Plastikmüll

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Social Plastic heißt der Plastikmüll, der in Südostasien eingesammelt wird. In diesem Jahr hat Henkel solches Material bereits in Produktverpackungen verarbeitet. Im kommenden Jahr soll der Anteil von Social Plastic verdreifacht werden.

Henkel will Einsatz von „Social Plastic“ verdreifachen


Der Konsumgüterkonzern Henkel will im kommenden Jahr mehr als 600 Tonnen „Social Plastic“ in seinen Verpackungen einsetzen. Das Unternehmen hat dafür die Zusammenarbeit mit dem Sozialunternehmen Plastic Bank um weitere fünf Jahre verlängert. Henkel will künftig Projekte in Haiti, Indonesien und auf den Philippinen sowie den Bau von mehr als 400 Plastic Bank-Sammelstellen in Ägypten unterstützen.

Mit seinem Engagement will Henkel die Verfügbarkeit von Social Plastic als Ressource für die Herstellung von Verpackungen erhöht werden. Durch den Aufbau einer Sammel-Infrastruktur in Ägypten mit rund 400 Sammelstationen sollen zusätzliche Kapazitäten von bis zu 5.000 Tonnen pro Jahr geschaffen. Das entspreche einer Milliarde Flaschen über den Zeitraum von fünf Jahren, erklärt der Konzern.

In diesem Jahr hat Henkel Kosmetikprodukte und Wasch- und Reinigungsmittel auf den Markt gebracht, deren Verpackungen aus bis zu 50 Prozent Social Plastic bestehen. Insgesamt hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 200 Tonnen Social Plastic verarbeitet. Der Konzern hat dafür den „Best Practice“-Nachhaltigkeitspreis von Packaging Europe und den „Sustainable Beauty Award“ von Ecovia in der Kategorie „Sustainable Packaging“ erhalten.


Infografik: Die größten Plastikmüll-Exporteure der Welt | Statista

 

© 320° | 13.11.2019
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