Röntgen-Sortierung

kostenpflichtig
Der Anlagenhersteller Steinert hat seine Röntgen-Sortierer weiterentwickelt. Ab sofort kann der Anteil an freiem Magnesium im Aluminiumschrott stark reduziert werden. Die technische Applikation kann bei bestimmten Sortiersystemen nachgerüstet werden.

Magnesium im Alu-Schrott: Jetzt kann Steinert es aussortieren


Wie Steinert mitteilt, ist es dem Anlagenhersteller gelungen, die im Stoffstrom einiger Aluschrotte enthaltenen Anteile an freiem Magnesium um bis zu 92 Prozent zu reduzieren. Dazu hat das Unternehmen eine technische Applikation entwickelt, die bei den meisten Röntgentransmissions-Sortiersystemen Steinert XSS T ab Baujahr 2016 nachrüstbar sei und bereits angewendet werde.

Laut Steinert kann die Anwendung in den Sortieranlagen für Alu-Schrotte (ELV, Misch-Schrott) integriert werden und laufe mit den üblichen Durchsätzen von 3 bis 8 t/h pro Meter Sortiermaschinenbreite und somit ohne Verlust an Durchsatzleistung. Die Sortieraufgabe sei in den üblichen Korngrößen und Prozesslinien von 10-30 mm, 30-70 mm und 70-130 mm lösbar, da sich dort auch der Hauptanteil an freiem Magnesium befinde.

Im Ergebnis könnte Magnesium (Druckguss-Bauteile) entweder separat als Konzentrat abgetrennt oder beispielsweise in die Alu-Gussfraktion sortiert werden. Bisher galt beides mit dem Sortiersystem XSS T als technisch kaum realisierbar.

Wie Steinert hervorhebt, werde es immer wichtiger, die Aluminiumreinheit zu erhöhen, sowie die definierten Legierungskonzentrationen gezielt zu verarbeiten und in der Vermarktung zu steuern. Das gelte insbesondere bei der Vermarktung und technischen Verarbeitung von Alu-Schrotten in den Sekundärschmelzbetrieben. DIe neue Applikation sei auch bei den Kombinationssortierern Steinert KSS FL XT anwendbar.

 

© 320° | 30.09.2019
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