erzielt das bisher zur Mannheimer MVV Umwelt gehörende Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 14 Millionen Euro.

Knettenbrech + Gurdulic kündigte an, in die Standorte in Ulm und Türkheim zu investieren und die Wertschöpfungskette vor Ort zu erweitern. Die Firmengruppe zählt mit über 200 Millionen Euro Jahresumsatz zu den führenden Branchenunternehmen der Abfallwirtschaft in Deutschland. Das Familienunternehmen wurde 2001 in Wiesbaden gegründet und beschäftigt heute über 1.300 Mitarbeiter an 14 Standorten in 7 Bundesländern.


  • Salzgitter rüstet um

12.08.2019 (dpa) | Der Stahlhersteller Salzgitter will den Ausstoß klimaschädlicher CO2-Treibhausgase bei der Produktion deutlich senken. Die Politik müsse möglichst schnell die Voraussetzungen für eine Dekarbonisierung der Stahlproduktion in Deutschland schaffen, mahnte der Vorstandsvorsitzende von Salzgitter Stahl, Heinz Jörg Fuhrmann, im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Von der Politik erwarte er dafür „nicht nur aufmunternde Worte, sondern zeitnah wirkungsvolle Unterstützung“.

Das beginne bei der Anschubfinanzierung und ende bei den Strompreisen. „Strom ist zentral, wenn wir unsere Produktion dekarbonisieren wollen“, sagte Fuhrmann. So lange aber beispielsweise jede Kilowattstunde Windstrom mit der EEG-Umlage belastet werde, werde man nicht zu international wettbewerbsfähigen Kosten CO2-arm produzieren können.

Die Umrüstung des Hüttenwerks in Salzgitter kostet laut Fuhrmann im ersten Schritt etwa eine Milliarde Euro. Die gesamte Umrüstung würde sich auf ein Mehrfaches dessen belaufen. Das Unternehmen habe bereits konkrete Pläne für den Transformationsprozess: „Kerngedanke ist der schrittweise Ersatz von Kohle bei der Erzeugung von Eisen durch Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Quellen.“ Am Ende stünde eine Verminderung der CO2-Emissionen um 95 Prozent.


  • Klimaneutraler Südwesten?

07.09.2019 (dpa) | Baden-Württemberg soll nach Vorstellung der Grünen als erstes Bundesland bis 2040 klimaneutral werden und komplett auf den Gebrauch fossilen Energieträger verzichten. Das sieht der Leitantrag des Grünen-Landesvorstands für den Landesparteitag im September 2019 in Sindelfingen vor, der an diesem Freitag den Delegierten zugehen soll.

„Wir wollen die Treibhausgase auf Null senken – durch den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien, durch eine radikale Verkehrswende, durch klimaneutrales Bauen und eine Modernisierung der Wirtschaft“, sagte Grünen-Landeschefin Sandra Detzer der Südwest-Presse. „Baden-Württemberg soll Klima-Musterland werden.“


  • Gewinneinbruch bei Voestalpine

07.08.2019 (dpa) | Dem österreichische Stahlkonzern Voestalpine machen die schwächere Konjunktur sowie hohe Rohstoffpreise zu schaffen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 (30. März) brach das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um mehr als ein Viertel auf 371 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch in Linz mitteilte. Noch deutlicher fiel das Ergebnis nach Steuern, das von 226 Millionen auf 90 Millionen Euro sank.

Sinkende Stahlpreise drückten infolge der abflauenden Konjunktur auf die Gewinne. Stark gestiegene Preise für das für die Stahlproduktion nötige Vorprodukt Eisenerz konnten nicht weitergegeben werden. Dazu lasteten höhere Kosten für CO2-Emissionszertifikate in der Europäischen Union auf den Margen. Voestalpine will nun weiter sparen und die Effizienz verbessern, um dem Druck zu begegnen. Für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 peilt Voestalpine ein Ebitda in etwa auf Vorjahresniveau an.

Die Stahlindustrie befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die internationalen Handelskonflikte haben zu einer deutlichen Eintrübung der Weltkonjunktur geführt. Dabei trifft die Unternehmen als wichtigen Zulieferer die Schwäche der Autoindustrie besonders. Die Stahlbranche leidet zudem unter hohen Überkapazitäten, die Werke sind nicht ausgelastet. Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal fährt daher seine Produktion in Europa herunter.


  • Handelskrieg treibt Goldpreis

07.08.2019 (dpa) | Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat den Goldpreis auf den höchsten Wert seit Jahren getrieben. Am Mittwoch kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals seit 2013 wieder mehr als 1.500 US-Dollar. Im Nachmittagshandel stieg der Preis für das Edelmetall zeitweise auf bis zu 1.500,25 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2013.

Stärkster Preistreiber bleibt die Sorge vor den Folgen des eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China. Diese treibt die Anleger in sogenannte sichere Häfen, zu denen auch Gold gezählt wird.

Neben der Sorge vor dem Handelskonflikt wird die starke Nachfrage nach Gold aber auch mit sinkenden Zinsen erklärt. Nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins Ende Juli erstmals seit mehr als zehn Jahren gesenkt und weitere Senkungen in Aussicht gestellt hatte, folgten am Mittwoch verschiedene Notenbanken aus dem asiatisch-pazifischen Raum dem Beispiel, darunter die Zentralbank von Indien. Da Gold keine Zinsen bringt, wird das Edelmetall bei den aktuellen Mini-Zinsen für Anleger attraktiver.


  • Airport verbietet Wasserflaschen

03.08.2019 (dpa) – Der Flughafen von San Francisco verbietet den Verkauf von Wasser von Plastikflaschen, um Müll zu reduzieren. Am Flughafen gebe es fast 100 Trinkbrunnen, an denen Passagiere und Mitarbeiter ihre wiederverwertbaren Behälter auffüllen könnten, wie die Betreibergesellschaft am Freitag (Ortszeit) über Twitter erklärte. Auch Airline-Lounges dürfen demnach ab 20. August kein Wasser in Plastikflaschen mehr anbieten.

Die Läden am Flughafen dürften unten anderem leere wiederverwertbare Flaschen oder Wasser in Glasflaschen verkaufen, hieß es weiter. In dem kalifornischen Flughafen gelten seit April auch Beschränkungen für Einweggeschirr.


  • real setzt auf unverpackt

01.08.2019 | Bislang gab es das neue Mehrwegkonzept der Supermarktkette real nun in einzelnen Märkten, ab August 2019 wird es nun aber auch bundesweit angeboten. So können sich Kunden in nahezu allen Märkten Wurst-, Käse- und Fleischwaren in eigene Behälter verpacken lassen.

Um hygienische Risiken den gesetzlichen Vorgaben entsprechend vollständig zu vermeiden, wurde ein einfacher Ablauf eingeführt: Der Kunde stellt hierfür seinen Mehrwegbehälter geöffnet auf ein gesondertes Tablett, das als Hygienebarriere dient. Ist das Gefäß augenscheinlich sauber, nimmt der Mitarbeiter das Tablett über die Theke, tariert das Gewicht von Tablett und Behälter aus und legt die Ware hinein. Die Dose wird mit dem Waagenbon versehen und der Mitarbeiter reicht die Bestellung wieder auf dem Tablett über die Theke zurück an den Kunden.

Der Behälter des Kunden kommt dadurch zu keinem Zeitpunkt mit der Theke in Berührung. Als weitere Maßnahme dürfen die Behälter nicht innerhalb der verschiedenen Frischetheken weiter gereicht werden. Zudem dürfen Lebensmittel, die sich gegenseitig beeinflussen können, nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch in eine Mehrwegdose gefüllt werden.


  • Projekte für CO2-freies Fliegen

01.08.2019 (dpa) | Hannovers Flughafen-Chef Raoul Hille fordert mehr Geld für die Erprobung klimaschonender Kerosin-Alternativen. „CO2-freies Fliegen wird möglich sein in 20 Jahren, vielleicht schon eher“, sagte Hille der Deutschen Presse-Agentur. „Aus CO2 und Wasser kann mit regenerativer Energie synthetisches Kerosin hergestellt werden. Das ermöglicht CO2-freies Fliegen. Im Labormaßstab funktioniert das schon. Binnen zehn Jahren ist das im großindustriellen Maßstab zu machen.“

Um entsprechende Projekte zu finanzieren, solle die Luftverkehrsabgabe von rund einer Milliarde Euro im Jahr zweckgebunden dafür genutzt werden, schlug Hille vor. Europa habe die Chance, mit der Power-to-Liquid-Technologie eine weltweit führende Rolle einzunehmen, sagte der Manager weiter. „Das wäre ein Segen für die Umwelt.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte jüngst gemahnt, an die Verwendung von PtX (Power-to-X) strenge ökologische Maßstäbe anzulegen. Für eine klimapolitisch sinnvolle Nutzung von PtX müsse es sich um Produkte aus Erneuerbaren Energien handeln, sagte sie.

Hille hält mit Blick darauf ein Pilotprojekt in Niedersachsen für denkbar, wo an der Küste viel Windenergie produziert wird. „Statt die Windräder in Norddeutschland abzuschalten, weil das Stromnetz die Energie nicht aufnehmen kann, können wir daraus doch synthetisches Kerosin herstellen“, sagte er. Und auch die Autoindustrie könne so gewonnene synthetische Kraftstoffe nutzen.


  • Landbell tritt „Prevent“ bei

01.08.2019 | Die Landbell Group ist der Abfall- und Kreislaufwirtschaftsallianz „PREVENT“ beigetreten. Die Allianz wurde im vergangenen Monat vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit Indonesien und Ghana ins Leben gerufen. Inzwischen sind über 30 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen vertreten. Ihr gemeinsames Ziel: der Aufbau einer funktionierenden Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Landbell will sich in die Allianz mit seiner Erfahrung als Recycling-Dienstleister mit 35 Rücknahmesystemen in 15 Ländern vor allem zu den Themen Sammlung und Verwertung von Verpackungen und Elektroaltgeräten sowie Kommunale Abfallwirtschaft und Rahmenbedingungen einbringen. Aufgabe der Arbeitsgruppen ist es unter anderem, „best practices“ aus verschiedenen Ländern zu sammeln, gemeinsam mit Experten vor Ort Lösungskonzepte zu erarbeiten und diese dann im Rahmen von Modellprojekten umzusetzen.


  • Zustimmung zu Bayerns Vorstoß

31.07.2019 (dpa) | Niedersachsens Umweltministerium hat sich offen gezeigt für die Idee der bayerischen Staatsregierung für ein bundesweites Plastiktütenverbot. „Das Umweltressort steht der Idee aus Bayern durchaus aufgeschlossen gegenüber“, teilte eine Sprecherin von Umweltminister Olaf Lies (SPD) in Hannover am Mittwoch mit. Man werde den Vorstoß prüfen und könne sich eine gemeinsame Bundesratsinitiative zur Vermeidung von Plastikmüll vorstellen. Aus Bremen hieß es, man werde sich dazu äußern, wenn es konkrete Vorschläge gebe. „Jeder Verzicht auf Plastik ist gut“, sagte ein Sprecher von Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne).

Die bayerische Regierung aus CSU und Freien Wählern hatte am Dienstag angekündigt, die Bundesregierung mit einer Bundesratsinitiative aufzufordern, schon das «Inverkehrbringen» von Plastiktüten zu verbieten. «Wir wollen ein Signal für die Umwelt setzen, über das Thema Energie hinaus», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).


  • Insolvenzverwalter für Eisenmann

31.07.2019 (dpa) Der Rechtsanwalt Joachim Exner ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter des angeschlagenen Anlagenbauers Eisenmanns bestellt worden. Dies teilte das Familienunternehmen am Mittwoch in Böblingen mit. Das Unternehmen mit weltweit mehr als 3.000 Mitarbeitern werde alles tun, um es trotz der eingetretenen schwierigen Situation zu stabilisieren und eine unter den Insolvenzbedingungen bestmögliche Lösung für Mitarbeiter und Gläubiger zu erreichen, hieß es.

Der vorläufige Insolvenzverwalter von Eisenmann wird laut Mitteilung nun mit den Beteiligten sehr kurzfristig Gespräche aufnehmen, um die Sanierungsmöglichkeiten für die Unternehmensgruppe im Ganzen oder in Teilen zu prüfen. Das Familienunternehmen ist unter anderem im Bereich Lackieranlagen und Umwelttechnik aktiv.

Das Unternehmen hatte am Montag Insolvenz beantragt. Er hatte 2018 einen hohen Verlust eingefahren. Die Akquisition und Abwicklung diverser Großprojekte hätten dazu geführt, teilte das Unternehmen mit, ohne genauere Angaben zu machen.

Für das Geschäft mit den Lackieranlagen wird nun ein strategischer Partner gesucht. Das Umwelttechnik-Geschäft will Eisenmann offenbar selbst weiterführen. Eisenmann Umwelttechnik stellt unter anderem thermische Verwertungsanlagen Anlagen her, in denen beispielsweise heizwertreiche Produktionsreststoffe und Rückstände aus industriellen Behandlungsprozessen eingesetzt werden können. Ein weiterer Bereich ist die Vergärung von Abfällen.


  • Henkel teilt Bewertungstool

31.07.2019 | Der Konsumgüterkonzern Henkel stellt sein Bewertungstoll für die Recyclingfähigkeit einer Verpackung (EasyD4R ) öffentlich zur Verfügung. Interessierte Unternehmen und Organisationen könnten das Software-Tool auf Henkels Webseite (henkel.de/easyd4r) bei Bedarf nutzen, teilt der Konzern mit.

„Wir wollen die offene Zusammenarbeit fördern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen“, sagt Thorsten Leopold, Leiter der internationalen Verpackungsentwicklung für Reinigungsmittel bei Henkel. „Das kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten – und zwar mit klaren Definitionen und einheitlicher Bewertung. Dazu wollen wir mit unserem Bewertungstool für die Recyclingfähigkeit von Verpackungen beitragen.“

Das Software-Tool EasyD4R basiert auf öffentlichen und anerkannten Kriterienkatalogen wie beispielsweise von Plastics Recyclers Europe und ist bei Henkel unternehmensweit im Einsatz. Die Software bewertet die Recyclingfähigkeit von Verpackungen anhand ihrer Zusammensetzung und der einzelnen Gewichtsanteile der jeweiligen Bestandteile wie zum Beispiel Grundmaterialien, Verschlusssysteme, Etiketten oder Farben. Für alle Bestandteile ist die jeweilige Eignung für die Sortier- und Recyclingprozesse hinterlegt. Auf dieser Basis zeigt EasyD4R nach einem Ampelbewertungssystem ein klares Ergebnis an: Es veranschaulicht, welches Design zu welchem Prozentsatz recyclingfähig ist und wo Verbesserungspotenziale bestehen. So unterstützt es bei der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen


  • Zero-Waste-Map für Hamburg

23.07.2019 (dpa) | Mit einer „Zero-Waste-Map“ will die Hamburger Stadtreinigung (SRH) helfen, dem Ziel einer abfallarmen Lebensführung ein wenig näher zu kommen. Die kostenlose App zeigt auf einer Karte Geschäfte und Cafés an, die auf einen nachhaltigen und klimafreundlichen Konsum Wert legen und auf vermeidbare Verpackungen verzichten. Aber auch nachhaltige Gastronomie, Vintage-Stores, Repair-Cafés, Gebrauchtwarenkaufhäuser und Recyclinghöfe werden angezeigt.

Die App wurde zuvor drei Monate getestet und steht nun in den App-Stores zum Download zur Verfügung. „Neben unserem Einkaufsguide für Verpackungen bieten wir den Menschen unserer Stadt mit der Zero-Waste-Map nun auch eine vielseitige Orientierungshilfe, wenn es um die nachhaltige Müllvermeidung im Alltag geht“, sagt SRH-Geschäftsführer Rüdiger Siechau. „Bereits der Verzicht auf Einwegbecher beim Coffee to go kann durch die schnelle Suche nach Anbietern von Kaffee im Mehrwegbecher realisiert und somit unnötige Verpackungen vermieden werden.“


  • Kein Verbot von Kunstrasenplätzen

23.07.2019 (dpa) | Die Warnung vor dem möglichen Aus für Kunstrasenplätze mit Mikroplastik ist verfrüht. „Ob die EU-Kommission ein Verbot von Plastik-Einstreumaterial für Kunstrasensportplätze vorschlagen wird, steht noch längst nicht fest“, teilte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag mit.

Die Europäische Chemikalienagentur (Echa) sei erst in einer frühen Phase der Meinungsbildung zum Thema Mikroplastik und sammele Informationen und Einschätzungen zum Thema ein, heißt es aus dem Ministerium. Es gehe um den Neueintrag oder das Nachfüllen von Kunststoffgranulat, nicht um den Abriss von Sportplätzen. Zudem stehe nicht der Kunstrasen selbst im Fokus, sondern nur Granulat, für das es offenbar schon Alternativen gebe.

Die Europäische Kommission selbst bekräftigte heute (23. Juli), dass sie kein Verbot von Kunstrasenplätzen plane und auch nicht an einem solchen Vorschlag arbeite.


  • Selbstverpflichtung für Silo- und Stretchfolien

23.07.2019 | Als Gründungsmitglied der Initiative ERDE (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) verpflichtet sich der Folienhersteller RKW, 65 Prozent aller in Deutschland auf den Markt gebrachten Silo- und Stretchfolien bis zum Jahr 2022 zu sammeln und zu recyceln. Die diesbezügliche freiwillige Selbstverpflichtung übergaben RKW und andere teilnehmende Unternehmen dem Bundesumweltministerium am 26. Juni. Außerdem einigten sich die ERDE-Mitglieder darauf, das Rücknahmesystem künftig auf weitere Erntekunststoffe wie Ballennetze und Spargelfolien auszudehnen.

Unterzeichner der Selbstverpflichtung sind neben der ERDE-Initiative die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, der Deutsche Raiffeisenverband, der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft sowie der Bundesverband Lohnunternehmen. Bis zum 1. Mai 2023 wird ERDE die Wirksamkeit der freiwilligen Selbstverpflichtung überprüfen und in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium weiterführende Maßnahmen und Ziele festlegen.


  • Weniger Hafenumschlag in Duisburg

22.07.2019 (dpa) | Der Duisburger Hafen spürt die weltweite Eintrübung der Konjunktur. Im ersten Halbjahr 2019 sank der Gesamtgüterumschlag im nach eigenen Angaben weltgrößten Binnenhafen um 5 Prozent auf 31 Millionen Tonnen, wie die Duisburger Hafen AG Duisport am Montag mitteilte. Auch der Containerumschlag ging zurück. „Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums spürt Duisport, dass das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist“, heißt es in der Mitteilung.

Als Stütze erweist sich nach Angaben des Hafens das stabile Chinageschäft. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe Duisport seine Spitzenstellung im Chinahandel weiter gefestigt. Rund 35 Züge verkehren wöchentlich zwischen Duisport und verschiedenen Zielen in China. Die Hafengesellschaft sieht das Chinageschäft weiterhin als wichtigen Wachstumstreiber.


  • Planspiel zu biobasierten Kunststoff-Verpackungen

18.07.2019 | Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR sucht über eine öffentliche Ausschreibung einen Vertragspartner, der ein Planspiel zu biobasierten Kunststoff-Verpackungen konzipiert, vorbereitet, durchführt und auswertet. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 9. September.

Wie die FNR erläutert, gewinnen biobasierte Kunststoffe als Ausgangsmaterial für Verpackungen zunehmend an Bedeutung. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spiele der Lebensmittelhandel. Um in diesem Bereich die Nutzung von biobasierten Kunststoffen als Verpackungsmaterial zu stärken, sei es wichtig, die komplexe Systemdynamik entlang der gesamten Lieferkette inklusive der Entsorger der Verpackungen besser zu verstehen. Weitere Details zur Ausschreibung finden Sie hier.


  • AGR-Dar ist Sicherheitspartner

19.07.2019 | Die AGR-DAR ist ‚offizieller Sicherheitspartner‘ des Bundesverkehrsministeriums. Zu verdanken hat sie das dem vorzeitigem Einbau von Rechtsabbiegeassistenten in die Lkw der AGR-DAR-Flotte.

„Diese Systeme gibt‘s natürlich nicht zum Nulltarif,“ bemerkte AGR-DAR-Geschäftsührer Lambert Freitag. „Gut zweitausend Euro kostet die Umrüstung eines Lkw mit den Rechtsabbiegeassistenten, Stück für Stück haben wir jetzt die ersten Lastkraftwagen der AGR-DAR umgerüstet. Die ersten schon in diesem Jahr.“ Die Investition für die Umrüstung der kompletten Flotte wird bei rund 100.000 Euro liegen. Um die Lkw-Umrüstungen zu beschleunigen, fördert das BAG (Bundesamt für Güterverkehr) unter bestimmten Voraussetzungen den Einbau von Abbiegeassistenten.

Die Zahl der durch abbiegende Lkw getöteten Radfahrer steigt seit Jahren. In Deutschland starben letztes Jahr 38 Menschen bei derartigen Unfällen. 60 Prozent dieser Unfälle könnten laut Unfallforschung der Versicherer durch Abbiegeassistenten verhindert werden. Noch ist diese Technik nicht Pflicht. Erst 2022 rechnet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit einer entsprechenden EU-Vorgabe aus Brüssel.


  • Award für Sicon LaserSort

18.07.2019 | Die Recyclinganlage Sicon LaserSort von Sicon Germany hat den European Product Design Award 2019 gewonnen. Der Award zeichnet in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament die besten Produktdesigner Europas aus. Die Bewertung basiert unter anderem auf Kriterien wie Innovation, Ästhetik, Funktionalität, Ergonomie und ökologische Nachhaltigkeit.

Wie Sicon erläutert, ist der LaserSort in der Lage, aus Metallgemischen praktisch alle Legierungen in einem Durchlauf zu erkennen und in verschiedene Auffangbehälter abzutrennen. Dergleichen sei vorher nicht möglich gewesen. In der Regel könnten recycelte Materialien nur für Sekundäranwendungen verwendet werden, während Sicon LaserSort-Produkte im Rahmen der Cradle-to-Cradle-Philosophie für Primäranwendung geeignet seien.


  • Bund verkauft ausrangiertes U-Boot

15.07.2019 (dpa) | Der Bund hat einen Abnehmer für das ausrangierte U-Boot „U25“ der deutschen Marine gefunden. Es geht für 400.000 Euro an ein europäisches Abwrackunternehmen, sagte ein Sprecher des Verwertungsunternehmens des Bundes (Vebeg) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist ein marktentsprechender Preis für dieses Schrottgemisch.“

Interessenten konnten das 47,5 Meter lange Boot im Juni im Kieler Marinearsenal besichtigen. „U25“ wiegt 420 Tonnen. Der Rumpf ist aus amagnetischem Chrom-Nickel-Stahl. Das Boot wurde 1973 von der Howaldtswerke – Deutsche Werft AG in Kiel gebaut. Bereits in der Vergangenheit hatte der Bund ausrangierte U-Boote mehrfach zum Abwracken veräußert.


  • Riva-Stahlwerker im Warnstreik

15.07.2019 (dpa) | Rund 300 Beschäftigte des Riva-Konzerns sind am Montag in einen Warnstreik getreten. Sie fordern die Übernahme des Tarifvertrages der ostdeutschen Stahlindustrie in den Elektrostahlwerken Brandenburg/Havel. „Wir wollen eine Lösung des Tarifkonfliktes“, sagte Stefanie Jahn, Bevollmächtigte der IG Metall in Potsdam und Oranienburg. Die uneingeschränkte Übernahme des Ost-Stahltarifes für das Werk in Brandenburg müsse sofort zugesagt und rückwirkend gezahlt werden. Der Warnstreik werde bis Mitternacht laufen, kündigte sie an.

Die Einigung für die Branche vom Frühjahr sieht eine Entgelterhöhung von 3,7 Prozent ab März und für Januar und Februar eine Einmalzahlung von 100 Euro vor. Zudem wurde eine zusätzliche dauerhafte Zahlung von jährlich 1000 Euro ab 2020 vereinbart. Diese Summe kann auch in freie Tage umgewandelt werden. Bei den Auszubildenden wird die Vergütung in zwei Stufen je nach Ausbildungsjahr von 88 bis 188 Euro aufgestockt. Die Verhandlungen zur Übernahme des Vertrages am Standort waren bislang erfolglos.


  • Brand bei Alfa Recycling

08.07.2019 (dpa) | Am frühen Montagmorgen ist bei der Recyclingfirma Alfa Recycling in München ein Schrottberg in Brand geraten. Der Berg bestand aus Mischmetallen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Montag mitteilte. Dort war „alles mit drin, da war noch nichts sortiert“, sagte er. Der Geschäftsführer der Recyclingfirma Alfa Recycling, Karl-David Schlehenkamp, sagte dem Bayerischen Rundfunk, für den beißenden Geruch des Rauchs sei der hohe Gummianteil in den Waschmaschinen verantwortlich.

Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpften unter schwerem Atemschutz den immer wieder aufflammenden Brand. Es dauerte bis zum Nachmittag, bis das Feuer gelöscht und alle Glutnester beseitigt waren. Spätere Messungen hätten ergeben, dass keine speziellen giftigen Stoffe freigesetzt worden seien, sagte ein weiterer Sprecher. Die Warnung an Bewohner der Stadtteile Aubing, Langwied, Allach, Untermenzing, Obermenzing und Pasing, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde am Nachmittag wieder aufgehoben.


  • Naturschutz: Zu wenig Personal

08.07.2019 (dpa) | Die Arbeitsbelastung hessischer Naturschutzbehörden hat nach Ansicht von Umweltschützern einen kritischen Punkt erreicht. Die daraus resultierenden Folgen seien ein „großes, wachsendes Problem“ für den Umweltschutz, sagte Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen. Es fehle Personal für Kontrollen, wichtige Projekte blieben liegen. Die Aufgaben der Verwaltungen seien gewachsen, ohne die Personalausstattung entsprechend anzupassen, heißt es auch vom Naturschutzbund Nabu.

Besonders im Fokus stehen die Oberen Naturschutzbehörden bei den Regierungspräsidien. Gestiegen ist ihre Arbeitsbelastung vor allem durch Windkraft. Genehmigungen für Windräder sind oft Ziel von Klagen. „Die Oberen Naturschutzbehörden müssen sich laufend dazu äußern, das ist extrem umfangreich“, sagte Norgall. Den Behörden fehle auch Personal für Kontrollen sogenannter Ausgleichsmaßnahmen für Bauprojekte, zudem gebe es Verzögerungen bei der Umsetzung von Plänen für Schutzgebiete.

„Der Arbeitsaufwand für die Oberen Naturschutzbehörden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, meinte Julia Stoye, Sprecherin des Umweltministeriums. Sie verweist aber darauf, dass einige neue Stellen geschaffen wurden. Konkrete Zahlen nannte das Ministerium nicht.


  • Neue Biomüllaufbereitungsanlage

05.07.2019 | Die K.R.O. Kompostierungsgesellschaft Region Osnabrück mbH (K.R.O.), Bohmte hat am Freitag die neue Bioabfallaufbereitungsanlage eröffnet. In der neuen Anlage werden unter anderem Bioabfälle und Grünschnitt aus dem Landkreis Osnabrück, der Stadt Osnabrück und der Hansestadt Bremen zu Komposten und Biogas verarbeitet. Die Jahreskapazität beträgt 120.000 Tonnen.

Der teilweise Neubau der Anlage war nach einem Totalverlust durch Brandschaden im Jahr 2014 notwendig geworden. Im Zuge des Neubaus wurde die Anlage um eine Grünschnittbehandlungsfläche sowie eine Vergärungsstufe ergänzt, die durch die Extraktion von Methangas ein Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung versorgt. Die neue Anlage leitet das Biomethan direkt zur Verstromung vor Ort in das angekoppelte Blockheizkraftwerk, wo es klimaneutral zu regenerativem Strom umgewandelt wird.

Die K.R.O. ist ein Beteiligungsunternehmen der Gesellschafter Remondis GmbH & Co. KG, Melsdorf (90 Prozent) und der Schwegermoor GmbH, Bohmte (10 Prozent).


  • Krestin neuer IPMI-Präsident

02.07.2019 | Oliver Krestin, Geschäftsführer von Hensel Recycling, ist zum neuen Präsidenten des „International Precious Metals Institutes (IPMI)“ gewählt worden. Er wird das Amt für ein Jahr innehaben. Bereits im letzten Jahr wurde er zum Vizepräsidenten gewählt und bekleidet seit 2016 das Amt des Officers im IPMI European Chapter.

Der Edelmetallverband IPMI befasst sich mit allen Aspekten der Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Iridium und Osmium). Zu den Mitgliedern zählen Minen und Bergbauunternehmen, Raffinerien, Recyclingbetriebe sowie Banken und Edelmetallhändler.

Sein Ziel sei es, die führende Position des IPMI in der Edelmetallbranche weiter zu festigen, betonte Krestin in seiner Ansprache, Edelmetalle seien ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. „Angefangen bei den Umwelttechnologien, wie edelmetallhaltige Katalysatoren, die nun von platinbeschichteten Brennstoffzellen abgelöst werden, bis hin zur Krebstherapie, in welcher Platin eingesetzt wird. Daher ist es umso wichtiger allen Marktteilnehmern ein umfassendes Netzwerk zu bieten, wie es das IPMI ist, um gemeinsam eine nachhaltige Edelmetallwirtschaft sicherzustellen.“


  • Vier Verletzte bei Großbrand

01.07.2019 (dpa) | Bei einem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb in Knetzgau (Landkreis Haßberge) sind mindestens vier Arbeiter verletzt worden. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften am Montag gegen die Flammen, wie die Polizei mitteilte. Wegen des starken Rauchs gab es Sichtbehinderungen auf der nahe gelegenen Autobahn 70. Gefahr für Anwohner bestand nach Polizeiangaben nicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war bei einem Förderband Papier in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich in der Halle rasch aus. Das Feuer war laut Polizei am späten Nachmittag unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Den Schaden schätzten die Beamten auf mehrere Hunderttausend Euro.


  • UK will klimaneutral werden

01.07.2019 (dpa) | Großbritannien will seinen Beitrag zur Erderwärmung bis zum Jahr 2050 auf Null senken. Ein entsprechendes Gesetz zur Klimaneutralität trat am vergangenen Donnerstag (27. Juni) in Kraft, wie die Regierung mitteilte. Demnach müssten von diesem Datum an Emissionen aus dem Luftverkehr etwa durch neu gepflanzte Bäume ausgeglichen werden.

Das britische Finanzministerium warnte Premierministerin Theresa May vor kurzem, dass ein solcher Beschluss den Staat mindestens eine Billion Pfund (rund 1,1 Billionen Euro) kosten würde. Das Beratungsgremium der Regierung für den Klimawandel gab ebenfalls bekannt, dass Großbritannien bis 2050 ein bis zwei Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung einbüßen würde. Unternähme der Staat allerdings nichts, wären die Kosten noch wesentlich höher.

Großbritannien will das Gesetz in fünf Jahren noch einmal überprüfen. Die Regierung hofft, dass andere Staaten sich in dieser Zeit ähnliche Ziele setzen werden. Ansonsten würde die britische Wirtschaft benachteiligt. In Folge von Klima-Protesten in Großbritannien hatte das Parlament Anfang Mai die Ausrufung eines „Klima-Notstands“ befürwortet.


  • Deponie-Brand in Reichenbach

01.07.2019 (dpa) | Bei einem Brand auf einer Mülldeponie in Reichenbach im rheinland-pfälzischen Landkreis Birkenfeld hat es auf einer Fläche von knapp 900 Quadratmetern gebrannt. Der Brand sei seit etwa 6.00 Uhr gelöscht, die Löscharbeiten beendet, teilte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen mit.

Verletzt wurde bei dem Feuer, das am Sonntag ausgebrochen war, niemand. Zur Schadenshöhe sowie zur Brandursache war zunächst nichts bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt.


  • Neuseeland verbannt Plastiktüten

30.06.2019 (dpa) | Ab Montag soll es auch in Neuseeland keine Einweg-Plastiktüten mehr im Handel geben. „Durch das Verbot soll sichergestellt werden, dass weniger Plastik in Flüssen, Bächen, Abwasserkanälen und im Meer landet, so dass Seevögel, Fische, Schildkröten und Meeressäuger weniger anfällig sind, dadurch geschädigt zu werden“, sagte die stellvertretende Umweltministerin Eugenie Sage am Sonntag. Mehr als 100 Länder, unter anderem Belgien, Frankreich, Italien und China haben bereits ein vollständiges Verbot von Plastiktüten eingeführt, andere zumindest eine Abgabe.

Trotz seines Images als „grünes Land“ gehört Neuseeland zu den Ländern mit einem hohen Verbrauch an Plastiktüten. Im Durchschnitt verbraucht jeder Neuseeländer mehr als 150 Einweg-Tüten pro Jahr. Auf die gesamte Nation gerechnet fallen insgesamt pro Jahr mehr als 750 Millionen Tüten an. Viele davon landen in Flüssen und im Meer.


  • Fliegerbombe auf Deponie

28.06.2019 (dpa) | Bei Sanierungsarbeiten auf einer Deponie nahe Niederscheld (Lahn-Dill-Kreis) sind Arbeiter am vergangenen Freitag (28. Juni) auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Wie Polizei und Feuerwehr in Dillenburg mitteilten, wurde der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper gesichert und in eine stabile Lage gebracht.

Am Sonntagmorgen wurde die US-amerikanische Bombe entschärft. Zuvor wurden die Wohnhäuser im Umkreis der Deponie geräumt. Für die Anwohner standen zwei Notunterkünfte bereit. Nach der Entschärfung konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.


  • Ludden führt VDMA-Fachgruppe

28.06.2019 | Neuer Vorsitzender der VDMA-Fachgruppe Abfall- und Recyclingtechnik ist Michael Ludden, geschäftsführender Gesellschafter der LM Group aus Meppen. Die Mitgliederversammlung wählte Ludden für vier Jahre, sein Stellvertreter ist Ferdinand Doppstadt, geschäftsführender Gesellschafter der Doppstadt Holding aus Velbert. Den Vorstand komplettieren

  • Valerie Degenhardt, Mitglied der Geschäftsführung der Martin GmbH für Energietechnik, Benedikt Preker, Geschäftsführer der Lambda GmbH für Gastechnik
  • Werner Herbold, Geschäftsführer der Herbold Meckesheim GmbH, und
  • Peter Funke, Geschäftsführer der Steinert Gruppe, Köln

„Unsere Mitglieder haben sich auch im Rahmen der Mitgliederversammlung mit Kreislaufwirtschaft 4.0 und den Technologietrends von Morgen beschäftigt“, sagte Naemi Denz, Geschäftsführerin des VDMA-Fachverbands Abfall- und Recyclingtechnik. „Einige heute nur schwierig zu recycelnde Materialien wie elektronische Organik warten geradezu auf die passende Recyclingtechnik. Unsere Mitglieder stehen bereit, solche Technologien zu entwickeln.“


  • Neuer CFO bei Scholz Recycling

27.06.2019 | Martin Simon wird neuer Chief Financial Officer bei Scholz Recycling. Simon soll eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen den internationalen Anforderungen der am Kapitalmarkt gebundenen Muttergesellschaft Chiho Environmental Group (CEG) und dem regionalem Zulieferer- und Vertriebsgeschäft einnehmen. „Wir sehen ihn als Vertrauensmann, aber auch als ergebnisorientierten Geschäftspartner“, so CEG-Chef Henry Qin.

Simon war zuletzt Chief Financial Officer bei der Aalener SHW AG. Er war darüber hinaus in verschiedenen Leitungspositionen im Personal-, IT- und Vertriebsbereich tätig. Als Mitglied der Geschäftsführung soll Simon zusätzlich die bis 2022 angestrebte Neuausrichtung und Konsolidierung unterstützen. Die Scholz Recycling GmbH will ihre über 50 aktiven Beteiligungen besser und effektiver miteinander verzahnen.


  • Abfälle stärker kontrollieren

26.06.2019 (dpa) | Die Grünenfraktion im sächsischen Landtag sieht organisatorische Defizite bei der Überwachung gefährlicher Abfalltransporte nach Sachsen. Es gebe fast keine behördlichen Kontrollen der Fracht, sondern nur die Überprüfung der Deponiebetreiber, kritisierte der Abgeordnete Volkmar Zschocke am Mittwoch. Die Kontrollen müssten dringend verstärkt werden, um Mängel und Verstöße zu vermeiden.

Nach der Deponieverordnung müsse bei jeder Abfallanlieferung die Masse überprüft, Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch und die richtige Deklarierung geprüft werden. „Hier müssen dringend die Kontrollen verstärkt werden“, fordert Zschocke.

Der Import gefährlicher Abfälle in den Freistaat habe 2018 mit über 1,2 Millionen Tonnen einen Spitzenwert erreicht, sagte der Grünen-Abgeordnete unter Verweis auf die Antwort des Umweltministeriums auf seine Kleine Anfrage. Hauptursache des deutlichen Anstiegs sei die enorme Zunahme von Giftmüllimporten aus Italien in den vergangenen vier Jahren. Laut Zschocke gehen damit Mängel bei den Transporten einher, zwischen November 2018 und April 2019 habe es allein vier solcher Fälle gegeben.


  • Schwache Industrieproduktion

26.06.2019 | Die Konjunktur im Euroraum wird im zweiten Quartal des Jahres eine leichte Delle erleben. Das Wachstum dürfte auf 0,3 Prozent zurückgehen, von 0,4 Prozent im ersten Quartal, erwarten die Forschungsinstitute ifo Institut aus München, KOF aus Zürich und Istat aus Rom. Für das dritte und vierten Quartal rechnen sie dann jeweils wieder mit 0,4 Prozent Wachstum.

Ursache für die vorübergehende Abschwächung im zweiten Quartal sei die Industrieproduktion. Dort erwarten die Institute einen Rückgang um 0,3 Prozent, nach einem überraschend starken Plus von 0,9 Prozent im ersten Quartal. Für das dritte und vierte Quartal sehen sie wieder einen Produktionszuwachs von jeweils 0,3 Prozent in der Industrie.


  • Regierung kurbelt Konjunktur an

26.06.2019 (dpa) | Mit Rekordinvestitionen von fast 40 Milliarden Euro will die Bundesregierung im kommenden Jahr die Konjunktur wieder ankurbeln. „Keine Regierung hat bisher mehr für Investitionen ausgegeben, als es die jetzige tut“, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch. Zuvor hatte das Kabinett seine Haushaltspläne für 2020 abgesegnet. Die Investitionen sollen Impulse für künftiges Wachstum geben, sagte Scholz.

Mit dem Etat solle der soziale Zusammenhalt in Deutschland gestärkt werden, betonte der Vizekanzler. Zugleich wolle die Bundesregierung dafür sorgen, dass Deutschland ein modernes Land werde, das wirtschaftlich erfolgreich sei und zugleich die Herausforderungen des Klimawandels bewältige.


  • Hohe Investitionen der Recycler

26.06.2019 | Die Entsorgungswirtschaft hat im Jahr 2017 die Investitionen deutlich erhöht. So seien allein im Bereich Recycling 324 Millionen Euro investiert worden – so viel wie nie, teilt der Entsorgerverband BDE mit. Die Investitionshöhe bedeute einer Steigerung von 24 Prozent (63 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zugleich handele es sich um den höchsten Anstieg seit 2011.

Der BDE beruft sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. „Während die Investitionen in den Bereichen Sammlung und Beseitigung von Umweltverschmutzung im Jahr 2017 leicht unter den Vergleichswerten des Vorjahres lagen, ist mit Investitionen in den beiden wichtigen Bereichen – Abfallbehandlung und Rückgewinnung – mit einem Gesamtvolumen von fast einer Milliarde Euro eine Rekordsumme zu vermelden“, kommentierte BDE-Präsident Peter Kurth die Zahlen.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Entsorgungsbranche habe sich erhöht. Sie liege heute um mehr als 61.000 höher als noch vor zehn Jahren, erklärt der BDE. Und auch die Wertschöpfung sei geklettert. Sie habe 2017 bei rund 12,3 Milliarden Euro und damit um 40 Prozent höher als im Jahr 2011 gelegen.


  • Mehr Elektrostahl produziert

26.06.2019 | Im Mai haben die Stahlwerke in Deutschland mehr Elektrostahl produziert als im Vormonat. Wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt, erhöhte sich die Produktion um 5,1 Prozent auf 1,142 Millionen Tonnen. Im bisherigen Jahresverlauf weist die Elektrostahlproduktion aber dennoch ein Minus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf.

Insgesamt bleibt die Stahlkonjunktur in Deutschland auch im Mai abwärtsgerichtet. Die Rohstahlproduktion ist nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, verglichen mit einem Rückgang von ebenfalls 5 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Bereits im vergangenen Jahr war die Erzeugung um knapp 4 Prozent gesunken.


  • Weiterer Aufschub für Recylex

25.06.2019 | Die französische Recyclinggruppe Recylex erhält einen weiteren Aufschub von den Kreditgebern des deutschen Teilkonzerns. Die Kreditgeber hätten auf ihr Recht zur vorzeitigen Beendigung bestehender Finanzierungen bis zum 31. Juli 2019 verzichtet, teilt Recylex mit. Zugleich hätten sie einer Verschiebung fälliger Rückzahlungen auf denselben Zeitpunkt zugestimmt. Außerdem sei die Laufzeit der Zwischenfinanzierung, die die Glencore International AG dem deutschen Teilkonzern gewährt hat, bis zum 31. Juli 2019 verlängert und ihr Betrag um 5,7 Millionen Euro auf 27,0 Millionen Euro erhöht worden.

„Diese Verschiebungen wurden gewährt, um es allen Finanzierungspartnern zu ermöglichen, ihre Position zur Finanzierung des deutschen Teilkonzerns im Hinblick auf den aktualisierten prognostizierten Liquiditätsbedarf zu analysieren“, erklärt Recylex. Die Liquiditätslage des deutschen Teilkonzerns bleibe „sehr angespannt“.


  • Keine Einweggrills mehr

25.06.2019 (dpa) | Barbecue-Liebhaber können in vielen schwedischen Supermärkten künftig keine Einweggrills mehr kaufen. Vor allem aus Umweltgründen nehmen die Supermarktketten Willys und Hemköp die Grills aus ihrem Sortiment, wie der Mutterkonzern Axfood am Dienstag mitteilte.

Da die Grills aus Aluminium bestünden, sei ihre Produktion sehr energieraubend. Außerdem landeten sie nur selten im Recycling, sondern als Müll in der Natur. Dies könne in bestimmten Fällen auch eine Brandgefahr darstellen, erklärte Axfood. Auf kurze Sicht werden die Einweggrills aber noch in den Regalen der Händler liegen, bis die Lagerbestände zu Ende gegangen sind.

In den vergangenen Monaten hatten andere Supermarktketten in Schweden ebenfalls eine Abkehr von den Einweggrills angekündigt. Das Herkunftsland der Klimaaktivistin Greta Thunberg gilt als sehr sensibel bei Klima- und Umweltfragen, zudem musste es im vergangenen Sommer gegen eine Reihe von Waldbränden ankämpfen.


  • ifo Index sinkt weiter

24.06.2019 | Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter abgekühlt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni von 97,9 auf 97,4 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2014.

Die Unternehmen blickten zunehmend pessimistisch auf die kommenden Monate, teilt das ifo Institut mit. Ihre aktuelle Lage schätzten sie hingegen minimal besser ein. „Die deutsche Konjunktur flaut weiter ab“, so das Institut.

Auch im Verarbeitenden Gewerbe war der Geschäftsklimaindikator erneut rückläufig. Der Lageindex liegt zwar immer noch über seinem langfristigen Mittelwert, sinkt nun aber seit mehr als einem Jahr. „Der Lichtblick bei den Erwartungen aus dem Vormonat ist verschwunden“, heißt es. Der Pessimismus unter den Industriefirmen habe wieder zugenommen. Dies sei vor allem einem sinkenden Auftragsbestand geschuldet.


  • Kurth neuer FEAD-Präsident

21.06.2019 | Peter Kurth wird neuer Präsident des europäischen Entsorger-Dachverbands FEAD. Die Generalversammlung wählte den 59-jährigen BDE-Chef am Freitagmittag zum Nachfolger von Suez-Vorstand Jean-Marc Boursier.

Kurth wird sein Amt an der Spitze des europäischen Entsorgerverbandes zum 1. Januar 2020 antreten. Zum neuen Führungsteam bei der FEAD wird auch die 54-jährige Valérie Plainemaison gehören. Sie wird das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin übernehmen.


  • Leitfaden für Ausbauasphalt

19.06.2019 | Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt hat am Mittwoch (19. Juni) den Leitfaden zur „Wiederverwendung und Verwertung von Ausbauasphalt“ vorgestellt. Der Leitfaden soll eine Handlungsanleitung für Unternehmen und Behörden sein, den Wertstoff Ausbauasphalt künftig zu einem höheren Anteil im Straßenbau wiederzuverwenden oder wenigstens zu verwerten.

„Hintergrund ist, dass Ausbauasphalt – also gebrauchter Asphalt, der bei Straßenbauarbeiten anfällt – zunehmend als Abfall auf Deponien landet“, erklärte Schmidt. „In den vergangenen Jahren ist in Sachsen ein leistungsfähiges Straßennetz entstanden. Im Vordergrund von Baumaßnahmen stehen deshalb nicht mehr in erster Linie Neubau oder Kompletterneuerungen, sondern viel mehr der Erhalt von Straßen. Der ausgebaute Asphalt wird dadurch deutlich seltener wiederverwendet oder verwertet.“

Der Leitfaden schaffe einheitliche Begriffsdefinitionen und erläutere ausführlich die Rahmenbedingungen für Wiederverwendung sowie Verwertung von Ausbauasphalt, teilt das Ministerium mit. Außerdem zeige der Leitfaden vielfältige Nutzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Straßenbaus auf. Er schaffe jedoch keine neuen Vorschriften.

Der Leitfaden wurde unter Federführung der IHK Chemnitz im Laufe von zwei Jahren erarbeitet und unter Nutzung des sächsischen Beteiligungsportals mit den Akteuren abgestimmt. Nach Angaben des sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat sich die Menge an Ausbauasphalt, die zwischen den Jahren 2013 und 2016 auf sächsischen Deponien entsorgt wurde, von rund 8.000 Tonnen auf etwa 93.000 Tonnen mehr als verzehnfacht. Für die nächsten Jahre wird das Aufkommen an Ausbauasphalt aus Straßenbaumaßnahmen auf Bundes-, Staats- und kommunalen Straßen im Freistaat Sachsen auf jährlich rund 350.000 Tonnen geschätzt. Der Teil davon, der nicht verwertet werden kann, muss auf Deponien entsorgt werden.


  • Graffiti-Kunst für Mülltonnen

21.06.2019 | Das Stromnetz Hamburg (SNH) und die Stadtreinigung Hamburg (SRH) starten einen gemeinsamen Gestaltungswettbewerb. Gesucht werden Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg und Umgebung, die jeweils fünf Netzstationen und Mülltonnen-Boxen eine „Schönheitskur“ verpassen. Nach Angaben der SRH sollte die Motivauswahl zum Thema Strom und Müll passen und sich positiv in das jeweilige Straßen- und Stadtbild integrieren.

Interessierte Künstlerinnen und Künstler können ihre kreativen Ideen bis einschließlich 2. August 2019 einreichen. Zusätzlich werden auch die Hamburgerinnen und Hamburger für die Motiv-Auswahl eingebunden, die ab dem 5. August 2019 auf der Facebook-Seite der Stadtreinigung Hamburg ihre Favoriten mitbestimmen können. Je nach Größe des Objektes erhalten die ausgewählten Künstler ein Honorar von bis zu 2.000 Euro pro Objekt. Die Kosten für Farbe und Materialien sind mit dem Honorar abgegolten.


  • Keine Fahrkarten aus Papier mehr

12.06.2019 (dpa) | Die traditionellen Pariser Metro-Tickets aus Papier sollen verschwinden. Seit Mittwoch können Reisende einen elektronischen Fahrausweis für den Pariser Nahverkehr kaufen, der sich wieder aufladen lässt. Die „Navigo Easy“-Karte richtet sich speziell an Gelegenheitsnutzer und Touristen, wie der Betreiber Île-de-France Mobilités mitteilte. Die Karte kostet zwei Euro und kann Einzeltickets, Tageskarten oder Busfahrkarten zum Flughafen speichern.

Das Einzelticket aus Papier gibt es zwar immer noch – bis 2020, spätestens 2021 soll es aber verschwinden. Der Betreiber schätzt, dass jedes Jahr mehr als 500 Millionen Papiertickets verkauft werden – und im Müll oder auf der Straße landen. „Auf die Straße geworfen, braucht ein Metro-Ticket ein Jahr, um sich zu zersetzen, fast so lang wie ein Zigarettenstummel“, heißt es. Die neue „Navigo-Easy“-Karte wird an allen Pariser Bahnhöfen verkauft und kann am Automaten aufgeladen werden. Beispielgebend ist die Londoner „Oyster-Card“.


  • VW steigt bei Batteriehersteller ein

12.06.2019 (dpa) | Der Autobauer Volkswagen steigt bei dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt ein. VW investiere rund 900 Millionen Euro in gemeinsame Batterieaktivitäten mit dem Unternehmen, teilte VW am Mittwoch mit. Volkswagen übernimmt zunächst rund 20 Prozent an den Schweden und will mit Northvolt für die in Salzgitter geplante Batteriezellfertigung ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Ein Teil der Geldsumme gehe in das Joint Venture, ein anderer Teil direkt an Northvolt, hieß es.

Volkswagen hatte bereits im April mitgeteilt, mit Northvolt zusammen rund eine Milliarde Euro in ein gemeinsames Batteriezellwerk in Salzgitter investieren zu wollen. Das Werk soll frühestens ab 2020 in Niedersachsen aufgebaut werden, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

Unterdessen gab Northvolt bekannt, rund eine Milliarde US-Dollar im Rahmen einer Kapitalerhöhung eingesammelt zu haben, an der sich unter anderem Volkswagen, die US-Investmentbank Goldman Sachs sowie der deutsche Autobauer BMW beteiligt hätten. Ein BMW-Sprecher wollte zur Höhe der finanziellen Beteiligung seitens der Münchener keine Angaben machen. Northvolt will mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung seine ersten Lithium-Ionen-Batteriezellen in Schweden finanzieren.


  • Neuer Branchenmindestlohn

12.06.2019 | Für die Abfallwirtschaft gilt ein neuer Branchenmindestlohn. Die Tarifkommissionen des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich auf folgende Mindestlöhne in der Abfallwirtschaft verständigt:

01.10.2019 bis 30.09.2020: 10,00 Euro pro Zeitstunde;

01.10.2020 bis 30.09.2021: 10,25 Euro pro Zeitstunde sowie

01.10.2021 bis 30.09.2022: 10,45 Euro pro Zeitstunde

Der dreistufige Branchenmindestlohn-Tarifvertrag soll als allgemeinverbindlich erklärt werden. Eine entsprechende Antragstellung ist beabsichtigt. Zuletzt lag der Branchenmindestlohn für die Abfallwirtschaft in Deutschland bei 9,10 Euro (2017). Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,19 Euro.


  • Schwund in Ostdeutschland

12.06.2019 | Ostdeutschland ist auf die Bevölkerungszahl des Jahres 1905 zurückgefallen. Gleichzeitig leben in Westdeutschland so viele Einwohner wie niemals zuvor in der Geschichte. Das zeigt eine neue wirtschaftshistorische Studie der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts.

„Die Einwohnerzahlen beider Landesteile driften trotz Wiedervereinigung nahezu ungebremst auseinander. Die anhaltende Wucht der deutschen Teilung wird bis heute in der Öffentlichkeit völlig unterschätzt. Dieser Aspekt wird häufig übersehen und bedarf besonderer politischer Berücksichtigung“, sagt Studienautor Felix Rösel.

Die Hauptursache für den Bevölkerungsschwund ist laut Rösel die Massenflucht aus Ostdeutschland von 1949 bis zum Mauerbau im Jahr 1961. Darüber hinaus fehlte Ostdeutschland auch die Zuwanderung junger Gastarbeiter in den 60er und frühen 70er Jahren. Schließlich trug auch die Abwanderung nach der Wende vor genau 30 Jahren zu der unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung bei. Vor der deutschen Teilung vor rund 70 Jahren hatten sich Ost- und Westdeutschland dagegen nahezu parallel entwickelt.


  • Neuer Abfallmanager von Zentek

11.09.2019 | Der Kölner Entsorgungsdienstleister Zentek hat einen neuen Abfallmanager auf den Markt gebracht. Integriert ist das Tool in die Online-Plattform empto. „Der neue Abfallmanager spart Zeit und Papier, indem er die gesamte Beauftragung digitalisiert“, erklärt Geschäftsbereichsleiter Stephan Schnück.

Um das Tagesgeschäft mit dem Abfallmanager zu organisieren, müssen die Nutzer nicht zwangsläufig alle Vereinbarungen mit den Entsorgungsunternehmen über empto abwickeln: „Das neue System kann nämlich auch externe Aufträge verwalten und ist deutschlandweit verfügbar“, erläutert Schnück. Das bedeute, dass jeder Gewerbetreibende seinen jetzigen Entsorger und die jeweiligen Container samt der zugehörigen Fraktionen direkt über das Portal beauftragen kann. Im Anschluss wird dann eine Mail an den Entsorger geschickt und der Gewerbetreibende erhält eine Bestätigungsmail.

Wie Zentek betont, müsse der betreffende Entsorger nicht bei empto registriert sein. empto ist eine B2B-Plattform, mit der die Entsorgung von aktuell 16 verschiedenen Abfallfraktionen samt Erfüllung der gesetzlichen Dokumentationspflicht möglich ist. Der Gewerbetreibende beschreibt in kurzen Worten die Leistung, die er benötigt und erhält daraufhin Angebote von mehreren Entsorgern, aus denen er schließlich den passenden auswählt. Im Unterschied zu einem Online-Shop sind die potenziellen Geschäftspartner jeweils für beide Seiten sichtbar. Die Entsorger untereinander sehen sich jedoch gegenseitig nicht – somit seien faire Preise gewährleistet.


  • Hasenkamp wiedergewählt

11.06.2019 | Der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Patrick Hasenkamp, wurde einstimmig im Amt des Präsidenten des europäischen Dachverbands Municipal Waste Europe (MWE) bestätigt. Der Dachverband vertritt die Interessen kommunaler Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe in Europa. Seine Mitglieder sind 18 Kommunalverbände und kommunalwirtschaftliche Verbände aus 16 Staaten aus der Bandbreite der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung.


  • Höhere Strafen in Bayern?

11.06.2019 (dpa) | Bayerns Landtags-SPD fordert härtere Sanktionen und Geldstrafen von bis zu 250 Euro gegen Müllsünder. „Ob aus Rücksichtslosigkeit weggeworfene Zigarettenkippen, zerbrochene Glasflaschen auf Kinderspielplätzen, illegale Müllablagerungen oder zurückgelassener Müll von Grillfesten am Isarufer: In vielen Städten und Gemeinden ist Müll, der dort entsorgt wird, wo er nicht hingehört, inzwischen ein großes Problem“, sagte Fraktionsvize Klaus Adelt am Dienstag in München. Städte und Gemeinden müssten schärfer gegen Müllsünder vorgehen dürfen.

Adelt empfiehlt daher eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs. „Wer seinen Müll achtlos in die Botanik schmeißt, in dem Vertrauen, dass andere ihn schon wegräumen, der soll auch zur Kasse gebeten werden dürfen. Und zwar so, dass es gescheit weh tut“, sagte Adelt. Wie hoch die Bußgelder ausfallen, entscheiden die Kommunen selbst, der Bußgeldkatalog des Landes gibt lediglich den Rahmen vor.

Bisher können Städte und Gemeinden in Bayern etwa ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro für Zigarettenstummel auf Spielplätzen oder 35 Euro für Plastikflaschen in Parkanlagen verlangen. In Baden-Württemberg können für das gleiche Vergehen Bußgelder von bis zu 250 Euro verhängt werden. In Nordrhein-Westfalen werden bis zu 100 Euro fällig.


  • Neue Vizepräsidenten beim BDE

06.06.2019 | Dr. Henner Buhck und Frank-Steffen Meinhardt sind neue Vizepräsidenten des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE). Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes am Donnerstag in Berlin wurden sie einstimmig in das BDE-Präsidium gewählt.

Buhck, Geschäftsführer der Buhck Umweltservices GmbH & Co. KG, und Meinhardt, Geschäftsführer der Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG, folgen Oliver Gross und Carsten Stratmann, die sich aus den Ämtern der Vizepräsidenten zurückgezogen haben.

Turnusgemäß stand zudem die Wahl des Vorstands an. Dabei wurden 15 Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Neugewählte Mitglieder im Vorstand sind Stephan Garvs, Vorsitzender der Geschäftsführung der PreZero Wertstoffmanagement Deutschland GmbH & Co. KG, Peter Pester, Geschäftsführer der Suez Deutschland GmbH, und Marcell Wiese, Geschäftsführer der Stratmann Städtereinigung GmbH & Co. KG.

Martin Becker-Rethmann, Geschäftsführer der REMONDIS Energy & Services GmbH & Co. KG, und Ernst-Peter Rahlenbeck, ehemaliger Geschäftsführer der Lobbe Holding GmbH & Co. KG, schieden aus dem Vorstand aus.


  • Recyclingfirma stillgelegt

06.06.2019 (dpa) | Nach dem Brand einer Recyclingfirma im Kyffhäuserkreis ist die Anlage bis auf weiteres stillgelegt. „Einen Zeitrahmen kann man nicht nennen“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Gutachter waren am Donnerstag vor Ort, um den Brandort zu untersuchen.

In der auf Metallrecycling spezialisierten Anlage in Rockensußra war es am Dienstagnachmittag zu einer Verpuffung gekommen. Vier Menschen wurden dabei verletzt. Die Polizei ging nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt aus.


  • Fruchtsäfte in 100 Prozent rPET

06.06.2019 | Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch hat den Recyclat-Anteil bei PET-Flaschen erhöht. Bislang lag der Anteil von recyceltem PET (rePET) bei bis zu 50 Prozent. Nun erscheinen die Produkte der Rauch Juice Bar Range in 100 Prozent rePET. In den nächsten Jahren will Rauch den rePET-Anteil bei weiteren Marken auf bis zu 100 Prozent erhöhen.

Rauch ist Gründungsmitglied der PET2PET Recycling Österreich GmbH. Die Organisation wurde zusammen mit vier weiteren österreichischen Getränke-Produzenten im August 2007 in Betrieb genommen. Einer von ihnen ist auch der Mineralwasseranbieter Vöslauer, der in den kommenden Jahren alle PET-Flaschen auf 100 Prozent rPET umstellen will.


  • bvse fordert schärfere Maßnahmen

06.06.2019 | Der Entsorgerverband bvse fordert schärfere Maßnahmen, um gegen nicht recycelbare Verpackung vorzugehen. „Design for Recycling muss gelebt werden“, appellierte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock beim bvse Altkunststofftag vor mehr als 440 Kunststoffrecycling-Experten. „Wir fordern, dass nur noch solche Verpackungen auf den Markt gebracht werden dürfen, für die Hersteller und Handel nachweisen können, dass sie mit vertretbarem Aufwand zu recyceln sind.“

Die Forderung sei praktisch gut umsetzbar, meint der Verband. Inzwischen seien innerhalb der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister Kriterien zur Recyclingfähigkeit erarbeitet worden. „Verpackungen, die diesen Kriterien nicht oder nur unzureichend genügen, sollten so erheblich beaufschlagt werden, dass sie praktisch nicht mehr in den Markt gelangen können“, verlangte Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling.


  • „Plastikatlas“ vorgestellt

06.06.2019 (dpa) | Im Kampf gegen die weltweite Umweltverschmutzung mit Kunststoffen fordern Umweltschützer ein Verbot von Mikroplastik und strengere Vorgaben der Politik für Energie- und Chemiekonzerne. Es brauche eine Plastikwende, sagte der Chef der Umweltorganisation BUND, Hubert Weiger, am Donnerstag. Vor allem globalen Energie- und Chemiekonzernen müsse die Politik striktere Grenzen setzen, sagte Barbara Unmüßig, Vorstand der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. „Ein paar Dutzend Unternehmen“ stellten den Großteil der Produkte her, die später als Plastikabfall zurückblieben.

Beide Organisationen präsentierten in Berlin einen „Plastikatlas“ mit Zahlen und Hintergründen. Demnach werden pro Jahr weltweit über 400 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt, zwischen 1950 und 2015 waren es insgesamt 8,3 Milliarden Tonnen. Weniger als ein Zehntel davon sei recycelt worden. Mehr als ein Drittel der hergestellten Kunststoffe wird für Verpackungen verwendet. Schätzungen zufolge würden rund 40 Prozent der Plastikprodukte in weniger als einem Monat zu Abfall, sagte Unmüßig.

Aus Sicht der Autoren des Plastikatlasses darf Politik nicht nur Verbraucher adressieren. Auf EU-Ebene würden Produkte wie Plastikstrohhalme und -besteck verboten, das sei auch gut so, sagte Unmüßig. „Wir erleben aber gleichzeitig, wie Europa zuschaut, wie neue Kapazitäten für die Plastikproduktion geschaffen werden.“ Nicht nur Konsumenten, auch die Produzenten müssten in die Verantwortung genommen werden. Die fünf größten Plastikkonzerne seien ExxonMobil, BASF, Eni, INEOS, und Dow.


  • Käse-Verpackung auf Papierbasis

06.06.2019 | Die REWE Group, einer der größten Lebensmittelhändler in Österreich, verpackt seine Premium-Käseproduktreihe der Biomarke „Ja! Natürlich“ mit einer neuen, patentierten Papierlösung des Verpackungs- und Papierunternehmens Mondi. Die Bio-Käsescheiben aus Heublumenmilch werden bei den österreichischen Supermärkten BILLA, MERKUR, ADEG und Sutterlüty in der Selbstbedienungsvitrine auf naturbraunen Papierschalen angeboten. Diese könnten in Österreich über das Altpapier recycelt werden, da sie zu 80 Prozent aus Frischfaser und nur zu 20 Prozent aus Kunststoff bestünden.

Das naturbraune Papier der neuen Käseverpackung wird laut REWE im Werk Mondi Frantschach, Kärnten, mit überwiegend heimischem Holz produziert. Die neue Verpackung sei eine formbare Papierverpackung mit patentierter Barriere und eigne sich für flache Lebensmittelschalen.

Nach einer Testphase von neun Monaten in Kooperation mit der Molkerei Salzburgmilch startet die neue Verpackung nun bei den Käsescheiben aus der Feinkost in den Sorten „Bio Alpkönig“, „Bio Gouda“, „Bio Emmentaler“, „Bio Butterkäse“ und „Bio Bergkäse“. Die neue Verpackungslösung auf Papierbasis werde in Kürze auch in nationalen Supermarktketten in Frankreich und Polen zu finden sein.


  • BDE in neuem Quartier

06.06.2019 | Der Entsorgerverband BDE hat am Donnerstag offiziell sein neues Quartier in Berlin eröffnet. Das „Haus der Kreislaufwirtschaft“ liegt am südwestlichen Rand des Tiergartens im früheren Diplomatenviertel. Das fünfgeschossige Haus mit insgesamt mehr als 2.000 Quadratmetern Nettonutzfläche wird künftig das Zentrum der Verbandsarbeit in der Bundeshauptstadt sein.

Das von der Berliner Architektin Ursula Hüffer entworfene Gebäude ist im „industrial design“ errichtet. Das Haus verfügt über einen ökologischen Dachgarten mit Obstbäumen. Auch die Ansiedlung von Bienen ist vorgesehen.


  • „Fatale Folgen von Fast Fashion“

05.06.2019 | Für gemeinnützige Sammler stellt der Trend zu „Fast Fashion“ ein immer größeres Problem dar. „Am Ende der textilen Kette sehen wir bereits die fatalen Folgen eines nicht nachhaltigen Kleiderkonsums“, warnt Andreas Voget, Geschäftsführer des Dachverband FairWertung. „Wir müssen dringend umsteuern.“

Inzwischen werden weltweit mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke pro Jahr hergestellt. Diese Kleiderflut komme nun am Ende der Kette in den Sammlungen der gemeinnützigen Organisationen an, so der Dachverband. Über eine Million Tonnen würden in jedem Jahr in Sammlungen gegeben – mit stark steigender Tendenz.

Die Branche könne die enormen Mengen kaum noch aufnehmen. „Ein immer größerer Anteil aus den Kleidersammlungen muss direkt dem Downcycling zugeführt werden“ so der Dachverband. Dies werde allerdings zunehmend zum Problem. Denn die stark steigenden Mengen an minderwertigen Textilien könnten nicht mehr verarbeitet werden – es fehle an ausreichenden Verwertungsmöglichkeiten und marktfähigen (Recycling-)Produkten. Dadurch lande ein zunehmender Teil der minderwertigen Textilien am Ende in der Verbrennung.

Für gemeinnützige Sammler vermindern solche (Billig-)Textilien die Qualität der eigenen Sammlung und damit auch die Erlöse aus der Sammlung, betont FairWertung. „Unmoderne, abgetragene oder zerschlissene Textilien sind längst keine Hilfe mehr – im Gegenteil: sie stellen eine erhebliche Kostenbelastung dar.“ Der steigende Anteil minderwertiger Textilien gefährde auf diese Weise die Wirtschaftlichkeit der Sammlungen insgesamt.


  • Das wichtigste Umweltproblem

05.06.2019 (dpa) | Die Verschmutzung der Weltmeere ist für die Menschen in Deutschland das wichtigste Umweltproblem noch vor der Erderwärmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch vorgestellte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Orange Ocean.

Demnach gaben 49 Prozent der in Deutschland Befragten die Meeresverschmutzung als das ihrer Meinung nach wichtigste Umweltproblem an. Dahinter folgen mit 42 Prozent die Erderwärmung und mit 39 Prozent die Abholzung der Regenwälder.

Auch in anderen Ländern wurden Menschen befragt, darunter Großbritannien, die USA, China und Ägypten. Während die Teilnehmer im Vereinigten Königreich ebenfalls die Meeresverschmutzung als größtes Problem ansahen (55 Prozent), war es in den USA die Erderwärmung (45 Prozent). In China wurde die Luftverschmutzung als besonders problematisch wahrgenommen (59 Prozent) und in Ägypten lag die Verschmutzung des Trinkwassers vorne (72 Prozent).


  • 100 Euro für weggeworfene Kippe

04.06.2019 (dpa) | Eine weggeschnippte Zigarettenkippe oder eine achtlos auf die Straße geworfene Burger-Verpackung sollen die Bürger in Nordrhein-Westfalen künftig teuer zu stehen kommen. Das sieht der neue Bußgeldkatalog vor, den Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf veröffentlicht hat.

Für kleine gedankenlose Unachtsamkeiten wird den kommunalen Behörden empfohlen, 100 Euro Bußgeld zu kassieren – bislang lag die Empfehlung bei nur zehn bis 25 Euro. Bindend ist der Bußgeld- und Verwarnkatalog allerdings nicht.

Die Bandbreite der Sanktionsvorschläge reicht von 100 Euro für rechtswidrig weggeworfenen Alltagsmüll – etwa Einweg-Kaffeebecher oder Pappteller. Bis zu 50.000 Euro können für die vorsätzliche gewerbsmäßige Ablagerung größerer Mengen umweltgefährdender Stoffe wie Altöl, Farben oder Bauschutt fällig werden.

„Der öffentliche Raum ist kein Mülleimer“, mahnte die Ministerin. „Und die oftmals acht- und rücksichtslose Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt.“ Allein die Stadt Köln müsse jährlich 7,4 Millionen Euro ausgeben, um wilden Müll zu entfernen.


  • Kein Engpass bei Seltenen Erden

03.06.2019 (dpa) | Die Wirtschaft in Deutschland muss keine Lieferengpässe bei Seltenen Erden befürchten, falls sich der Handelskrieg zwischen den USA und China verschärfen sollte. Zu dieser Einschätzung kommt die Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe in Hannover (BGR). „Wir sehen die Gefahren kurz und mittelfristig als eher niedrig an“, sagte Harald Elsner, Wirtschaftsgeologe bei der BGR, der Deutschen Presse-Agentur.

Der weltgrößte Produzent China hatte im Handelskrieg mit den USA mit einer Verknappung der Seltenen Erden gedroht. Die High-Tech-Metalle werden für die Herstellung etwa von Smartphones, Computern, und Bildschirmen, aber auch Windkraftanlagen oder Autos benötigt.

Deutschland habe 2018 rund 9.724 Tonnen seltene Erdmetalle und -verbindungen importiert, sagte Elsner. Unterm Strich stammten davon 80 Prozent aus China und 20 Prozent aus Russland. Diese Zahlen seien in den vergangenen Jahren relativ konstant gewesen.

Große Unternehmen kauften für die Produktion in Deutschland direkt in China ein und hätten langfristige Lieferverträge, die von der Auseinandersetzung nicht betroffen seien. Unternehmen, die auch in den USA produzieren, könnten aber durchaus die Auswirkungen des Handelskrieges zu spüren bekommen. Kleinere Unternehmen in Deutschland hätten zunächst noch genügend Vorräte an Seltenen Erden, sie würden vor allem von einem österreichischen Zwischenhändler versorgt.


  • Video überführt Einbrecher

03.06.2019 (dpa) | Nach einem Einbruch in einer Recyclingfirma in Velten (Oberhavel) hat die Polizei drei mutmaßliche Täter ermittelt. Sie gaben ihre Tatbeteiligung zu, teilte die Polizeiinspektion Oberhavel am Donnerstag mit. Außerdem nannten sie die Namen der beiden Komplizen.

Fünf Personen waren am Mittwochabend von einer Überwachungskamera dabei beobachtet worden, wie sie sich Zutritt zu dem Gelände verschafften. Sie hebelten demnach mit einem Brecheisen das Tor auf. Bei der sofort eingeleiteten Fahndung ermittelten die Beamten drei Tatverdächtige in der Umgebung. Das Brecheisen und weitere Spuren wurden gesichert.


  • Türkische Wirtschaft erholt sich

03.06.2019 (dpa) | Die Türkei ist nach einer Rezession im vergangenen Jahr wieder mit einer wachsenden Wirtschaftsleistung in das laufende Jahr gestartet. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das

Statistikamt am Freitag mit. Als ein Grund für den Anstieg gilt die erhöhte Kreditvergabe durch staatliche Banken. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging das türkische BIP jedoch um 2,6 Prozent zurück.

Die Türkei war 2018 in eine Rezession gerutscht. Im Schlussquartal war die Wirtschaftsleistung um 2,4 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Der Rückgang folgte auf ein Minus im dritten Quartal von 1,5 Prozent. Und auch bereits im zweiten Quartal war die Wirtschaft nach revidierten Daten leicht geschrumpft. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen sinkt.


  • Brand bei Entsorger in Haren

31.05.2019 (dpa) | Bei einem Feuer in einem Entsorgungsbetrieb im emsländischen Haren ist ein Schaden von 100 000 Euro entstanden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, brach aus zunächst unbekannten Gründen der Brand am späten Donnerstagabend in einer Papierpressanlage aus.

40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Haren löschten das Feuer. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


  • Philippinen schicken Müll zurück

31.05.2019 (dpa) | Nach monatelangen diplomatischen Querelen schicken die Philippinen mehr als 1.300 Tonnen Müll nach Kanada zurück. Der Frachter „MV Bavaria“ verließ am Freitag mit 69 Containern den philippinischen Hafen Subic Bay. Das Schiff, das unter der Flagge Liberias fährt, soll Ende nächsten Monats in Vancouver an der kanadischen Westküste abkommen.

Der Streit um den Müll beschäftigt beide Länder schon seit Monaten. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte Kanada deshalb sogar mit „Krieg“ gedroht.

Der Müll war bereits in den Jahren 2013/14 über viele Tausend Seemeilen hinweg nach Südostasien gebracht worden. Insgesamt handelte es sich um mehr als 100 Container mit Haushaltsmüll, darunter auch Plastikflaschen, Plastiktüten, Altpapier und gebrauchte Windeln. Nach philippinischen Angaben wurde alles fälschlicherweise als Plastikmüll deklariert. Der Abfall lagerte seither im Hafen von Subic Bay, etwa 80 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Manila.


  • Kohlekraftwerk Rostock im Visier

31.05.2019 (dpa) | Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat die Abschaltung des Kohlekraftwerks in Rostock bis spätestens 2025 gefordert. Wünschenswert sei, das Kraftwerk in einen Speicher für Öko-Strom umzubauen, sagte die Schweriner Schülerin Theresia Crone am Freitag in Schwerin.

Weitere Forderungen der Jugendlichen für einen besseren Klimaschutz betreffen unter anderem ein kostenloses Schülerfreizeitticket für den öffentlichen Nahverkehr, mehr Radwege und eine Reduzierung von Plastik.

Das Kohlekraftwerk in Rostock ist das einzige in Mecklenburg-Vorpommern. Es produziert Strom und Fernwärme. Die anhaltende Verbrennung von Kohle gilt als Hauptproblem für das Erreichen der deutschen Klimaziele.


  • Prämie für E-Autos läuft weiter

31.05.2019 (dpa) | Autofahrer können beim Kauf von Elektroautos länger als bisher geplant eine staatliche Prämie bekommen. Um die weiter schwache Nachfrage anzukurbeln, verlängert die Bundesregierung die Prämie bis Ende 2020. Die Förderung kann aber schon vorher auslaufen, wenn der Prämientopf von insgesamt 1,2 Milliarden vor Ende 2020 leer ist. Ob es auch in den Jahren danach eine Förderung gibt, ist offen.

Die Prämie sollte eigentlich Ende Juni auslaufen. Der „Umweltbonus“ war vor drei Jahren eingeführt worden, hat die Erwartungen bisher aber nicht erfüllt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigte am Freitag in Berlin die Verlängerung an, die sich bereits angedeutet hatte. „Wir brauchen Kontinuität bei der Förderung“, sagte der CDU-Politiker, der die Federführung bei der Förderung hat.

Altmaier forderte die Autoindustrie auf, ihre Anstrengungen beim Ausbau der Elektromobilität zu verstärken. «Die Anzahl der E-Modelle, die im Markt verfügbar sind, wächst, aber hier ist die Industrie gefragt, noch bessere Angebote zu machen.» International erfolgreiche E-Autos seien auch entscheidend für den künftigen Erfolg der deutschen Autoindustrie und damit für hunderttausende Arbeitsplätze.

Für reine Batterieautos gibt es nach dem Programm 4.000 Euro, für Hybridautos 3.000 Euro Zuschuss. Das Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60.000 Euro haben. Im Topf liegen insgesamt 1,2 Milliarden Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und der Autoindustrie. Es bleibt bei dieser Ko-Finanzierung. Die Mittel sollen nicht erhöht werden.


  • Straßenmüll kostet Millionen

29.05.2019 (dpa) | Weggeworfener Müll an den Straßen und Parkplätzen in Nordrhein-Westfalen belastet die Straßenbetriebe mit millionenschweren Zusatzausgaben. „Die Aufgabe von Straßen.NRW ist vor allem, für einen sicheren und flüssigen Verkehr zu sorgen, da steht das Müllsammeln nicht an erster Stelle. Unsere Straßenwärter sind keine Müllmänner!“, sagte die Chefin des Landesbetriebes Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek, der Deutschen Presse-Agentur. „Nehmt Euern Müll mit nach Hause.“

Jedes Jahr sammeln die Mitarbeiter des Landesbetriebes und von ihnen beauftragte Fremdfirmen 16.000 Tonnen Müll an den Straßen ein. Dafür seien rund 80.000 Arbeitsstunden erforderlich – ungefähr 50 Vollzeitjobs, rechnet Sauerwein-Braksiek vor. Jedes Jahr entstünden knapp sieben Millionen Euro Zusatzkosten, die nicht über Gebühren abgedeckt sind. Die Folge: Der Landesbetrieb muss an anderen Aufgaben sparen.

Nach dem Bußgeldkatalog des Landes drohen Müllsündern Bußgelder bis zu mehreren hundert Euro. Das hindert viele Autofahrer aber nicht. Probleme macht der Müll vor allem, wenn Grünflächen gemäht werden sollen und Müll im tiefen Gras dann in den Mähmaschinen landet. Speisereste im Müll könnten außerdem zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen, warnt die Betriebschefin.


  • UBA will Vorreiter sein

29.05.2019 | Bis 2030 möchte das Umweltbundesamt (UBA) die CO2-Emissionen seiner Gebäude um 70 Prozent reduzieren, die erneuerbare Energieerzeugung verdoppeln und die Emissionen seiner Dienstwagen auf null senken. „Wir wollen Vorreiter auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Verwaltung sein und die konkreten Möglichkeiten dafür ausloten“, begründet UBA-Präsidentin Maria Krautzberger diese Initiative.

Ob Bau von Plus-Energie-Gebäuden, Reduzierung von Dienst-Kfz, mehr E-Mobilität, weniger Fleisch in der Kantine oder die Beschaffung von Produkten mit dem Blauen Engel – das UBA will zeigen, was Verwaltungen ganz praktisch für den Klimaschutz tun können. „Klimaschutz darf sich nicht darauf beschränken, die technische Infrastruktur zu ersetzen. Vielmehr müssen wir klimaverträgliches Handeln als Teil unserer Arbeit etablieren, beispielsweise bei Dienstreisen oder der Beschaffung“, so Krautzberger.


  • Nur 30 Prozent Altpapier

28.05.2019 (dpa) | Welches Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern verbraucht am meisten Papier? Die Antwort ist: das Bildungsministerium. 2,46 Millionen Din-A4-Blätter seien dort 2018 verbraucht worden, teilt die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Freien Wähler/BMV mit. Am wenigsten Papier nutzte das Energieministerium mit nur 470 000 Blatt. Insgesamt summierte sich der Verbrauch der Ressorts auf mehr als 11 Millionen Blatt für insgesamt gut 52.000 Euro.

Die Freien Wähler interessierte außerdem, wie viel Recyclingpapier für die knapp 3,47 Millionen Blatt Papier an Informationsflyern und Broschüren aus den Ministerien benutzt wurde. Die Antwort: Nur knapp 30 Prozent, oder gut eine Million Blatt.


  • Durchsuchung bei Entsorger

28.05.2019 (dpa) | Die Polizei in Baden-Württemberg ermittelt in einem Tötungsdelikt. Eine Leiche wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Dienstag aber noch nicht gefunden. Am Montagabend durchsuchten Ermittler eine Müllentsorgungsfirma in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen).

Die Polizei war mit rund 70 Beamten und mehreren Einsatzfahrzeugen auf dem Gelände und interessierte sich demnach für ein bestimmtes Müllfahrzeug. Dieses hatte tagsüber den Abfall an den Rastplätzen entlang der Autobahn 7 eingesammelt, die im Regierungsbezirk Stuttgart liegen.

Eine mit dem Fall zusammenhängende Polizeiaktion soll es am Montag auch in Sontheim an der Brenz (Kreis Heidenheim) gegeben haben. Das für die Ermittlungen zuständige Polizeipräsidium in Ulm wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern.


  • Streit um Altlasten in Hahn

27.05.2019 (dpa) | Der Hunsrück-Flughafen Hahn und der Bund streiten vor Gericht um die Kosten für die Beseitigung bestimmter Altlasten. Bei dem ehemaligen US-Fliegerhorst haben Experten teilweise eine Gewässerverunreinigung mit sogenannten perfluorierten Tensiden (PFT) festgestellt. Diese Belastung dürfte auf frühere Feuerwehrübungen mit PFT-haltigen Löschschäumen zurückgehen, teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord der Deutschen Presse-Agentur mit.

Laut dem Bundesanzeiger hat die Flughafengesellschaft schon vor zwei Jahren vor dem Landgericht Bad Kreuznach die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verklagt, weil diese nicht zahlen wolle. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenmisteriums übernimmt der Bund zwar in der Regel 90 Prozent der Kosten der Beseitigung von Altlasten der früheren militärischen Nutzung des Flughafens Hahn – nicht aber bislang bei Belastungen mit PFT. Laut dem Landgericht Bad Kreuznach läuft noch das „schriftliche Vorverfahren, das heißt ein Termin zur mündlichen Verhandlung wurde bislang noch nicht bestimmt“.

Die SGD Nord teilte weiter mit: „In den letzten Jahren wurden weltweit an verschiedenen Standorten Schadensfälle mit PFT-Verunreinigungen bekannt.“ Diese Stoffe seien „mittlerweile sogar bis in die Arktis hinein nachweisbar“. PFT stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich sein zu können. Die Mittelbehörde in Koblenz ergänzte: „Aufgrund der hohen PFT-Konzentrationen des Brühlbaches hat die SGD Nord vorsorglich empfohlen, im Bereich der Ortsgemeinde Hahn auf die Nutzung von Bachwasser für Bewässerungszwecke zu verzichten.“


  • Nachhaltigkeit als Vergabekriterium

25.05.2019 (dpa) | Volkswagen will bei seinen Lieferanten mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen und sich von Zulieferern trennen, die die Vorgaben des Autobauers nicht erfüllen. „Es gibt einen Vorstandsbeschluss auf Konzernebene: Wir werden Nachhaltigkeit ab 1. Juli als verpflichtendes Vergabekriterium etablieren“, sagte der Leiter Strategie Beschaffung, Marco Philippi, der Automobilwoche (Montag). „Jeglichen Verstoß gegen Menschenrechte und Sorgfaltspflichten wird VW nicht tolerieren. Die denkbaren Sanktionen reichen bis hin zu einem Ausschluss aus der Lieferkette.“

Als Risikopotenzial haben die Wolfsburger die E-Mobilität ausgemacht. „Transparenz, etwa rund um eine Kobalt-Lieferkette, ist unabdingbar“, sagte Philippi. In der Datenbank des Konzerns stehen mehr als 40.000 Zulieferer. Daher werde VW „risikobasiert“ vorgehen. Zunächst sollen zwei Drittel des Beschaffungsvolumens erfasst werden. „Dann werden wir das Rating sukzessive über die Marken und Regionen ausrollen.“

Volkswagen werde zunächst Kriterien in den Bereichen Umwelt und Soziales prüfen, danach bei Compliance und Anti-Korruption. Werden Ziele verfehlt, soll vor Ort genauer nachgeprüft werden. „Erfüllt man in einem der Bewertungsprozesse oder Themenblöcke Umwelt/Soziales oder Korruption nicht die Mindeststandards, kann man dies nicht ausgleichen“, kündigte Philippi an.


  • Kritik an Grube Teutschenthal

23.05.2019 (dpa) | Im Streit um den Gestank an der Grube Teutschenthal hat Wirtschaftsminister Armin Willingmann das Vorgehen des Betreibers scharf kritisiert. „Wir werden nicht in Kauf nehmen, dass erzielte Verbesserungen aus wirtschaftlichen Erwägungen wieder über Bord geworfen werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Magdeburger Landtag. Der Betreiber hatte jüngst angekündigt, einen Vertrag mit dem Land zu kündigen, dem zufolge ein bestimmtes Filtrat-Wasser nicht mehr zum Verfüllen der Grube verwendet wird.

Man werde die Kündigung dieses Vertrags nicht akzeptieren, sagte der Minister. Mit dem Betreiber werde derzeit darüber verhandelt. Laut Willingmann hat sich der Verdacht bestätigt, dass das Filtrat-Wasser und das darin enthaltende Ammoniak für den Gestank verantwortlich ist. Der Betreiber bezweifelt das. Ein Gutachten des Uniklinikums Halle habe die Ursache des Gestanks nicht eindeutig klären können, hatte das Unternehmen vor einer Woche mitgeteilt. Der mit dem Land geschossene Vertrag erfüllt aus Sicht des Betreibers deshalb nicht das beabsichtigte Ziel, die Geruchssituation vor Ort zu verbessern.

In der Grube, in der früher Kalisalz gewonnen wurde, werden heute Industrieabfälle eingelagert. Mit ihnen werden die unterirdischen Hohlräume gefüllt, um Erdsenkungen oder erdbebenartige Erscheinungen zu verhindern. Seit Monaten gibt es heftige Proteste von Anwohnern wegen einer enormen Geruchsbelästigung durch die Grube. Die Linke forderte am Donnerstag im Landtag dauerhafte Messungen der Abluft direkt am Schacht, durchgeführt von unabhängigen Gutachten. Angelieferte Stoffe müssten lückenlos vom Land überprüft werden.


  • Deutlich weniger Elektrostahl

23.05.2019 | Im April wurde in Deutschland deutlich weniger Elektrostahl produziert als im Vorjahresmonat. Nach den aktuellen Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl belief sich die Produktion im vergangenen Monat auf 2,199 Millionen Tonnen. Das bedeutet ein Minus von 15,6 Prozent gegenüber April 2018.

Auch der bisherige Jahresverlauf bleibt hinter dem vergangenen Jahr zurück. Laut Wirtschaftsvereinigung Stahl wurden von Januar bis April dieses Jahres 7,1 Prozent weniger Elektrostahl hergestellt als im Vorjahreszeitraum.

Nach unten zeigt auch die Rohstahlproduktion insgesamt. Sie ist im April um 8,7 Prozent gegenüber April 2018 gefallen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Rohstahlproduktion 4,9 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum.


  • Ifo-Geschäftsklima trübt sich ein

23.05.2019 (dpa) | Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich im Mai deutlich eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel um 1,3 Punkte auf 97,9 Zähler, wie das Forschungsinstitut am Donnerstag in München mitteilte. Damit erreichte der Wert den tiefsten Stand seit Ende 2014. Analysten hatten hingegen einen nur leichten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers erwartet.

„Der deutschen Konjunktur fehlt es weiter an Schwung“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Bis auf den Bausektor trübte sich das Klima in allen betrachteten Bereichen ein. Das Ifo-Geschäftsklima wird aus der Befragung von etwa 9.000 Unternehmen errechnet. Der Indikator wird als gute Schätzgröße für das künftige Wirtschaftswachstum angesehen.


  • Brand bei Remondis

23.05.2019 (dpa) | Bei einem Brand auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Remondis in Königsbrunn (Landkreis Augsburg) ist nach Schätzungen der Polizei ein Schaden von etwa 150 000 Euro entstanden. Die Polizei vermutet, dass sich der abgelagerte Müll selbst entzündet hat, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

Der Abfall war am Mittwochabend in Flammen aufgegangen. Brandstiftung schloss die Polizei aus. Gegen 22 Uhr war das Feuer gelöscht. Verletzt wurde niemand.


  • Recylex-Aktie ausgesetzt

Der französische Recyclingkonzern Recylex hat die Aussetzung des Börsenhandels der Recylex Aktie (Euronext Paris: FR0000120388 – RX) beantragt. Der Konzern begründet die Maßnahme damit, dass allen Anlegern ein fairer und einheitlicher Informationszugang bis zur Veröffentlichung einer Pressemitteilung gewährleistet werden soll. Weitere Angaben macht das Unternehmen nicht. Die Modalitäten der Wiederaufnahme des Börsenhandels würden in einer weiteren Pressemitteilung mitgeteilt, heißt es.


  • Plastikbecher in Fußball-Stadien

22.05.2019 | Ein Müllberg von mehr als 9 Millionen Einweg-Plastikbechern sammelte sich in der Saison 2018/19 in den Arenen der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga an. Dies ist das Ergebnis aktueller Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

Durch den massenhaften Einsatz von Einwegplastikbechern würden Ressourcen verschwendet, das Klima belastet und die Umwelt zugemüllt, beklagt der Umweltverband. Für die neue Saison fordert die DUH von allen Bundesligisten den Einsatz von Mehrwegbechern. Der Verband der Bundesligaprofivereine, die Deutsche Fußball Liga (DFL), sollte zudem Umweltleitlinien für den Bundesligaspielbetrieb erarbeiten und verabschieden, die auch den Einsatz von Mehrwegbechern vorsehen.

Den mit Abstand größten Müllberg von mehr als eineinhalb Millionen Plastikbechern habe Borussia Dortmund verursacht, erklärt die DUH. Allein die vier Vereine Borussia Dortmund, Schalke 04, Hamburger SV und der FC Köln seien für die Hälfte aller verbrauchten Plastikbecher in der ersten und zweiten Liga verantwortlich. Diese Vereine trügen somit eine besonders große Verantwortung.


  • USA und Türkei senken Zölle

22.05.2019 (dpa) | Am Montag (20. Mai) hatte US-Präsident Donald Trump den Zoll auf Stahlimporte aus der Türkei von 50 Prozent auf 25 Prozent gesenkt. Nun hat die Türkei im Gegenzug Sanktionen gegen US-Produkte aufgehoben. Ankara senkte die Einfuhrzölle auf 22 US-Produkte wieder um die Hälfte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hervorgeht. Aufgelistet sind unter anderem alkoholische Getränke, Tabak, Papier sowie Reis aus den Vereinigten Staaten.

Die beiden Länder legen mit den Maßnahmen einen Handelsstreit bei, der sich im vergangenen Sommer an der Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson in der Türkei entzündet hatte. Um den Pastor freizubekommen, hatte die Trump-Regierung unter anderem Strafzölle verhängt, die Ankara erwiderte. Brunson war im Oktober aus dem Gefängnis entlassen worden. Er wurde zwar wegen Terrorvorwürfen verurteilt, durfte das Land aber verlassen.


  • Johner folgt auf Peveling

21.05.2019 | Der bvse-Ausschuss Logistik und Technik hat einen neuen Vorsitzenden. Die Ausschussmitglieder wählten Steffen Johner (Goa Gesellschaft im Ostalbkeis für Abfallbewirtschaftung mbH, Schwäbisch Gmünd) einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Er folgt auf den bisherigen Amtsinhaber, Ralf Peveling, Geschäftsführer der Manfred Meyer GmbH + Co. KG in Hagen.


  • Erneut Streit um Nitrat

21.05.2019 (dpa) | Im Streit über schädliches Nitrat im Grundwasser droht die EU-Kommission der Bundesrepublik mit einer weiteren Klage, falls nicht rasch die Düngeregeln für Bauern nachgeschärft werden. Dies geht aus einem Brief der Kommission an das Argrar- und das Umweltministerium in Berlin hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im äußersten Fall drohen erhebliche Strafgelder.

Die EU-Kommission und Deutschland liegen deswegen schon seit geraumer Zeit über Kreuz. Im Juni 2018 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) Deutschland nach einer Klage der Brüsseler Behörde verurteilt, weil an vielen Stellen zu viel Nitrat im Grundwasser ist und dies gegen EU-Recht verstößt. Das Nitrat stammt meistens aus Düngern wie Gülle und kann in hoher Konzentration für Umwelt, Tiere und Menschen schädlich sein.

Das Urteil bezog sich noch auf ältere Düngeregeln. Die Bundesregierung hat die Regeln für Landwirte 2017 schon verschärft, aber aus Brüsseler Sicht nicht ausreichend. In der Diskussion waren unter anderem weitere Sperrzeiten fürs Düngen in belasteten Gebieten.

In dem Brief an die beiden deutschen Ministerien beklagt die EU-Kommission nun, dass Umweltkommissar Karmenu Vella schon Mitte März gesetzliche Nachbesserungen verlangt, aber darauf immer noch keine Antwort erhalten habe. Die volle Umsetzung der Nitrat-Richtlinie in Deutschland sei unerlässlich, „um Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten und die beunruhigende Wasserqualität“ zu verbessern.

Die beiden Ministerien wollen an diesem Mittwoch weiter über den Düngestreit beraten. Es sei ein Bund-Ländergespräch mit den Agrar- und Umweltministern der Länder geplant, erklärte ein Sprecher des Bundesagrarministeriums. Anschließend solle nach der Europawahl (am 28. Mai) ein Brief an die EU-Kommission mit Erläuterungen zu den nächsten Schritten geschickt werden.


  • Hamburg steigt aus Kohle aus

21.05.2019 (dpa) | Hamburg will ab 2030 keine Kohle mehr für die Fernwärme-Versorgung verbrennen. Das ist der zentrale Inhalt einer Vereinbarung der Bürgerschaftsfraktionen von Grünen und SPD mit der Volksinitiative „Tschüss Kohle“, teilten die Initiative und die Vorsitzenden der Fraktionen am Dienstag mit. Die Bürgerschaft soll die Vereinbarung als Gesetz verabschieden.

Hamburg wäre damit das erste Bundesland, das sich gesetzlich auf ein Pflichtdatum für den Kohleausstieg in der Wärmeversorgung festlegt. Das Hamburger Fernwärmenetz wird nach dem Volksentscheid von 2013 derzeit vom Energieversorger Vattenfall an die Stadt übertragen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, sollen erneuerbare Energien, Abwärme und Erdgas die bisherigen Heizkraftwerke Wedel und Tiefstack ablösen. Für das überalterte Kohlekraftwerk Wedel läuft bereits die Planungsphase.

Die Stromerzeugung aus Kohle wird in der Einigung und dem Gesetzentwurf nicht geregelt, es geht lediglich um die Fernwärme. Hamburg wird überwiegend vom Kohlekraftwerk Moorburg mit Strom versorgt.


  • Blauer Engel für „FairCup“

21.05.2019 | Das Startup „FairCup“ erhält als erstes Unternehmen den Blauen Engel für sein Mehrwegbechersystem. Begonnen hatte FairCup als Schülerprojekt einer berufsbildenden Schule in Göttingen. Mittlerweile ist das Unternehmen in ganz Deutschland verbreitet. Ziel des Blauen Engel für ressourcenschonende Mehrwegbechersysteme (DE-UZ 210) ist es, den Verbrauch von Einwegbechern zu verringern und umweltverträgliche Mehrwegbechersysteme zu etablieren.

Die Besonderheit bei den FairCup-Bechern ist nach Angaben des Umweltbundesamts, dass sie einfach in Leergutautomaten in beteiligten Supermärkten zurückgegeben werden können. Der Automaten-Partner von FairCup habe inzwischen 30.000 Standorte, Tests laufen aktuell in ausgewählten Supermärkten in Göttingen und Hildesheim. Neben Heiß- und Kaltgetränken eigneten sich die Becher auch für Speisen wie etwa Salate.

Die Kriterien des Blauen Engel beinhalten sowohl Anforderungen an die Becher selbst als auch an die Anbieter. Bei der Herstellung der Mehrwegbecher und -deckel müssen unter anderem umwelt- und gesundheitsbelastende Materialien vermieden werden. Ausgeschlossen sind beispielsweise Melaminharze und Polycarbonat-Kunststoffe, die Bisphenol A freisetzen können. Um das Abfallaufkommen nicht zu erhöhen, müssen die Becher und Decke ein werkstoffliches Recycling ermöglichen. Weiterhin muss ein Pfand auf Becher und Deckel gefordert werden.


  • aha eröffnet Kundenzentrum

20.05.2019 | Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) hat am Montag in der Innenstadt Hannovers ein neues Kundenzentrum eröffnet. Die neue Einrichtung wird montags bis donnerstags von 9:30 bis 18:00 Uhr und freitags von 9:30 bis 15:00 durchgehend geöffnet sein.

„Trotz E-Mails und Telefon ist uns das persönliche Gespräch mit den Kundinnen und Kunden wichtig“, sagt aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. „Unsere umfassende Informations- und Beratungsleistung bieten wir verkehrsgünstig jetzt auch in der Stadtmitte an.“

Nur wenige Schritte von Hannovers Verkehrsknotenpunkt Kröpcke berät aha im neuen Büro unter anderem zur richtigen Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen. Dort gibt es auch die gelben Wertstoff- und die blauen Altpapiersäcke genauso wie Elektroschrottmarken, Info-Flyer und den persönlichen Abfuhrkalender. Im persönlichen Gespräch mit den beiden aha-Beschäftigten können außerdem Sperrmüll- und Elektroschrott-Abfuhrtermine vereinbart werden, Abfallbehälter bestellt oder Änderungen beantragt werden. Auch Auskünfte zu Abfallgebührenbescheiden gibt es dort.


  • Lithium-Brände verhindern

20.05.2019 | Angesichts häufiger Lithium-Brände in Recyclinganlagen fordern die Recyclingverbände BDE, BDSV, bvse und VDM alle in der Wirtschaftskette Beteiligten zum Handeln auf. Von den Kommunen verlangen sie, dass sie die Annahme von batteriebetriebenen Altgeräten durch Fachpersonal gewährleisten oder zumindest entsprechende deutliche Hinweise zur richtigen Einsortierung vorhanden sind. „Wird der Bürger mit der Einordnung der Altgeräte alleine gelassen, sind die Fehlwürfe vorprogrammiert“, heißt es.

Des Weiteren fordern die Verbände eine Pflicht zur Kennzeichnung von Elektronik-Altgeräten. Damit könnte erkannt werden, welche Art von Batterie (Lithium oder nicht) sich in dem Gerät befindet. Dies würde eine enorme Erleichterung bei der Bekämpfung der Brandgefahr darstellen. Eine solche gesetzliche Pflicht für die Hersteller von Elektroaltgeräten bestehe derzeit nur bedingt. Die Ausweisung soll zwar gemäß Paragraf 28 ElektroG auf dem „Beipackzettel“ erfolgen, doch dieser komme nicht bei den Recyclinganlagen an.

Darüber hinaus beklagen die Verbände, dass Akkus nur mit erheblichem Aufwand und unter Risiko zu entnehmen sind, da gar kein Austausch vorgesehen ist. „Das Thema Produktdesign spielt also eine entscheidende Rolle“, so die Verbände. Auch die Hersteller von Lithiumbatterien und Lithiumzellen sollten ihrer Produktverantwortung dadurch gerecht werden, indem sie aktiv insbesondere auch beim Verbraucher Aufklärungsarbeit leisten. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollte verstärkt auf die Risiken und die richtige Entsorgung ihrer Produkte hingewiesen werden.


  • Neue Frist für Recylex

16.05.2019 | Der französische Recyclingkonzern Recylex muss weiter um die Finanzierung für den deutschen Teilkonzern bangen. Eine bereits verlängerte Frist auf Mitte Mai haben die Kreditgeber nochmals um zwei Wochen verlängert. Die Gruppe hat nun bis 31. Mai Zeit, die Finanzierung festzuzurren.

Recylex steckt bereits seit Längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Verantwortlich ist unter anderem die deutlich gesunkene Bleiproduktion als Folge des neuen Reduktionsofens in Nordenham. Dadurch wurden die finanziellen Ziele bislang nicht erreicht.

Die Kreditgeber sind deshalb zu einer vorzeitigen Kündigung der Finanzierung berechtigt. Diese Option haben sie bislang nicht gezogen. Im Worstcase könnten sie die sofortige Rückzahlung der gewährten Kredite verlangen. Nach Angaben von Recylex beliefen sich die Kredite allein bis Ende 2018 auf rund 60 Millionen Euro.


  • Kaufland stellt Plastiktüte ein

16.05.2019 | Kaufland verzichtet nach und nach auf den Verkauf der Einweg-Plastiktragetaschen. Bereits seit März hat das Unternehmen in rund 50 Filialen in Baden-Württemberg schrittweise den Verkauf dieser Tragetaschen gestoppt und die Bestände abverkauft. Jetzt verabschiedet sich der Lebensmitteleinzelhändler bundesweit von der Einweg-Plastiktasche.

Stattdessen bietet Kaufland seinen Kunden FSC-zertifizierte Papiertragetaschen, stabile Permanent-Tragetaschen, Einkaufsboxen aus FSC-zertifiziertem Karton oder platzsparende Klappboxen an. „Wir teilen den Wunsch der Kunden, Plastik zu reduzieren. Im Sinne unserer ganzheitlichen Plastikstrategie, die die Felder Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung umfasst, ist es nur konsequent, Einweg-Plastiktaschen nicht mehr anzubieten. Auch deshalb gehen wir jetzt noch mehr der gezielten Nachfrage vieler Kunden nach alternativen Einkaufstaschen und –boxen nach“, erklärt Lavinia Kochanski, Leiterin Nachhaltigkeit.


  • Guter Auftakt für Salzgitter

15.05.2019 (dpa) | Der Stahlhersteller Salzgitter blickt nach Aussage des Vorstands auf das beste Auftaktquartal seit 2008 zurück. Neben dem sehr zufriedenstellenden Vorsteuerergebnis des Flachstahlsegments hätten sämtliche anderen Geschäftsbereiche mit positiven Resultaten zum Jahresstart beigetragen, teilt das Unternehmen mit.

Im ersten Quartal steigerte der Konzern den Gewinn vor Steuern auf 125,9 Millionen Euro – nach 95,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte bei rund 2,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit einem leicht steigenden Umsatz auf etwas über 9,5 Milliarden Euro – nach 9,3 Milliarden Euro 2018. Veränderungen bei Wechselkursen, Rohstoffkosten und Edelmetallpreis, aber auch Unwägbarkeiten wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, könnten den Verlauf des Geschäftsjahres noch erheblich beeinflussen.


  • Kunststoffproduktion sinkt

14.05.2019 | Die Kunststoffproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 19,3 Millionen Tonnen gesunken. Zwar verlief der Start ins Jahr 2018 noch positiv, doch in der zweiten Jahreshälfte habe sich der Trend deutlich ins Minus gedreht, erklärte Michael Zobel, Vorsitzender von PlasticsEurope Deutschland. Der Umsatz der Branche sei moderat um 1,1 Prozent auf 27,4 Milliarden Euro gestiegen.

Der Rückgang der Produktion sei insbesondere auf den Abschwung in der Weltwirtschaft, der nachlassenden Dynamik in Europa und bei einzelnen Kundenbranchen zurückzuführen, sagteZobel. Ob in diesem Jahr mit einer Seitwärtsbewegung oder einem weiteren Rückgang der Produktion gerechnet werden muss, sei offen.


  • Verluste für ThyssenKrupp

14.05.2019 | Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp bekommt die konjunkturelle Abkühlung zu spüren und hat ein schwaches zweites Geschäftsquartal verzeichnet. Eine nachlassende Nachfrage im Komponentengeschäft und in der Stahlsparte sowie steigende Verluste im Anlagenbau ließen das operative Ergebnis in den Monaten Januar bis März sinken, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte.

Der Nettoverlust belief sich auf 99 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 240 Millionen Euro im Vorjahr. Negativ wirkten sich dabei auch die Erhöhung der Rückstellungen auf eine erwartete Kartellstrafe im Stahlgeschäft auf etwas mehr als 100 Millionen Euro aus. Der Umsatz nahm leicht um 2 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang um 1 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro.

Die Stahlsparte wird für das zweite Quartal weiterhin als „nicht fortgeführtes Geschäft“ bilanziert – trotz des geplatzten Zusammenschlusses mit dem europäischen Geschäft von Tata Steel. Der Bereich soll zum dritten Quartal wieder eingegliedert werden. Thyssenkrupp hatte am Freitag sowohl die geplante Stahlfusion mit Tata Steel als auch die vorgesehene Aufteilung des Konzerns abgesagt. Das Dax-Unternehmen hatte keine Chance mehr gesehen, von der EU-Kommission die nötige Genehmigung für die Stahlfusion zu erhalten.


  • „Spende Dein Pfand“ lohnt sich

14.05.2019 | Positive Zwischenbilanz nach fünf Jahren „Spende Dein Pfand“: An den deutschen Flughäfen, die telnehmen, sind bisher sechs Millionen Flaschen und Dosen eingesammelt und gegen 1,5 Millionen Euro Pfandgeld eingetauscht worden. Dieses Geld ist vollständig in soziale Projekte geflossen. „Das ist ein Riesenerfolg nicht nur für die Menschen, die von diesem Geld profitieren, sondern auch für die Umwelt“, freut sich Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „Denn das bedeutet ja auch, dass sechs Millionen Flaschen und Dosen, die sonst wahrscheinlich im Müll gelandet wären, recycelt worden sind.“

Die Sammelgefäße von „Spende Dein Pfand“ stehen an acht deutschen Flughäfen. Dabei übernehmen meist ehemalige Langzeitarbeitslose die Entleerung, Säuberung und Pflege der Behälter. Sie sortieren auch die Flaschen nach Einweg und Mehrweg und verpacken sie in spezielle Säcke. Der Grüne Punkt übernimmt die Abholung der Säcke, Organisation der Pfandgelder und das Recycling von Flaschen und Dosen. Aktuell können so 24 Arbeitsplätze der Pfandbeauftragten finanziert werden.


  • Mehrweg für Pflanzenpaletten

14.05.2019 | Der Baumarkt toom nimmt am Floritray Mehrwegsystem teil, einem Mehrwegsystem für Pflanzenpaletten. Allein toom nutzt jährlich rund 8 Millionen Pflanzenpaletten, um Pflanzen von den Gärtnereien über Läger und Märkte schließlich zum Kunden zu bringen. Eine erneute Nutzung der Paletten erfolgt in der Regel nicht. „Somit stellt die Einmal-Pflanzenpalette eine große Quelle an Kunststoffabfall dar“, erklärt der Baumarkt.

Mit Beginn der Saison 2020 wird toom erstmals in Pilotversuchen die sogenannten Pflanzentrays auf eine Mehrwegvariante umstellen. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, ist eine Ausweitung geplant. „Die Paletten werden aus Post-Consumer Recyclingmaterial hergestellt und können ähnlich wie z.B. Mineralwasserkästen vielfach genutzt werden“, erklärt Theo Keysers, Purchasing Director Plant and Logistics. Nach Lieferung der Pflanzen in die toom-Märkte gehen die Paletten nach Reinigung wieder in die Nutzung beim Gärtner, ohne mit jedem Umlauf Kunststoffmüll zu erzeugen.

Laut toom besagen Studien, dass solche Mehrwegsysteme bis zu 30 Prozent CO2 einsparen können (bei 10 Umläufen und 500 km Reichweite), da der verhältnismäßig große Anteil CO2, der während der Herstellung der Paletten entsteht, durch mehrmalige Nutzung relativiert wird.


  • „Wir finden keine Fahrer mehr“

13.05.2019 (dpa) | In Deutschland fehlen nach Angaben der Spediteure rund 60.000 Lastwagenfahrer. „Wir stehen in Deutschland und Europa vor dem Versorgungskollaps, denn wir finden keine Fahrer mehr“, sagte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher beim Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, am Dienstag in Berlin. Die 560.000 Fahrer seien im Durchschnitt älter als 50 Jahre, jedes Jahr gingen 30.000 Kollegen in Rente.

Ein geringes Ansehen des Berufs, schlechte Arbeitsbedingungen und die Aussicht auf autonomes Fahren schreckten viele junge Menschen ab. Inzwischen habe auch die osteuropäische Konkurrenz Nachwuchsschwierigkeiten.

Um mehr Fahrer anzuziehen, böten viele Unternehmer mehr als den Tariflohn. Trotz Digitalisierung würden Fahrer gebraucht, hieß es. 2018 hätten zwar 3.600 Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen, relativ viele. Das sei aber nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“.


  • SPD fordert Bundesratsinitiative gegen Export von Plastikmüll

13.05.2019 (dpa) | Die Landesregierung in Kiel soll nach Forderungen der SPD-Landtagsfraktion eine Bundesratsinitiative gegen den Export von Plastikmüll starten. Dessen Ausfuhr müsse generell verboten werden, heißt es in einem Antrag zur Parlamentssitzung, die am Mittwoch beginnt. Die Landesregierung solle den Bund auch auffordern, ein Exportverbot EU-weit durchzusetzen. „Exportierte Plastikabfälle aus den Industrieländern sind häufig so stark verunreinigt, dass sie nicht ohne weiteres recycelt oder auf andere Weise weiterverarbeitet werden können“, heißt es in dem SPD-Antrag.

Seit China solche Importe gestoppt habe, lande der Müll vor allem in Südostasien und in der Türkei. Deutschland und Europa stünden aber in der Verantwortung, ihren Plastikmüll selbst zu sortieren, zu recyceln oder zu entsorgen. „Aus den Augen aus dem Sinn“ ist nicht das richtige Motto, wenn es um einen verantwortlichen Umgang mit Müll geht“, sagte der SPD-Umweltpolitiker Stefan Weber.

Der Export häufig stark verunreinigten Abfalls ruiniere die Umwelt in ärmeren Ländern. Böden und Gewässer würden verschmutzt oder der Müll ohne Schutzvorkehrungen zum Schaden der Bevölkerung verbrannt. Bis zu Umsetzung eines Ausfuhrverbots müssten die Exporte stärker auf Verunreinigungen kontrolliert werden, sagte Weber. „Dafür liegt die Zuständigkeit bei den Bundesländern.“


  • Umsatz für Schwarz Gruppe klettert über 100 Milliarden Euro

13.05.2019 | Erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte hat die Schwarz Gruppe im Geschäftsjahr 2018 die Umsatzschwelle von 100 Milliarden Euro übersprungen. Nach zuletzt 96,9 Mrd. Euro verbuchte Europas größte Handelsgruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz über netto 104,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 81,2 Milliarden Euro entfielen dabei auf Lidl (+8,8 Prozent), 22,6 Milliarden Euro auf deren Schwester Kaufland (+1,6 Prozent).

Erstmals mit dabei ist auch das Wertstoffmanagement. Nach der Übernahme des Entsorgers Tönsmeier im vergangenen Jahr erwirtschaftete dieser Bereich Umsätze über 500 Mio. Euro. Das Wertstoffmanagement etabliert die Schwarz Gruppe derzeit als weiteres Geschäftsfeld. Als Partner der Kommunen und mittelständischer Betriebe will man das Geschäft in den nächsten fünf Jahren um 50 Prozent auf dann 750 Mio. Euro verbessern.


  • Müllwagen schleift Radfahrer mit

13.05.2019 (dpa) | Sprichwörtlich einen Schutzengel hat ein neunjähriger Junge in Soest gehabt, der auf seinem Fahrrad von einem Müllwagen erfasst und mitgeschleift worden ist. Der Junge sei bei dem Unfall nur leicht verletzt worden, erklärte die Polizei am Freitag.

Demnach war der Neunjährige am Donnerstagmittag auf einem Radweg unterwegs und wollte geradeaus fahren. Der Müllwagen sei links abgebogen, wobei der Fahrer das Kind übersehen habe. Der Wagen erfasste laut Polizei das Kind und schleifte es kurz mit. Der Junge kam zur Sicherheit in ein Krankenhaus.


  • Blauer Engel für Windeln

13.05.2019 | Der Blaue Engel kennzeichnet jetzt auch Einwegwindeln. Die neuen Produkte werden zu 100 Prozent aus Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt, sind frei von Kosmetikzusätzen, schadstoffgeprüft und ab sofort in mehreren Drogeriemärkten erhältlich, teilt das Bundesumweltministerium mit.

Laut Ministerium werden in Deutschland täglich ca. 10 Millionen Windeln gebraucht und weggeworfen. Die nunmehr mit dem Umweltzeichen Blauer Engel gekennzeichneten Windeln hätten gegenüber anderen Einwegwindeln den Vorteil, dass der Zellstoff zu 100 Prozent aus nachweislich nachhaltig und naturnah wirtschaftenden Betrieben stammen muss (z.B. FSC oder PEFC zertifiziert). Auch für andere biobasierte Rohstoffe, die möglicherweise zum Einsatz kommen, sei nur zertifizierte Biomasse zugelassen.

Für alle in der Windel enthaltenen Materialien würden strenge Anforderungen und eine detaillierte Ausschlussliste an Schadstoffen und gesundheitsschädlichen Substanzen, so das BMU. Um ausgezeichnet zu werden, müsse für Blauer-Engel-Windeln ein Laborbricht über 17 zu prüfende chemische Stoffe bzw. Stoffgruppen von akkreditierten Testlaboren vorliegen. Um das Risiko für Allergien zu vermindern, ist der Einsatz von Lotionen, Duftstoffen und Geruchsbindern untersagt.


  • Beste Sortieranlage Österreichs

13.05.2019 | Im Zuge der VOEB-Jahrestagung hat die Saubermacher Dienstleistungs AG die Auszeichnung für die beste Sortieranlage Österreichs erhalten. Gewürdigt wurde damit die Kunststoffsortieranlage in Graz, die im Jahr 2018 im Rahmen des Projektes „Upgrade Sortieranlage“ auf den neuesten Stand der Technik erbracht und modernisiert wurde. Dadurch konnte die Sortierquote wesentlich gesteigert werden.


  • Ordnungsdienst auf Streife

13.05.2019 (dpa) | Ein neuer kommunaler Ordnungsdienst hat auf Kiels Straßen seine Arbeit aufgenommen. Seit Montag sind an der Förde 16 Mitarbeiter von morgens bis in den späten Abend hinein in Zweierstreifen unterwegs. Sie sollen in der Innenstadt, am Hauptbahnhof sowie in den Problemstadtteilen Gaarden und Mettenhof mehr Ordnung gewährleisten.

Die Frauen und Männer tragen Uniform mit der Aufschrift „Ordnungsamt“ und haben nach Angaben der Stadt Vollzugsrechte. Damit dürfen sie bei einem konkreten Anlass Bürger befragen, anhalten und festhalten, Platzverweise aussprechen und durchsetzen. Sie tragen keine Schusswaffe, zur Verteidigung aber einen ausziehbaren Schlagstock. Pfefferspray soll nur zur Abwehr gefährlicher Tiere dienen.

Die Streifen sollen sich um wilde Müllhalden, nach Grillabenden verunreinigte Grünanlagen und weggeworfene Zigarettenkippen ebenso kümmern wie um die Einhaltung der Räum- und Streupflicht auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Die Überwachung der Anleinpflicht für Hunde, rasende Radfahrer in der Fußgängerzone und das Zuparken von Feuerwehrzufahrten gehört ebenfalls zu den Themen.


  • Plattform für grünen Strom

13.05.2019 (dpa) | Ostdeutsche Verbraucher sollen künftig ihren grünen Strom direkt vom regionalen Erzeuger kaufen können. Dafür will der Energiedienstleister enviaM einen digitalen Marktplatz für erneuerbare Energie im Internet eröffnen. Die Online-Handelsplattform soll im zweiten Halbjahr 2019 in Betrieb genommen werden. Dies sei ein Schritt bei der Digitalisierung der Energiewende in Ostdeutschland, teilte das in Chemnitz ansässige Unternehmen mit.

Die neue Plattform, die in Kooperation mit der Firma Elblox entstanden ist, soll Verbraucher und Erzeuger von grünem Strom direkt zueinander bringen. Die Kunden erhalten gegen eine Jahresgebühr über enviaM Zugang zu dem Marktplatz.


  • Brand bei Entsorger in Paderborn

07.05.2019 (dpa) | Eine 1.200 Quadratmeter große Lagerhalle mit Kunststoffabfällen ist in Paderborn vollständig in Brand geraten. „Es gab kleinere Explosionen, verletzt wurde aber niemand“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Anwohner wurden aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Mitarbeiter der Firma im Gewerbegebiet an der Halberstädter Straße hätten die Feuerwehr gerufen. Bei deren Eintreffen habe die Halle bereits gebrannt. Ein Ausbreiten des Brandes verhinderten die Rettungskräfte. Die Feuerwehr war mit etwa 100 Einsatzkräften vor Ort.


  • Messung von Lebensmittelabfällen

06.05.2019 | Die EU-Kommission hat am Montag eine gemeinsame Methodik zur Messung des Umfangs von Lebensmittelabfällen beschlossen. Damit will die Kommission ihre Bemühungen für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem weiter vorantreiben. Derzeit stehen noch keine ausreichenden Daten zur Lebensmittelverschwendung zur Verfügung.

Jährlich gehen etwa 20 Prozent der in der EU erzeugten Lebensmittel verloren oder werden verschwendet, erklärt die Kommission. Die EU sei entschlossen, dieses Problem zu lösen und ihr Lebensmittelsystem nachhaltiger zu machen.

Die Vermeidung der Lebensmittelverschwendung wurde in dem von der Kommission im Dezember 2015 angenommenen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als einer der vorrangigen Bereiche genannt. Darüber hinaus gehört die Lebensmittelverschwendung zu den zehn wichtigsten Indikatoren des Überwachungsrahmens für die Kreislaufwirtschaft‚ die die Fortschritte beim Übergang vom linearen Modell „Produktion-Konsum-Entsorgung“ zur Kreislauforientierung aufzeigen sollen.


  • CEHL will Recycler kaufen

06.05.2019 | Das chinesische Staatsunternehmen Capital Environment Holding Ltd. (CEHL) will in Europa investieren. Im Fokus stünden Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft, erklärt die Firma eWaste. Das österreichische Unternehmen werde CEHL hierbei unterstützen. Erste Aktivitäten seien bereits in Vorbereitung – im Juni dieses Jahres werde eine durch eWASTE organisierte Delegationsreise von CEHL in Österreich, der Tschechischen Republik und Polen stattfinden.

Die Projekte, die eWASTE vorstellen will, liegen jeweils in einer Bandbreite zwischen 50 und 300 Millionen Euro. eWASTE übernimmt in der Zusammenarbeit mit CEHL die Konzeption beziehungsweise das Identifizieren von konkreten Projektmöglichkeiten, das Business Development sowie das Projektmanagement in den einzelnen Umsetzungsphasen.

CEHL bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter von Entsorgungslösungen und Umweltinfrastrukturdienstleistungen in China und Neuseeland. CEHL habe seit mehr als 10 Jahren eine starke Marktpräsenz in 17 Provinzen Chinas aufgebaut und sei auch führend in Städten wie Peking und Shenzhen tätig. Themenbereiche wie thermische Abfallbehandlung von Siedlungsabfällen, Gewinnung von Ressourcen als auch die Zerstörung von Gefahrenstoffen seien wesentliche Kernaufgaben von CEHL. Ein weiteres Ziel sei die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm.


  • bvse warnt vor Engpässen

03.05.2019 | Der Entsorgerverband bvse warnt vor Engpässen in Sonderabfallanlagen in Nordrhein-Westfalen. In dem Bundesland fallen deutschlandweit die meisten gefährlichen Abfälle an. Im Jahr 2017 wurden dort rund 7,06 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle in unterschiedlichen Prozessen behandelt.

„Nordrhein-Westfalen benötigt dringend den Neubau beziehungsweise die Erweiterung bestehender Sonderabfallanlagen, damit ein drohender Kapazitätsengpass zur Beseitigung gefährlicher Abfälle in der Verbrennung abgewendet werden kann“, so der bvse. In dieser Aussage seien sich die Branchenteilnehmer auf dem diesjährigen bvse-Forum Sonderabfallentsorgung in Leipzig einig gewesen.

Auf der Tagung habe Bärbel Birnstengel von Prognos für den Zeitraum 2020 bis 2030 eine Fortsetzung der positiven Wirtschaftsentwicklung vorhergesagt. Hierdurch sowie aus Gründen einer strengen Chemikalienpolitik werde das Aufkommen an Sonderabfällen weiter ansteigen. Die bvse-Mitgliedsfirmen appellieren deshalb an die Politik in Nordrhein-Westfalen, Maßnahmen zu ergreifen, um einen sich abzeichnenden Engpass bei der Entsorgung zu verhindern. Eine Möglichkeit für die zeitnahe Erweiterung der Verbrennungskapazitäten ist aus Sicht des bvse der Ausbau der AGR – Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH.


  • Dresden krempelt Entsorgung um

03.05.2019 | Im kommenden Jahr will die Stadt Dresden die Müllentsorgung neu aufstellen. Im Mittelpunkt stünden die Rekommunalisierung der Stadtreinigung Dresden und die Neuausschreibung der Restmüllentsorgung, schreiben die Dresdner Neueste Nachrichten. Um die Rekommunalisierung zu erreichen, will die Stadt dem Mitgesellschafter Veolia die 49 Prozent-Beteiligung an der Stadtreinigung abkaufen. Hintergrund für die Neuausschreibung der Restmüllentsorgung sei der geplante Braunkohleausstieg. Bislang wird der Restmüll noch zu Ersatzbrennstoff verarbeitet und in Braunkohlekraftwerken verfeuert, die jedoch bald abgeschaltet werden sollen.


  • Kein Geld für Klimaschutz

03.05.2019 | Trotz Klimadebatte und „Fridays for Future“: Mehr als die Hälfte der Deutschen gibt derzeit kein Geld für den Klimaschutz aus. Eine freiwillige Spende, z.B. als Crowdfunding, käme allerdings für mehr Deutsche infrage als eine CO2-Steuer. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag des Energiedienstleisters ista.

Für die Online-Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov bundesweit über 2.000 Bürger aller Altersgruppen befragt. Auf die Frage, ob sie derzeit Geld für den Klimaschutz ausgeben, antworteten 60 Prozent der Befragten mit „Nein“.

Demgegenüber gab ein knappes Viertel an, bewusst klimaschonende Produkte zu kaufen, auch wenn diese teurer seien als herkömmliche. Ebenso beziehen 19 Prozent der Befragten laut eigenen Angaben Ökostrom. Je jünger die Befragten desto höher sei die Bereitschaft, einen finanziellen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.


  • „Wirtschaft wird Fahrt aufnehmen“

03.05.2019 (dpa) | Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rechnet im laufenden Jahr wieder mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum in Deutschland. „Aus heutiger Sicht spricht einiges dafür, dass die Wirtschaft nur eine vorübergehende Schwächephase erlebt und nach dem Durchhänger wieder Fahrt aufnehmen wird“, sagte Weidmann am Donnerstag in Düsseldorf laut Redetext.

Er verwies auf die „ausgezeichnete Arbeitsmarktlage“ und auf die steigenden Einkommen. Dies werde dafür sorgen, dass der private Verbrauch seine Schwäche überwinden werde. Hierfür gibt es nach Einschätzung des Notenbankers schon erste Anzeichen im deutschen Einzelhandel, der im ersten Quartal ein kräftiges Umsatzplus verzeichnet habe.


  • Euro-Raum hellt sich auf

02.05.2019 | Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich etwas erholt. Für die Verbesserung waren ausschließlich die weniger pessimistischen Erwartungen ausschlaggebend, teilt das Institut mit. In vielen Ländern hätten sich die Aussichten für das kommende halbe Jahr aufgehellt. Am deutlichsten nach oben bewegten sich die Erwartungen in Frankreich, Belgien und Griechenland, aber sie stiegen auch kräftig in Deutschland, Italien und Spanien. Eine weitere Verschlechterung der Konjunkturaussichten wurde unter anderem in Irland, den Niederlanden und Portugal gemeldet.

Die Beurteilung der aktuellen Lage hingegen hat sich erneut verschlechtert. Die Experten erwarten ein Wachstum von 1,3 Prozent für das laufende Jahr. Besonders stark nach unten korrigierten die Experten ihre Einschätzungen für Deutschland, Österreich und Italien. Positiver fielen die Einschätzungen für Frankreich, Spanien und Litauen aus.


  • Kritik am Vergabegesetz-Plan

02.05.2019 (dpa) | Nach einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss zum geplanten Vergabegesetz räumt Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ein, dass es „sehr unterschiedliche Sichtweisen, Prioritäten und Meinungen“ zur Novellierung des Vergabegesetzes gebe. Dies habe die Anhörung gezeigt. Der Gesetzentwurf sei aber modern und ausbalanciert, erklärte Tiefensee.

Mit dem neuen Vergabegesetz will die Thüringer Koalition aus Linke, SPD und Grüne einen Mindestlohn einführen, den Unternehmen zahlen müssen, wenn sie Aufträge vom Land erhalten wollen. Die Linke-Fraktion machte klar, dass innerhalb der Koalition noch über die Höhe des Mindestlohnes im Vergabegesetz gesprochen werden müsse. Während die SPD 10,04 Euro fordert, will die Linke 12 Euro Mindestlohn erreichen.

Ein solcher vergabespezifische Mindestlohn sei eine mutige Veränderung, erklärte die SPD-Abgeordnete Eleonore Mühlbauer am Donnerstag. „Es ist ein wichtiger Schritt weg vom Image des Billiglohnlandes im Osten“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der rot-rot-grünen Koalition. Die Thüringer Wirtschaft sieht das Vergabegesetz kritisch. Nach Angaben der CDU wurde in der Anhörung kritisiert, dass das Gesetz die Bürokratie in den Unternehmen erschwere. Auch die CDU-Fraktion lehnt die Novelle ab. „Die Landesregierung macht die Auftragserteilung der öffentlichen Hand damit bürokratischer und setzt keinen Anreiz für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Thüringen“, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Mario Voigt.


  • Kunststoffrecycling auf Zypern

02.05.2019 | Auf Zypern ist in Limassol die erste Kunststoffrecyclinganlage des Landes in Betrieb gegangen. Die Anlage kann rund 10.000 Tonnen Plastikmüll zu Kunststoffpellets verarbeiten. Die Anlagentechnologie stammt von den Anlagenherstellern Lindner und Starlinger. Betreiber ist die Firma PCC Recycling, ein Unternehmen der Poullaides Group.

Neben stark verschmutzen Post-Consumer-Abfällen (HDPE und LDPE) aus der Hausmüllsammlung werden in der neuen Anlage auch leichte und großvolumige Post-Industrial-Folien (Stretchfolien) verarbeitet. Die Aufbereitung des Materials für den nachfolgenden Reinigungsprozess übernimmt der Lindner Micromat 2000. Der Waschprozess selbst erfolge durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten, wie dem Vorwäscher Floater oder dem neuentwickelten Friktionswäscher der Baureihe Twister. Nachgeschaltet ist eine Trockungsanlage. Das Abwasser wird in der ebenfalls von Lindner gelieferten und voll integrierten Wasseraufbereitungsanlage gereinigt und anschließend wieder dem Prozess in einem „Closed-Loop-Verfahren“ zugeführt.

Der zerkleinerte und gewaschene Verpackungsabfall aus LDPE und HDPE wird mit einer recoSTAR dynamic 145 C-VAC des österreichischen Maschinenbauers Starlinger recycling technology aufbereitet. Die Anlage produziert etwa eine Tonne Regranulat pro Stunde. Die Anlage bewätige Restverschmutzungen ebenso wie hohe Bedruckung und eine gewisse Restfeuchte, die den Folien nach dem Waschprozess anhaftet, heißt es.


  • Brand in Mühlau

02.05.2019 (dpa) | Auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma in Mühlau im Landkreis Mittelsachen ist unweit der Bundesautobahn A72 ein Feuer ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen sind am Donnerstag bei Arbeiten auf einer Freifläche des Betriebes abgelagerte Gegenstände in Brand geraten, wie die Polizei mitteilte. Eine große Rauchwolke habe sich über Hartmannsdorf, Burgstädt und Wittgensdorf ausgebreitet. Anwohner waren aufgefordert worden, Türen und Fenster geschlossen halten.

Nach Schätzungen der Polizei sollten die Löscharbeiten durch die Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden bis in die Abendstunden dauern. Wegen des Feuerwehreinsatzes war die Zufahrt ins Gewerbegebiet gesperrt. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen der Behörden nicht. Der entstandene Schaden wurde zunächst auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Im Laufe des Tages hatte die Kriminalpolizei bereits erste Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach Angaben einer Sprecherin waren bis zum Mittag insgesamt rund Dutzend Polizeibeamte im Einsatz.


  • CCR Rebat steigert Sammelquote

02.05.2019 | Über 5.200 Tonnen Altbatterien hat das CCR Rebat-System im Jahr 2018 gesammelt und recycelt. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 1.000 Tonnen bzw. 23 Prozent gegenüber 2017, wie das Rücknahmesystem mitteilt. Das rein herstellerfinanzierte System kommt damit auf Sammelquote von 55,5 Prozent.

CCR Rebat organisiert die Sammlung an mehr als 20.000 aktiven Sammelstellen in Deutschland. Dazu zählen sogenannte freiwillige Sammelstellen, wie Gewerbe, Ämter und Behörden sowie auch immer mehr qua Gesetz mit der Batteriesammlung beauftragte Sammelstellen im Handel und öffentlich-rechtliche Einrichtungen wie Wertstoffhöfe.

Finanziert wird die Sammlung und Verwertung der Batterien von insgesamt über 400 Herstellern bzw. Inverkehrbringern von Gerätebatterien. Sie erfüllen damit ihre wesentlichen Pflichten der sogenannten erweiterten Produktverantwortung. In Summe hatten sie laut CCR im Jahr 2018 rund 11.000 Tonnen Batterien verkauft. Gemäß gesetzlicher Vorgaben müssen 45 Prozent davon nachweislich zurückgenommen und verwertet werden. Die über CCR Rebat gesammelten Altbatterien würden zu 99 Prozent einer Verwertung in Deutschland zugeführt.


  • Italien wieder aus Rezession

02.05.2019 (dpa) | Italien ist aus der Rezession: Nach einer schrumpfenden Leistung im zweiten Halbjahr 2018 ist die italienische Wirtschaft im ersten Quartal wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone legte in den Monaten Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Istat am Dienstag laut einer ersten Schätzung mitteilte.

In den beiden Vorquartalen war die Wirtschaft um je 0,1 Prozent geschrumpft. Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkender Wirtschaftsleistung sprechen Experten von einer „technischen Rezession“.

Der Außenhandel habe die Wirtschaft zu Jahresbeginn gestützt, teilte Istat mit. Gleichwohl bleibt das Wachstum in Italien trotz der leichten Erholung aber relativ schwach. So ist die Eurozone insgesamt zu Jahresbeginn um 0,4 Prozent gewachsen. Italien war das einzige Land, dass in die Rezession gerutscht war. Nach Einschätzung von Volkswirten wirkte sich das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft, aber auch die Politik der populistischen Regierungskoalition negativ aus. Sie hat etwa eine teure Rentenreform und neue Sozialleistungen beschlossen.


  • Remondis prüft Steag-Beteiligung

25.04.2019 | Der Essener Energiekonzern Steag könnte einen neuen Anteilseigner bekommen. Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche prüft Remondis derzeit den Einstieg bei Steag. Remondis könnte die Anteile von Stadtwerken übernehmen und zusammen mit Dortmund größter Anteilseigner des Kohlestromkonzerns werden, heißt es. Zum vollständigen Artikel geht es hier.


  • BGH berät wegen DUH

25.04.2019 (dpa) | Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kann voraussichtlich weiterhin Unternehmen abmahnen und verklagen, sofern diese gegen Verbraucherschutz-Vorschriften verstoßen. Die obersten Zivilrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) sehen nach ersten Beratungen keinen Anlass, die Klagebefugnis der Organisation infrage zu stellen, wie der Senatsvorsitzende Thomas Koch am Donnerstag in der Verhandlung in Karlsruhe sagte. Nach vorläufiger Einschätzung spreche auch nichts für ein rechtsmissbräuchliches Verhalten. Das Urteil soll am 4. Juli verkündet werden (Az. I ZR 149/18).

Ein Autohaus aus dem Raum Stuttgart, das erfolgreich von der Umwelthilfe verklagt wurde, hatte die DUH vor den BGH gebracht. Das Autohaus wirft dem Umweltverband unter anderem vor, mit ihren Abmahnungen und Gerichtsverfahren als anerkannter Verbraucherschutzverband hauptsächlich Geld für andere Zwecke machen zu wollen. Die DUH setzt derzeit in etlichen Städten Diesel-Fahrverbote durch. Das tut sie in ihrer Funktion als Naturschutzorganisation.

Nach eigenen Angaben mahnt die Umwelthilfe jede Woche etwa 30 Verstöße ab und führt rund 400 Gerichtsverfahren im Jahr. Die damit erzielten Einnahmen machten zuletzt gut ein Viertel des DUH-Haushalts aus, laut jüngstem Jahresbericht knapp 2,2 Millionen Euro 2017.


  • Brandstiftung bei Schrotthandel?

25.04.2019 (dpa) | Durch einen Brand bei einem Schrotthandel bei Gröningen (Landkreis Börde) ist nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 90.000 Euro entstanden. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Unbekannte Täter seien auf das Gelände eingedrungen.

Das Feuer war am Donnerstag in den frühen Morgenstunden ausgebrochen, wie ein Sprecher mitteilte. Verletzt wurde niemand. Es brannten mehrere Schrottautos sowie ein Bagger und eine Raupe des Betreibers. Wegen der Löscharbeiten und der Rauchentwicklung musste die Bundesstraße 81 für mehrere Stunden gesperrt werden.


  • Textilien: Pilotprojekt bei Lidl

25.04.2019 | Im Rahmen eines Pilotprojektes bringt der Discounter Lidl Ende September die ersten für den biologischen Kreislauf entwickelten Textilprodukte in den Verkauf. Die Nachtwäsche-Kollektionen für Damen, Herren und Kinder sowie die Bettwäsche-Kollektion entsprechen den strengen Kriterien der Cradle-to-Cradle-Certified-Produktstandards in Gold und Silber, teilt Lidl mit.

Möglich machen dies biologisch abbaubare Druckpasten für Textilien, die Lidl in Kooperation mit der CHT Gruppe, einem weltweit operierenden Unternehmen für Spezialitätenchemie mit Sitz in Tübingen, dem international tätigen Beratungsinstitut EPEA und dem Beneficial Design Institute umgesetzt hat. Die ersten Cradle-to-Cradle-zertifizierten Textil-Kollektionen mit Aufdruck sind in Deutschland als Aktion ab dem 29. September 2019 im Lidl-Onlineshop und ab 2. Oktober in allen rund 3.200 Lidl-Filialen erhältlich.


  • Marktplatz für biobasierte Reststoffe

25.04.2019 | Eine „Digitale Rohstoffbörse für nachhaltige Rohstoffe“ soll künftig biobasierte Wertstoff- und Wirtschaftskreisläufe schließen und eine Handelsplattform für Erzeuger und Abnehmer von nachwachsenden Roh- und Reststoffen schaffen. Die Initiative hierzu geht vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) aus.

„Jährlich fallen ca. 13 Millionen Tonnen Reststoffe in der deutschen Lebensmittel- und Biotechnikindustrie sowie ca. 30,9 Millionen Tonnen Rest- und Abfallstoffe aus land- und forstwirtschaftlicher Biomasse an. Viele dieser Reststoffe können klassische, nicht nachhaltige Grundmaterialien ersetzen oder sogar neue Anwendungsfelder schaffen“, heißt es. Die digitale Rohstoffbörse soll zukunftsweisende Absatzmärkte für Erzeuger schaffen und innovative Bezugsquellen für Abnehmer. Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.


  • Zu viel Dünger in Niedersachsen

24.04.2019 (dpa) | Niedersachsen als deutsches Agrarland Nummer eins belastet seine Böden weiterhin zu stark mit Dünger. Wie stark, hat das Agrarministerium in Hannover an diesem Mittwoch im neuen Nährstoffbericht bekanntgeben. Darin wird dokumentiert, wie viel Gülle und Kunstdünger auf welchen Äckern ausgefahren wurde.

Der übermäßige Einsatz von Gülle und stickstoffhaltigem Dünger gilt als eine Ursache für zu hohe Nitratwerte im Grundwasser. Deutschland will daher die zuletzt 2017 geänderten Düngeregeln auf Druck der EU erneut verschärfen, was zu Unmut der Bauern führt. Geplant sind ab 2020 bundesweit strengere Vorgaben für belastete Gebiete. Es geht um Düngeverbote und neue Regeln zu Obergrenzen.

Angesichts regional zu hoher Nitrat- und Phosphorbelastungen und neuer düngerechtlicher Anforderungen besteht aus der Sicht des Landes Niedersachsen weiter ein hoher Handlungsbedarf. Es will die Betriebe unterstützen, das Nährstoffmanagement nachhaltig zu verbessern. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte vor kurzem die Bundesregierung zu einem Überdenken der geplanten Anpassungen aufgefordert und eine Nachjustierung verlangt. Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) mahnte, problematische Messstellen zu hinterfragen.


  • Ifo-Index sinkt

24.04.2019 | Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich wieder eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im April von 99,7 auf 99,2 Punkte gesunken. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilt, seien die Unternehmen weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Der leichte Optimismus vom März mit Blick auf die kommenden sei ist wieder verflogen. „Die deutsche Wirtschaft verliert weiter an Kraft“, heißt es.

Auch im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut merklich verschlechtert. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage nochmals schlechter ein, so das ifo Institut. Auch mit Blick auf die kommenden Monate habe der Pessimismus zugenommen. Die Kapazitätsauslastung sank um 0,8 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent. Sie liegt aber immer noch über dem langfristigen Durchschnitt von 83,7 Prozent.


  • Neue Geschäftsführung bei Görisch

23.04.2019 | Nach dem plötzlichen Tod von Professor Uwe Görisch im Oktober 2018 ist nun die neue Geschäftsführung des gleichnamigen Ingenieurbüros im Amt. Die Erbin von Görisch habe den bisherigen Prokuristen Michael Rutschmann und Karin Theinert die Geschäftsführung übertragen, heißt es in einer Mitteilung des Ingenieurbüros. Die beiden neuen Geschäftsführer kündigten an, das Unternehmen in Görischs Sinne weiterzuführen.


  • Großbrand auf Schrottplatz

23.04.2019 (dpa) | Ein Großbrand auf einem Schrottplatz im Osten von Leipzig hat am Ostersonntag mit einer schwarzen Rauchwolke bis weit ins Umland für Aufsehen gesorgt. Das Feuer sei durch „Selbstentzündung“ von abgelagertem Müll ausgelöst worden, teilte die Polizei am Montag mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

Das Feuer im Stadtteil Mölkau griff auf einer Fläche von 100 mal 150 Metern auf Schrottautos sowie Altreifen über. Die Feuerwehr konnte die Flammen erst am späten Abend nach einem mehrstündigen Einsatz löschen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

„Ein Osterfeuer war’s nicht!“, schrieb die Freiwillige Feuerwehr Mölkau auf ihrer Facebookseite. Nach ihren Angaben brannten rund 50 alte Pkw und Kleinbusse sowie Elektroschrott und der Inhalt eines Müllcontainer. Das Feuer griff zudem auf Schiffscontainer mit Sperrmüll über.


  • Unverpackt-Test bei Rewe

23.04.2019 | Die Supermarktkette Rewe führt derzeit einen großen Unverpackt-Test durch: In rund 630 Rewe- und nahkauf-Märkten in Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland wird von heute an (23. April) Bio-Obst und Bio-Gemüse weitestgehend ohne Plastik oder in umweltfreundlicheren Verpackungen angeboten. Das jährliche Einsparpotenzial liege bei 90.000 Kilogramm Verpackungsmaterial, davon sind bis zu 60.000 Kilogramm Kunststoff, teilt Rewe mit.

Der Fokus liege auf Lösungen, die Verpackungen unnötig machen, sagt Peter Maly, bei Rewe als Geschäftsführer Vertrieb für bundesweit über 3.300 Rewe-Märkte verantwortlich. „Aber auch der sparsamere Einsatz von Materialien und die Entwicklung innovativer, umweltfreundlicherer Verpackungsalternativen sind Optionen.“

„Gleichzeitig möchten wir unseren Kunden ein Angebot unterbreiten, mit dem es leichtfällt, etwas für die Umwelt zu tun“, so Maly. „Daher ist unser Test so wichtig. Anhand der validen Ergebnisse und Erkenntnisse werden wir die weiteren Schritte ableiten.“ Rewe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2030 alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher zu gestalten.


  • Zahlreiche Mängel bei Arbeiten mit Asbest

19.04.2019 (dpa) | Die Behörden im Saarland haben bei Kontrollen zahlreiche Mängel bei Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien festgestellt. Im vergangenen Jahr kontrollierte das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz 195 Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten genauer, wie das Umweltministerium am Freitag mitteilte.

In 123 Fällen wurden demnach Mängel festgestellt, bei neun Fällen waren diese so gravierend, dass Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. In 17 Fällen wurden Anzeigen ans Landeskriminalamt weitergeleitet. Im Jahr davor waren es 97 weitergehende Kontrollen und 65 Fälle mit Mängeln gewesen.

„Trotz intensiver Aufklärungsarbeit und Schwerpunktkontrollen, mussten wir leider feststellen, dass die Zahl der Mängel bei Asbestarbeiten erneut gestiegen ist“, teilte der Saar-Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost (SPD), mit. Es müssten unbedingt Vorkehrungen getroffen werden, damit der Kontakt oder das Einatmen von Asbestfasern oder -staub verhindert werde. Laut Ministerium wurden asbesthaltige Materialien bis in die 1990er Jahre verbaut und stecken daher noch in zahlreichen Gebäuden. In vielen dieser Gebäude stünden nun Renovierungen und Sanierungen an.


  • New York setzt sich Klimaziel

19.04.2019 (dpa) | Die Stadt New York will bis 2030 ihren Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 40 Prozent reduzieren und nimmt dafür vor allem Immobilienbesitzer in die Verantwortung. Der Stadtrat verabschiedete am Donnerstag neue Umweltschutzvorschriften, die den Energieverbrauch von Gebäuden massiv reduzieren sollen, beispielsweise durch besser isolierende Fenster. Auch Betreibern weltweit bekannter Gebäude wie dem Empire State Building oder dem Trump Tower drohen sonst hohe Strafen.

2017 hatte laut New York Times eine Studie ergeben, dass 67 Prozent der Treibhausemissionen in der Stadt auf Gebäude zurückzuführen seien. Die Stadt schätzt, dass Investitionen von rund vier Milliarden Dollar nötig sind, um die Ziele zu erreichen.

Die neuen Regeln für die 8,6 Millionen New Yorker zählen zu den fortschrittlichsten weltweit. Sie liegen auf einer Linie mit dem, was linke US-Politiker wie die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez als „Green New Deal“ fordern.


  • Bericht zur Ressourceneffizienz

18.04.2019 | Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat der Landesregierung vor wenigen Tagen den ersten Monitoringbericht zur Landesstrategie Ressourceneffizienz vorgelegt. Der Bericht beschreibt, wie weit die einzelnen Maßnahmen der Strategie schon umgesetzt sind, mit denen die Ressourcennutzung im Land effizienter gemacht und damit der Ressourcenverbrauch eingedämmt werden soll. Insgesamt 31 Maßnahmen enthält die Landesstrategie, die die baden-württembergische Regierung 2016 beschlossen hat.

Die Maßnahmen reichen von anwendungsorientierten Forschungsvorhaben über Information und Unterstützung von Unternehmen bis hin zu ordnungsrechtlichen Maßnahmen beispielsweise in der Kreislaufwirtschaft. Als wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung der Strategie bezeichnete Untersteller den bundesweit einzigartigen Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ mit Sitz in Karlsruhe. In ihm arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eng zusammen, um praxisorientierte Lösungen für Fragen der Ressourcen-gewinnung und -nutzung zu erarbeiten und Konzepte und Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln.

Auf Vorschlag des Umweltministeriums hat die Landesregierung beschlossen, die Strategie fortzuschreiben und weiterzuentwickeln. So sollen bis Mitte 2020 unter anderem die Schwerpunktthemen „Digitalisierung und Ressourceneffizienz“, „Ökologische Produktgestaltung“ und „Ressourceneffizienz in der Baubranche“ aufgenommen werden.


  • CO2-Ziele für Lkw bestätigt

18.04.2019 (dpa) | Das EU-Parlament hat die neuen Klimaschutzziele für Lastwagen bestätigt. Demnach müssen neue Modelle bis 2025 im Durchschnitt 15 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als heutige. Diese im Februar mit den EU-Ländern vereinbarten Vorgaben bestätigte das Europaparlament am Donnerstag. Nun muss der Rat der Mitgliedsländer noch formal zustimmen, dann können die neuen Regeln in Kraft treten.

Die neuen Vorgaben sollen helfen, den steigenden Ausstoß von Klimagasen aus dem Verkehr in den Griff zu bekommen. Der Schwerlastverkehr verursacht heute 25 Prozent mehr Klimagase als 1990. Um die globale Erwärmung einzudämmen, hat die EU im Pariser Klimaabkommen insgesamt drastisch sinkende Emissionen versprochen.

Die Hersteller hatten im Februar mit scharfer Kritik auf die ausgehandelte Lösung reagiert und vor einer Überforderung ihrer Branche gewarnt. Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke erklärte jetzt aber, die neuen Grenzwerte seien zwar eine große Herausforderung für die Lastwagenbauer, aber grundsätzlich vertretbar. Herstellern, die ihre Flottenziele reißen, drohen Bußgelder: Zwischen 2025 und 2029 sollen pro Gramm Kohlendioxid und Tonnenkilometer 4.250 Euro fällig werden, ab 2030 dann 6.800 Euro.


  • Zweiter Vorstand für Vecoplan

17.04.2019 | Der Aufsichtsrat der Vecoplan AG hat Michael Lambert zum 1. April 2019 in den Vorstand berufen. Der 40-jährige Diplom-Betriebswirt verantwortet bereits seit 2014 den kaufmännischen Bereich und fungiert als Geschäftsführer der europäischen Tochtergesellschaften der Vecoplan AG.

Lambert unterstützt künftig Werner Berens, der seit 2012 als Vorstand der Vecoplan AG die einzelnen Geschäftsbereiche sowie die Supply Chain Aktivitäten verantwortet.


  • Kleene wird FKN-Geschäftsführer

17.04.2019 | Michael Kleene wird neuer Geschäftsführer des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN). Der 59-Jährige war bislang stellvertretender Geschäftsführer des FKN und wird die neue Position zum 1. Mai antreten. Er folgt damit auf den bisherigen Verbandschef Michael Brandl (58).

Brandl bleibt verantwortlich für die beiden Recycling-Tochtergesellschaften ReCarton GmbH und Palurec GmbH und übernimmt die Geschäftsführung der europäischen Plattform EXTR:ACT, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Sammlung und das Recycling von Getränkekartons in ganz Europa zu fördern.


  • Müll brannte zwei Tage

15.04.2019 (dpa) | Nach dem Brand von etwa 500 Tonnen Gewerbemüll und Altholz auf einer Recyclinganlage bei Cottbus ist die Ursache des Feuers noch unklar. Die Feuerwehr geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich der Müll selbst entzündet hat. Etwa 120 Einsatzkräfte waren am Samstagmittag mit 20 Fahrzeugen vor Ort. Der Brand konnte erst am Sonntagnachmittag vollständig gelöscht werden. Die Recyclinganlage liegt an der B97.

Ein Sprecher des Unternehmens, der Veolia Umweltservice GmbH, vermutet, dass Abfälle dort enthalten seien, die im Gewerbeabfall nichts zu suchen hätten, beispielsweise Batterien oder Spraydosen. Der Gewerbemüll werde oft nicht sauber getrennt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Die Anlage sei in den vergangenen Wochen von Feuerwehr und Landesumweltamt kontrolliert worden.

Durch den Brand fiel in der Stadt Forst und umliegenden Gemeinden für einige Stunden der Strom aus. Über dem brennenden Müll liefen Hochspannungsleitungen, die durch die Hitze zu reißen drohten und deshalb aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurden, erklärte ein Feuerwehrsprecher am Montag. Die Höhe des Schadens ist nach Angaben des Unternehmens noch unklar. In der betreffenden Recyclinganlage werden Gewerbeabfälle aufbereitet, getrennt und zu Ersatzbrennstoff weiterverarbeitet.


  • Wahlkampf ohne Plastikmüll

15.04.2019 (dpa) | Die Berliner Grünen gehen im Wahlkampf für die Europawahl am 26. Mai neue Wege: Der Kreisverband Lichtenberg will versuchen, bei der Wahlwerbung auf Plastikutensilien zu verzichten, die in der Regel schnell im Müll landen. „Unsere Plakate können im Altpapier entsorgt werden, unsere Kugelschreiber haben einen Schaft aus Pappe, und unsere Einkaufschips sind aus Holz“, erläuterte der Kreisvorsitzende Philipp Ahrens am Montag. Statt Luftballons verteilen die Lichtenberger Grünen an ihren Infoständen Windräder aus Holz und Papier, statt Minitütchen mit Gummibären gibt es lose Kekse – natürlich bio.

„Plastikmüll verschmutzt unwiederbringlich unsere Meere, Flüsse und unsere Erde“, so Ahrens. Deutschland exportiere große Teile seines Plastikmülls nach Südostasien, wo er nicht immer fachgerecht entsorgt werde. Dagegen gelte es mehr zu tun, auch wenn es schwerfalle. Für Kabelbinder aus Plastik etwa, mit denen Plakate an Laternenpfählen befestigt werden, seien nur schwer Alternativen zu finden. „Wir versuchen es mit Draht, Schnüren oder wiederverwertbaren Kabelbindern.“

Beim Grünen-Landesverband wird betont, dass die Partei in Wahlkämpfen schon immer Wert darauf lege, sparsam beim Einsatz von Plastik zu sein. Der Versuch in Lichtenberg sei ein spannendes Experiment, so eine Sprecherin.


  • Mit brennendem Müllauto zur Feuerwehr

15.04.2019 (dpa) | Einsatz für die Feuerwehr in Essen auf der eigenen Wache: Müllwerker warteten am Samstag nicht auf die Feuerwehr, als ihre Ladung in Brand geriet, wie die Feuerwehr mitteilte. Stattdessen fuhren sie direkt zur nächstgelegenen Wache. Nach mehrstündigem Einsatz war der Brand gelöscht, verletzt wurde niemand. Warum die Ladung auf dem Müllwagen Feuer fing, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.


  • Großer Bedarf für Batteriezellen

15.04.2019 (dpa) | Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Batteriezellfertigung für Elektroautos als „ganz und gar unverzichtbar“ am Standort Deutschland bezeichnet. Der große Bedarf für eine solche Produktion stehe fest, auch stehe fest, dass damit Tausende Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundesrat. Nicht fest stehe dagegen, wo die Produktionsstandorte künftig sein würden – in Asien, den USA oder Osteuropa. Er forderte „attraktive Standortbedingungen“ in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Herstellung von Batteriezellen.

Die Stromkosten, darunter Netzentgelte oder Stromsteuer, müssten sinken, zudem müsse die Industrie ganz oder teilweise von der EEG-Umlage befreit werden, mahnte Weil. Batteriezellfertigung brauche die räumliche Nähe zu den Produktionsstätten erneuerbarer Energie. Auch sprach er sich für die Förderung industrieller Fertigung von Batteriezellen aus und forderte, das Tempo bei der Umstellung von Verbrenner auf E-Auto zu erhöhen. Es sei ein umfassendes System von Anreizen notwendig, damit die Kunden die E-Autos auch kauften.

VW hatte kürzlich bekannt gegeben, die Forschung zu Batteriezellen gemeinsam mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt voranbringen zu wollen. Das von Volkswagen und Northvolt geführte Konsortium will sich auch an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen.


  • Anzeigen für Abfalltransporter

15.04.2019 (dpa) | Bei einer großangelegten Kontrolle von Abfalltransportern am Hermsdorfer Kreuz haben Autobahnpolizei und Zoll in der vergangenen Woche mehr als 30 Anzeigen aufgenommen. Für die Polizei sei es dabei in 24 Fällen etwa darum gegangen, dass die Fahrer zu lange am Lenkrad saßen, oder zu schnell unterwegs waren, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei am Dienstag mitteilte. Die neun Anzeigen seitens des Zolls haben dagegen vor allem steuerrechtliche Hintergründe. Die Ergebnisse sind allerdings vorläufig.

Der Zoll hat dafür unter anderem eine Art großes Röntgen-Gerät für Lastwagen im Einsatz. Schmuggelware wurde aber den Angaben zufolge bisher nicht entdeckt.


  • Preis für Interseroh und Erema

12.04.2019 | Interseroh und Erema sind die Gewinner der diesjährigen Plastics Recycling Awards Europe. Auf der Preisverleihung im Rahmen der Plastics Recycling Show Europe in Amsterdam erhielten der Umweltdienstleister und der Technologiehersteller die Auszeichnung für das Kaskaden-Extrusionssystem Corema in der Kategorie „Reycling Machinery Innovation of the Year“. Mit Corema sei es erstmals möglich, maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen, heißt es. Die Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt.


  • Rekordergebnis für bauma

08.04.2019| Rekord für die diesjährige bauma: Mit über 620.000 Besuchern aus mehr als 200 Ländern hat die Baumaschinen-Messe das beste Ergebnis ihrer 65jährigen Geschichte erzielt. Gegenüber der letzten Veranstaltung im Jahr 2016 stieg die Zahl der Besucher um etwa 40.000. Mehr als 250.000 Besucher kamen aus dem Ausland. Die Top-10-Besucherländer nach Deutschland waren Österreich, Italien, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande, Russland, Schweden, Tschechien, Polen und Großbritannien.

Auffallend starke Zuwächse gab es aus Übersee. Hier legten vor allem China, Australien und Japan deutlich zu. Allein aus China kamen über 5.500 Besucher. Mit rund 3.700 Ausstellern aus 63 Ländern wurde auch auf Ausstellerseite eine neue Bestmarke erreicht. Zugleich war die Messe mit einer Fläche von 614.000 m² die größte bauma aller Zeiten.


Volle Auftragsbücher und hohe Umsätze: Zum Beginn der Baumaschinenmesse Bauma in München sind die Maschinenhersteller in guter Stimmung. „Die Baubranche boomt“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei der Eröffnung der Leistungsschau am Montag. „Sie stellt eine wichtige Stütze der deutschen Inlandskonjunktur da, und wir wünschen allen Beteiligten gute Geschäfte und einen guten Verlauf.“

Die jüngsten Zahlen des Baumaschinenherstellers Liebherr, eines der größten Aussteller auf der Messe, belegen das. Der Hersteller von Krananlagen, Bergbaugeräten, Verkehrstechnik und Haushaltsgeräten erzielte 2018 einen Umsatz von 10,55 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent gemessen am Vorjahr. Dabei habe Liebherr einen Gewinn von 321 Millionen Euro „leicht über dem Vorjahresniveau“ erwirtschaft, wie das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Bulle sowie in Biberach an der Riß mitteilte. Trotz des leicht rückläufigen Wachstums der Weltwirtschaft rechnet die Firmengruppe für das Jahr 2019 mit einer weiteren Steigerung ihres Umsatzes, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Die Bauma gilt als die flächenmäßig größte Messe der Welt. Eine Woche lang präsentieren mehr als 3700 Aussteller ihre Maschinenlösungen rund um den Bau. Wie bei sämtlichen Industriezweigen steht dabei vor allem die Digitalisierung im Mittelpunkt: Elektrische Antriebe, vernetzte Maschinen und automatisierte Abläufe treiben die Branche um, auch wenn auf Kundenseite die Skepsis noch groß ist.


  • Neue Software für Jakob Becker

08.04.2019 | Die Entsorgungsfirma Jakob Becker wird in den kommenden Monaten die Branchenlösung SAP® S/4HANA for waste and recycling als neues operatives Softwaresystem einführen. Im Fokus der Einführung steht dabei die Digitalisierung der Geschäftsprozesse von der Angebotslegung bis zur Rechnungserstellung, teilt der Software-Anbieter Prologa mit.


  • Unhygienische Mehrweghalme?

08.04.2019 (dpa) | Um Plastik zu vermeiden, setzen Verbraucher zunehmend auf Trinkhalme aus Bambus, Metall oder Glas. Aber wie hygienisch sind diese Alternativen? „Trinkhalme werden häufig für zucker- oder andere nährstoffhaltige Getränke verwendet, die eine ideale Grundlage für das Wachstum von Bakterien bieten“, sagt eine Sprecherin des baden-württembergischen Verbraucherschutzministeriums in Stuttgart. Bei der Verwendung kämen sie zudem mit Bakterien der Mundhöhle in Kontakt.

Das Halminnere sei aber für die Reinigung nur schwer zugänglich und je nach Material von außen nicht sichtbar. „Mutmaßlich dürfte eine Reinigung in der Spülmaschine ohne spezielle Reinigungsdüsen schwierig werden“, hieß es vom Ministerium. Viele Anbieter verkauften die Mehrweghalme daher direkt mit speziellen Reinigungsmöglichkeiten, zum Beispiel kleinen Bürsten.

Bisher seien die Mehrweghalme vom zuständigen Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart weder auf ihre chemische Unbedenklichkeit noch auf ihre mikrobiologische Beschaffenheit untersucht worden, sagte die Sprecherin. „Wir werden dieses Thema aber nun in den Fokus nehmen, da wir mit einem vermehrten Einsatz der benannten Mehrwegtrinkhalme rechnen.“


  • Gute Bilanz für IFAT Eurasia

08.04.2019 | Am 30. März 2019 ging die dritte Ausgabe der Umwelttechnologiemesse IFAT Eurasia im Istanbul zu Ende. 10.467 Fachbesucher reisten aus 84 Ländern an (2017: 68 Länder). Die internationale Beteiligung ist nach Angaben der Veranstalter um 60 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung angestiegen – auf insgesamt 16 Prozent.

„Bei den Ausstellern liegt der internationale Anteil bei knapp 40 Prozent“, sagt Christian Rocke, Projektgruppenleiter der weltweiten IFAT-Messen. „Darüber hinaus haben sich mehr internationale Branchenverbände als bisher engagiert. Das ist ein deutliches Zeichen für das Vertrauen in den lokalen Markt.“

Zu den ausstellerstärksten Ländern zählten nach der Türkei – in dieser Reihenfolge: Deutschland, China, die Schweiz, Österreich und Italien. Erstmals beteiligten sich Unternehmen aus Kanada, Brasilien, Ukraine und Ghana an der türkischen Ausgabe der Münchener Weltleitmesse IFAT. Zu den neuen internationalen Partnern zählten der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), das Bureau of International Recycling (BIR) und German RETech Partnership.


  • Wechsel im BIR Plastic Committee

08.04.2019 | Henk Alssema ist neuer Vorsitzender des BIR Plastics Committee. Alssema ist seit 1994 im Kunststoffrecycling tätig und hat eine Reihe von Kunststoffrecycling-Unternehmen gegründet und ein börsennotiertes Unternehmen als CEO umstrukturiert. Derzeit ist er Vorstand von Vita Plastics, einem Anbieter von Regranulaten, Regranulaten und Compounds in den Niederlanden.


  • Ärger über Getränkedosen

08.04.2019 | Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert das dauerhafte Angebot von Getränkedosen bei den Discountern Aldi und Lidl als unökologisch und rückwärtsgewandt. Durch den deutschlandweiten Verkauf von Getränkedosen in zusammen mehr als 6.600 Märkten seien die Discounter mitverantwortlich für den Anstieg des Absatzes von Bierdosen, kritisiert der Umweltverband. Im vergangenen Jahr seien die Getränkedosen im Bierbereich zweistellig gewachsen.

Damit widersprechen die Unternehmen ihren eigenen Grundsätzen zur Übernahme ökologischer Verantwortung, moniert die Umwelthilfe. Inzwischen liege der Gesamtanteil von Dosen im Bierbereich bei rund acht Prozent, nachdem er nach der Einführung des Einwegpfandes im Jahr 2003 gegen Null tendierte. Auch die Supermarktketten Edeka und Rewe sowie die angeschlossenen Tochterunternehmen Netto Marken-Discount und Penny verkauften inzwischen wieder massenhaft Dosen. Die DUH fordert die Lebensmitteleinzelhändler dazu auf, wiederbefüllbare Mehrwegflaschen anzubieten, die gesetzliche Mehrwegquote von 70 Prozent umzusetzen und unökologische Getränkedosen auszulisten.

Unabhängige Ökobilanzen des Umweltbundesamtes und eine von Dosenherstellern selbst in Auftrag gegebene Studie beim Heidelberger IFEU-Institut bestätigten die ökologischen Nachteile von Getränkedosen, betont die Umwelthilfe. Die Dosen verbrauchten bei der Herstellung besonders viel Energie, legten zumeist lange Transportstrecken zurück und beinhalteten nur teilweise Recyclingmaterial. Wiederbefüllbare Mehrwegflaschen seien die deutlich umweltfreundlichere Getränkeverpackung.


  • VW sichert sich Lithium

08.04.2019 (dpa) | Im Kampf gegen Engpässe bei Rohstoffen für E-Auto-Batterien hat sich Volkswagen den Nachschub an Lithium gesichert. Der chinesische Lithiumproduzent Ganfeng solle den Konzern und seine Lieferanten für die nächsten zehn Jahre mit dem begehrten Rohstoff beliefern, teilte Volkswagen am Freitag in Wolfsburg mit. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterschrieben.

Der Trend zu Elektroautos in der ganzen Branche werde den Bedarf an Lithium in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln, betont VW. Langfristige Vereinbarungen hätten eine „entscheidende strategische Bedeutung“ für die VW-Elektrooffensive, sagte Volkswagen-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer. „In den nächsten zehn Jahren wird der Volkswagen-Konzern mehr als 70 neue reine E-Fahrzeuge auf die Straße bringen.“ Bis 2025 solle ein Viertel der Neufahrzeuge des Konzerns elektrisch rollen. Allein dafür benötige der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr.

Mittlerweile tut sich auch etwas in der Frage, ob in Europa künftig Batteriezellen produziert werden. Volkswagen verkündete kürzlich, die Forschung zu Batteriezellen voranbringen zu wollen – gemeinsam mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt. Das Konsortium, das von Volkswagen und Northvolt geführt werde, will sich auch an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen. Beide Unternehmen wollten gemeinsam auch am Batterierecycling und an Feststoffbatterien arbeiten.


  • ASA eröffnet Büro in Berlin

04.04.2019 | Die Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung (ASA) hat Mitte März 2019 ein Büro in Berlin eröffnet. Das Büro ergänzt die Geschäftsstelle im münsterländischen Ennigerloh und hat seine Adresse im Internationalen Handelszentrum (IHZ) in der Friedrichstraße.

„Unsere Mitglieder sind mit einer klaren Botschaft an uns herangetreten. Dem Wunsch nach einer starken Interessenvertretung und einer Stimme in Berlin werden wir nun Folge leisten“, sagt Thomas Grundmann, Vorsitzender der ASA. „Wir wollen die stoffspezifische Abfallbehandlung als ASA-Familie weiterentwickeln und haben nun mit der Repräsentanz in Berlin eine zusätzliche Anlaufstelle.“

Künftig will die ASA ihren Fokus auch auf neue Mitglieder legen und sich neben den Gewerbeabfallsortieranlagen noch stärker für Bioabfallkompostierunganlagen öffnen. In Berlin will der Verband nun auch Veranstaltungen zu aktuellen politischen Themen organisieren und damit die Wahrnehmung der ASA in der Öffentlichkeit weiter stärken.


  • Schotterwerk-Inhaber verurteilt

03.04.2019 (dpa) | Der Geschäftsführer eines Schotterwerks in Aub (Landkreis Würzburg) ist in einem Gerichtsverfahren glimpflich davongekommen. Er war angeklagt, weil er Unternehmen gestattet haben soll, gegen Bezahlung unerlaubte und möglicherweise umweltschädliche Abfälle im Steinbruch abgelagert zu haben. Die Staatsanwaltschaft ging von mehr als 15.000 Tonnen belastetem Material aus.

Den Vorwurf nachzuweisen wäre laut Staatsanwaltschaft sehr langwierig und ungewiss gewesen. Daher verständigten sich alle Beteiligten darauf, den Klagepunkt fallen zu lassen. Im Gegenzug gab der Angeklagte zu, Fahrzeuge illegal an einem See gewaschen und das Wasser so mit Öl verunreinigt zu haben. Dafür ist der 61-Jährige am Mittwoch in Würzburg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss er 2.500 Euro an eine Naturschutzorganisation zahlen und 35.000 Euro erstatten, da er Kosten für die legale Fahrzeugreinigung gespart hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Angezeigt hatte den Geschäftsführer sein Bruder, der im Schotterwerk angestellt gewesen war.


  • Böschen leitet BIR-Division

03.04.2019 | Martin Böschen ist zum neuen Vorstand der Textilsparte im Weltrecyclingverband BIR ernannt worden. Böschen ist seit 2004 CEO der Texaid AG, die sich auf die Sammlung, Sortierung und das Recycling von Alttextilien konzentriert.

Texaid wurde 1978 als Charity-Private-Partnership von einem Unternehmer und den sechs genannten Schweizer Hilfswerken gegründet. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im Kanton Uri und besitzt Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Ungarn und Marokko. In der Schweiz werden Altkleider über die Tochter Contex erfasst.


  • Ausbau der Binnenwasserstraßen

03.04.2019 (dpa) | Die deutsche Chemiebranche fordert einen zügigen Ausbau der Binnenwasserstraßen. Die von diesem Donnerstag an in Saarbrücken tagende Verkehrsministerkonferenz müsse sich für leistungsfähigen Transport auf Flüssen und Kanälen einsetzen, forderte der Branchenverband VCI am Mittwoch. „Der schlechte Zustand der Infrastruktur und Niedrigwasser machen sich heute schon akut bemerkbar.“

So müssten Bodenwellen im Flussbett im Mittel- und Niederrhein durch Bagger abgetragen werden, um eine ausreichend tiefe Fahrrinne für Schiffe zu garantieren. Das sei zwar schon im Bundesverkehrswegeplan verankert, bis zur Umsetzung würden aber noch einige Jahre vergehen. „Unsere Branche kann nicht auf den Sankt-Nimmerlandstag warten“, mahnte Frank Andreesen, Vorsitzender des VCI Fachausschusses Verkehr.

Ferner seien Schleusen in die Jahre gekommen, fast ein Drittel müsste saniert oder ausgebaut werden. Die langen Wartezeiten dort gefährdeten die Versorgungssicherheit der Industrie, die von immer längeren Phasen mit Niedrigwasser betroffen sei. Das Niedrigwasser im vergangenen Jahr hatte den Binnenschiffern große Einbußen gebracht. Da Schiffe kaum Wasser unter dem Kiel hatten, konnte die Branche weniger Waren transportieren, teils kam der Verkehr komplett zum Erliegen.


  • Digitaler Pfandbon

03.04.2019 | In zwölf ausgewählten Kaufland-Filialen in Süddeutschland können Kunden ab Ende der Woche ihren Leergutbon digital erstellen lassen. Der sogenannte Smartbon wird in einer App geladen, die der Kunde beim Bezahlen vorzeigt. An der Kasse wird dann der Code gescannt und das Pfand wird vom Einkauf abgezogen. Einlösbar sind die Bons in rund 150 Märkten in Süddeutschland.

„Unser langfristiges Ziel ist eine deutschlandweite Einführung des Smartbons“, sagt Dorothee Petzl, Customer Journey bei Kaufland. Durch den „Smartbon“ ließen sich bei über 660 Filialen jährlich rund 200 Millionen ausgedruckte Pfandbons einsparen. Da die Bons durchschnittlich jeweils zwölf Zentimeter lang sind, ergebe das in Summe einen rund 24.000 Kilometer langen Papierstreifen.

Die Kaufland Smartbon-App steht im ersten Schritt im Google Play Store kostenlos zur Verfügung. Bald wird die Nutzung auch für iOS-Geräte verfügbar sein, verspricht Kaufland.


  • Rekord für Heinzel Group

03.04.2019 | Die Heinzel Group verbucht für 2018 das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Papier- und Zellstoffproduktion kletterte auf 1,6 Millionen Tonnen, daneben stiegen die Nettoerlöse von 1,8 auf rund 2,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis der Gruppe (EBIT) erreichte 194,8 Millionen Euro (2017: 73,6 Millionen) und sei vor allem der guten Produktion, den hohen Marktpreisen für Papier und Zellstoff sowie den niedrigen Altpapierkosten zu verdanken, berichtet Heinzel. Auch der Jahresüberschuss lag mit 145,0 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (55,0 Millionen).

Die Heinzel Group verfügt über die Industriestandorte Zellstoff Pöls (Österreich), Laakirchen Papier (Österreich), Raubling Papier (Deutschland) und Estonian Cell (Estland) und ist damit einer der wichtigsten Hersteller von Marktzellstoff und Verpackungspapieren in Mittel- und Osteuropa. Zum Portfolio zählt auch Magazinpapier.

Insgesamt investierte die Gruppe im vergangenen Jahr rund 127 Millionen Euro, von denen der Großteil die österreichischen Werke Pöls (Neubau der auf Kraftpapier spezialisierten PM3) und Laakirchen (Fertigstellung des Umbaus der PM10 auf Wellpappenrohpapiere) betraf. In diesem Jahr will die Gruppe ihr Wachstum fortsetzen. Bis Mitte des Jahres soll die PM3 in Pöls den Betrieb aufnehmen, im estnischen Zellstoffwerk soll der erste Schritt der geplanten Kapazitätserweiterung gemacht werden. In Laakirchen ist außerdem eine weitere Erhöhung der Kapazität für grafische Papiere an der PM11 und in Raubling eine Produktionssteigerung an der PM7 geplant.


  • Fortschritt beim Klimaschutz

02.04.2019 (dpa) | Erstmals seit längerem ist Deutschland im Jahr 2018 beim Klimaschutz wieder vorangekommen. Die Treibhausgasemissionen gingen nach einer Prognose des Umweltbundesamtes um mehr als vier Prozent zurück. Dies lag allerdings auch an den Auswirkungen des milden Winters und des warmen Sommers. Dadurch wurde weniger Kohle, Öl und Gas verbrannt. Zudem stieg die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Windkraft- und Solaranlagen weiter an.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 868,7 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – das waren rund 38 Millionen Tonnen oder 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus der am Dienstag vorgestellten Prognoseberechnung des Umweltbundesamtes hervorgeht. Damit sei nach vier Jahren Stagnation erstmals wieder eine nennenswerte Verringerung der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr erreicht worden.

Deutschland droht aber ungeachtet dessen seine nationalen Klimaziele 2020 weiter deutlich zu verfehlen. Nach der Prognose für das Jahr 2018 hat Deutschland seine Emissionen im Vergleich zu 1990 bisher um 30,6 Prozent gesenkt. Bis 2030 müssen die Emissionen nach den Zielen der Bundesregierung aber um mindestens 55 Prozent gesenkt werden.


  • Puma plant Recycling-Kollektion

01.04.2019 | Der Sportartikelhersteller Puma plant eine Kollektion aus recycelten Plastikflaschen. Die sogenannte PUMA x First Mile Kollektion werde aus Schuhen und Textilien und Funktionstaschen bestehen, teilt das Unternehmen mit. Ab 2020 werde die Kollektion im Handel erhältlich sein.

Für das Vorhaben arbeitet Puma mit der Organisation First Mile zusammen, die Plastikflaschen in einkommensschwachen Gegenden in Haiti, Honduras und Taiwan sammelt, um daraus recycelten Polyester zu produzieren. 2018 wurden aus solchen Flaschen über 300 Tonnen recyceltes Garn produziert, das als Material zur Herstellung von Schuhen und Textilien dient.

„Wir freuen uns sehr, dass wir PUMA für dieses Projekt gewinnen konnten und gemeinsam mit anderen innovativen und mutigen Marken den Weg zu nachhaltigen Rohstoffen ebnen,“ sagt Kelsey Halling, Director of Partnerships bei First Mile. „Die PUMA x First Mile Kollektion wird das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen.“


  • Düngeregeln: Noch keine Einigung

01.04.2019 (dpa) | In der Bundesregierung gibt es noch keine Einigung auf weitere Verschärfungen der Düngeregeln für die Bauern zum Schutz des Grundwassers. Agrar- und Umweltministerium konnten daher nicht wie von der EU-Kommission verlangt bis Sonntag zusätzliche Vorschläge nach Brüssel melden, wie beide Ressorts am Montag mitteilten. Es gebe in den nächsten Tagen noch einige wenige ausstehende Detailfragen zu klären. Konkret geht es demnach unter anderem um weitere Sperrzeiten für das Ausbringen von Dünger und bestimmte Regelungen für Hanglagen.

Deutschland steht unter Druck der EU, weil die EU-weiten Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser an vielen Messstellen überschritten werden. Daher müssen die erst 2017 geänderten Düngeregeln weiter verschärft werden. Die Bundesregierung legte zu Jahresbeginn mit Vorschlägen nach, die EU-Umweltkommissar Karmenu Vella aber nicht reichten. Er erwartete nun noch bis Ende März zusätzliche Vorschläge. Dagegen gibt es Unmut unter Landwirten.


  • Genehmigung für RKD widerrufen

01.04.2019 | Das baden-württembergische Umweltministerium hat die Betriebsgenehmigung für das duale System von RKD gemäß Verpackungsgesetz formal entzogen. RKD hatte Anfang März mitgeteilt, sich als dualen System zurückzuziehen und seine Entsorgungsleistungen für gebrauchte Verpackungen einzustellen. Die Entsorgungspflichten, die RKD bislang wahrgenommen hatte, müssen jetzt von anderen dualen Systemen übernommen werden.

„Wir gehen davon aus, dass die einzelnen Haushalte vom Rückzug des Unternehmens nichts merken“, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (01.04.) in Stuttgart. Das erneute Aus eines privaten Entsorgers zeige, dass der Entsorgungsmarkt für gebrauchte Verpackungen auch nach Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes noch nicht zur Ruhe gekommen sei, führte Untersteller weiter aus:

„Das Verpackungsgesetz hat einiges in Bewegung gebracht, aber das Grundproblem ist geblieben. Wir haben keine zukunftsfähige Regelung für die Wertstoffverwertung insgesamt. Ich glaube nach wie vor, dass wir eine Weiterentwicklung vom Verpackungsgesetz zu einem Wertstoffgesetz benötigen“, so Untersteller.


  • Einbruch in der Autoindustrie?

01.04.2019 (dpa) | Der Vorstandschef des Leuchtmittelherstellers Osram, Olaf Berlien, erwartet einen starken Rückgang der weltweiten Autonachfrage. „Die offiziellen Statistiken, mit der die gesamte Autoindustrie arbeitet, gehen für 2019 von 96 Millionen zu produzierenden Autos aus. Diese Zahl glaube ich nicht“, sagte Berlien der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ich rechne mit 90 Millionen Fahrzeugen.“

Die Prognose der Autoindustrie gebe den Juli und den August als die stärksten Wachstumsmonate an. „Diese Einschätzung nehme ich niemandem ab“, sagte der Osram-Chef. „Ausgerechnet in den Sommerferien sollen die meisten Autos gekauft werden? Nach meinem Eindruck werden die Hersteller eher die Sommerferien in manchen Fabriken verlängern, weil sie die Autos nicht loswerden“, fügte er hinzu.

Den sinkenden Autoabsatz und die schwächere Smartphone-Nachfrage nannte Berlien als Gründe dafür, dass er seine Geschäftsprognose für Osram am Donnerstag scharf nach unten korrigiert hatte. „Wir haben uns auf eine pessimistische, leider aber realistische Sicht für 2019 festgelegt“, sagte er. Demzufolge könnte der Umsatz dieses Jahr um 11 bis 14 Prozent schrumpfen. Auch das Verhältnis von Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz (Ebitda-Marge) werde statt 12 bis 14 Prozent nur noch 8 bis 10 Prozent erreichen.


  • Sachsen und China kooperieren

01.04.2019 (dpa) | Mit drei unterzeichneten Kooperationsabkommen kehrt Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) von einer neuntägigen Chinareise zurück. Ein Fokus der Gespräche habe bei der Umweltpolitik gelegen, sagte er laut einer Mitteilung vor der Rückreise in Kunming am Sonntag. „China verfolgt zielstrebig einen besseren Umweltschutz.“

So sei es unter anderem um Unterstützung bei der Sanierung der Nebenflüsse des Yangtse, von Seen, um Abwasserbehandlung und Recyclingtechnologien gegangen. Im Bereich der Agrarwirtschaft sei unter anderem über moderne Landtechnik und automatisierter Ernteverfahren gesprochen worden. Es wurden Partnerschaften zwischen dem Ministerium und der Stadt Chongqing, der Universität Wuhan und der TU Bergakademie Freiberg sowie zwischen dem Kurt-Schwabe-Institut Meinsberg und der Universität Chongqing geschlossen.

Auf dem Programm der gut 20-köpfigen Delegation mit Unternehmern aus der Ernährungswirtschaft, einem Agrarberater, Recycling-Spezialisten sowie Beratungsunternehmen standen rund 50 Termine mit Unternehmern und Wissenschaftlern unter anderem in Peking, Chongqing und Wuhan. Es war die vierte Reise Schmidts mit einer Delegation nach China. Das Land ist seit 2009 der wichtigste Exportpartner für Sachsen.


  • Elektroauto-Rekord in Norwegen

01.04.2019 (dpa) | Im März hat die Zahl der batteriebetriebenen Neuwagen in Norwegen einen neuen Rekord erreicht. Wie die Straßenbehörde Statens vegvesen am Montag mitteilte, lag der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen bei 57 Prozent. „Das ist eine historische Zahl“, sagte der Direktor der Behörde, Terje Moe Gustavsen.

Statens vegvesen registrierte im März 10.316 sogenannte elbiler. Rund die Hälfte davon waren Tesla. Norwegen hat sich zum Ziel gesetzt, von 2025 an keine Diesel und Benziner mehr neu zuzulassen. Um die Umstellung auf strombetriebene Fahrzeuge zu beschleunigen, gibt der Staat große Steuervorteile.


  • Längere Förderung von Elektroautos?

27.03.2019 (dpa) | Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will Elektroautos länger staatlich fördern als bislang geplant. „Ich finde es industriepolitisch wichtig, dass wir unsere gegenwärtig bis 2021 begrenzten Förderprogramme für batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen“, sagte der SPD-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwoch). Er verwies auf die kostspieligen Investitionsentscheidungen der Autokonzerne, um EU-Emissionswerte für Pkws und Lastwagen zu erreichen. „Der Staat muss das mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur und mit steuerlicher Förderung begleiten.“

Zudem will Scholz eine steigende elektrische Kilometerleistung bei den Fahrzeugen vorschreiben. Laut dem Zeitungsbericht hat sich Scholz vergangene Woche mit VW-Chef Herbert Diess getroffen. Volkswagen hatte kurz zuvor eine Förderung speziell der Elektromobilität anstelle einer Technologieoffenheit angemahnt. Dies hatte eine Kontroverse unter den Autoherstellern ausgelöst.


  • Kampagne der dualen Systeme

26.03.2019 | Am 8. April startet die Kampagne der dualen Systeme unter dem Motto „Recycle deine Meinung: Mülltrennung wirkt“. Die Kampagne wird zunächst bis Ende Juni im Landkreis und in der Stadt Euskirchen getestet. Die Kampagne soll zwei Ziele zugleich verfolgen: Zum einen, die Einstellung der Deutschen zur Abfalltrennung zu ändern, was gemeinhin als durchaus schwierige Kommunikationsaufgabe gilt. Und zum anderen, eine Verhaltensänderung zu bewirken – nämlich die Deutschen zu besseren Mülltrennern zu machen.

Nach der Testphase soll im Jahr 2020 der Rollout auf ganz Deutschland erfolgen. Dann soll die Kampagne mit weiteren kreativen Elementen gespickt werden. In diesem Stadium ist dann auch die bundesweite TV-Werbung vorgesehen.


  • Abstimmung über Einweg-Plastik

26.03.2019 (dpa) | Plastikteller, Strohhalme und andere Einmalprodukte aus Kunststoff sollen in der EU bald nicht mehr erhältlich sein: Das Europaparlament wird am Mittwoch (27. März) aller Voraussicht nach einem entsprechenden EU-weiten Verbot zustimmen. Die neue Regelung soll dazu beitragen, die Unmengen Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen. In Kraft treten werden die Änderungen, auf die sich EU-Unterhändler bereits im Dezember geeinigt hatten, voraussichtlich in etwa zwei Jahren.

Verboten werden sollen nur Gegenstände, für die es bessere Alternativen gibt. Außerdem soll für eine Reihe von Einmal-Produkten mit einem gewissen Kunststoffgehalt – etwa Feuchttücher – eine Kennzeichnungspflicht gelten. Dabei soll auch auf die negativen Umweltauswirkungen hingewiesen werden.

Mit den Maßnahmen könnten laut EU-Kommission bis 2030 Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden. Verbraucher könnten bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren sei Plastik.


  • Rückläufiger Welthandel

26.03.2019 | Der Containerumschlag-Index des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar auf 133,9 gefallen. Im Januar lag er noch bei 138,2 (revidiert). Dies ist der viertstärkste bisher beobachtete monatliche Rückgang. Er deutet darauf hin, dass der Welthandelt deutlich zurückgegangen ist.

Besonders kräftig gesunken sei der Umschlag in den chinesischen Häfen, so das RWI. Allerdings sei die Entwicklung dort durch das chinesische Neujahrsfest beeinflusst gewesen.


  • Weniger Rohstahl in der Türkei

26.03.2019 | Der Weltstahlverband World Steel hat die aktuellen Zahlen für die weltweite Rohstahlproduktion im Monat Februar vorgelegt. Demnach erhöhte sich die weltweite Produktion um 4,1 Prozent gegenüber Februar 2018. China steigerte die Rohstahlproduktion um 9,2 Prozent.

Gesunken ist demgegenüber die Produktion in der EU (- 2,7 Prozent). In Deutschland beläuft sich der Rückgang auf 9,4 Prozent. Auch in der Türkei fiel die Rohstahlproduktion im Februar deutlich geringer aus als im Vorjahresmonat – das Minus beträgt 12,5 Prozent. Alle Produktionszahlen der einzelnen Länder finden Sie hier.


  • Polizei stoppt Asbestabfälle

26.03.2019 (dpa) | Die Polizei hat auf der Autobahn 9 am Hermsdorfer Kreuz einen mit asbesthaltigen Abfällen überladenen Lastwagen gestoppt. Statt der deklarierten 84 großen Säcke hatte der Transporter aus Italien 211 Säcke mit dem als krebserregend geltenden Asbestabfall geladen, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall habe sich bereits am vergangenen Donnerstag ereignet, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Bei der Durchsuchung der Ladung auf einer nahe gelegenen Deponie fanden sich außerdem Behälter mit Fetten und Ölen.

Der Laster war auf dem Weg nach Sachsen. Die dort für Abfalltransporte zuständige Behörde entzog dem Abfallexporteur die Erlaubnis für weitere Abfalltransporte in das Bundesland. Der Abfall wird laut Polizei verteilt auf zwei Lastzüge wieder zurück nach Italien geschickt. Das Thüringer Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr von gefährlichen Abfällen.


  • Kooperation für Batterieforschung

26.03.2019 (dpa) | Eine Kooperation von Wissenschaftlern aus Baden-Württemberg will Vorreiter bei der Batterieforschung werden und damit Energiewende und Elektromobilität unterstützen. Dafür haben sich Wissenschaftler der Universität Ulm, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) zusammengeschlossen.

Die Forscher suchen unter anderem nach Alternativen zu bekannten Technologien wie Lithium-Ionen-Batterien. Diese häufig in Smartphones und Laptops verwendeten Batterien seien nicht nur in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt. Durch die Verwendung von Cobalt, Grafit und Lithium sei diese Technologie auch wenig nachhaltig, hieß es auf der Internetseite der Kooperation.

Die Kooperation der Wissenschaftler läuft unter dem Dach der Forschungsplattform CELEST (Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe). Die Plattform ist nach Angaben der Organisatoren in Deutschland die größte ihrer Art. 29 Institute und 45 Arbeitsgruppen werden zusammen am Energiespeicher der Zukunft arbeiten.


  • Mehr Abfälle in Sachsen-Anhalt

26.03.2019 | Die 395 Abfallentsorgungsanlagen in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2017 insgesamt 11,3 Millionen Tonnen Abfälle behandelt. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr (11,1 Millionen Tonnen).

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, befanden sich darunter 1,1 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle, die einer besonderen Überwachung unterliegen. Im Vergleich zum Vorjahr (1,2 Millionen Tonnen) sank dieser Wert um 10,3 Prozent

Etwa 43,9 Prozent (5,0 Millionen Tonnen) der behandelten Abfälle stammten aus Sachsen-Anhalt und ca. 47,7 Prozent Abfälle (5,4 Millionen Tonnen) aus anderen Bundesländern. Rund 2,7 Prozent (0,3 Millionen Tonnen) wurden aus dem Ausland angeliefert. Bei den restlichen Abfällen (0,6 Millionen Tonnen), die in den Anlagen angenommen wurden, handelte es sich um betriebseigene Abfälle.

In die 12 thermischen Abfallbehandlungsanlagen, zu denen unter anderem Abfallverbrennungsanlagen, Klärschlammverbrennungsanlagen und Sonderabfallverbrennungsanlagen zählen, wurden 2,4 Millionen Tonnen Abfallstoffe angeliefert. Das waren rund 21,3 Prozent der gesamten Abfälle. Weitere 0,8 Mill. t bzw. rund 7,5 Prozent der Abfallmenge wurden in Mitverbrennungsanlagen thermisch verwertet. Rund zwei Drittel (65,7 Prozent) des Abfallstroms, der an thermische Abfallbehandlungs- und an Mitverbrennungsanlagen geliefert wurde, stammte aus anderen Bundesländern bzw. dem Ausland.


  • Bananenblätter statt Plastik

26.03.2019 (dpa) | Im Kampf gegen den Plastikmüll ist ein Thai-Supermarkt zu Methoden aus alten Zeiten zurückgekehrt: Im Supermarkt Rimping der nordthailändischen Stadt Chiang Mai wird das Obst und Gemüse jetzt wieder in Bananenblätter eingepackt, wie das früher einmal üblich war. Im Unterschied zu Plastiktüten vermodern die Blätter dann irgendwann auf natürliche Weise, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Bananenblätter sind in dem südostasiatischen Königreich weit verbreitet, auch in der Küche.

Geschäftsführer Atitarn Srisa-nga sagte der dpa am Dienstag, der Verzicht auf Plastik gehöre zu einer „grünen Initiative“. „Die Sachen werden dann zwar etwas schneller alt, aber wir kehren trotzdem nicht zu Plastik zurück.“ Thailand ist weltweit einer der größten Verursacher von Plastikmüll. Nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace produziert das Land pro Jahr mehr als eine Million Tonnen. In einer weltweiten Statistik der schlimmsten Ozean-Verschmutzer liegt es auf Platz sechs.

Oft gibt es Plastik sogar doppelt und dreifach: Bananen zum Beispiel sind in Supermärkten normalerweise mit Plastikband verklebt und in einer Plastiktüte verpackt. An der Kasse gibt es dann eine weitere Tüte. Ein Großteil des Mülls landet einfach auf der Straße. Asien-Kenner erklären dies auch damit, dass vor allem ältere Thai es gewohnt sind, Verpackungen einfach wegzuschmeißen – so wie in früheren Zeiten Bananenblätter.


  • Rekordumsatz für Saarstahl

26.03.2019 (dpa) | Der Saarstahl-Konzern hat 2018 hat in den Geschäftsbereichen Draht und Stab einen Rekordumsatz erzielt. Mit einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurden in den Konzern-Kernsegmenten 2,528 Milliarden Euro umgesetzt, wie der Konzern am Dienstag in Völklingen mitteilte. Grund seien höhere Durchschnittserlöse gewesen.Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 93 Millionen Euro aufgrund von Sondereffekten unter dem des Vorjahres (2017: 110 Mio Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem schwächeren Konzern-Umsatz. Gründe seien eine stagnierende Nachfrage vor allem bei Automobil und Maschinenbau sowie ein erhöhter Kostendruck. In den ersten Monaten dieses Jahres habe Saarstahl „eine verhaltene Geschäftsentwicklung“ aufgrund einer schwächeren Nachfrage verzeichnet. Das Ergebnis werde 2019 wieder positiv sein.

Die Rohstahlproduktion bei Saarstahl blieb mit 2,782 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil (2017: 2,785 Mio t). Der Absatz der Saarstahl AG sank um vier Prozent auf 2,431 Millionen Tonnen.


  • Frankreichs Wirtschaft wächst weiter

26.03.2019 (dpa) | Die französische Wirtschaft hat ihr moderates Wachstumstempo zum Jahresende 2018 gehalten. Nach Angaben des Statistikamts Insee vom Dienstag wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Damit wurde eine vorherige Schätzung bestätigt.

Getragen wurde das Wachstum durch höhere Staatsausgaben und zusätzliche Investitionen der Unternehmen. Dagegen stagnierte der private Konsum. Dies dürfte auch eine Folge der sogenannten Gelbwesten-Proteste gewesen sein, unter denen der Einzelhandel besonders zu leiden hatte.


  • Anklage gegen Geschäftsführer

25.03.2019 | Am 1. April 2019 beginnt vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Passau ein Verfahren gegen den Geschäftsführer einer Bau- und Recycling GmbH aus dem Landkreis Passau. Der Anklagevorwurf lautet auf unerlaubten Umgang mit Abfällen in 9 Fällen, davon in 8 Fällen mit unerlaubtem Betreiben von Anlagen und in einem Fall mit Bodenverunreinigung, teilt das Gericht mit.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen im Zeitraum 2011 bis 2015 unsachgemäß mit pechhaltigen Straßenaufbruch verfahren zu sein. Er soll entgegen den einschlägigen Vorschriften pechhaltigen Straßenaufbruch zwischengelagert und verbaut haben. Angeklagt sind neun Fälle. Die Tatorte verteilen sich auf mehrere Landkreise in Niederbayern.


  • Rückläufige Rohstahlproduktion

25.03.2019 | Die Rohstahlproduktion in Deutschland lag in den ersten zwei Monaten 2019 rund 5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Im Februar hat sich der Rückgang auf 4 Prozent abgeschwächt. Das geht aus aktuellen Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl hervor. Der verhaltene Jahresstart spiegele auch die gedrückte allgemeine konjunkturelle Lage wider,