Industrielle Fertigung

Anfang Juni hat eine neue Forschungskooperation aus Fraunhofer und TU Ostrava die Arbeit aufgenommen. Sie bieten Lösungsansätze für die Wärmerückgewinnung in der Industrie an – mithilfe Künstlicher Intelligenz.

Forschungskooperation für nachhaltige Produktion


Nach mehr als fünf Jahren Zusammenarbeit ist Anfang Juni eine neue Forschungskooperation an den Start gegangen. Partner sind die Technische Universität Ostrava (VSB-TUO), das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT. Die Kooperation trägt den Namen „Fraunhofer Innovation Platform for Applied Artificial Intelligence for Materials & Manufacturing at VSB – Technical University of Ostrava“.

Ziel der Kooperation sei es, neuartige Lösungsansätze für die Wärmerückgewinnung in der Industrie auf Basis modularer Konzepte für Energiespeicher und Wärmetauscher-Systeme zu erforschen, teilt Fraunhofer mit. Diese Ansätze sollen mit Lösungen für digitale Produktionstechnologien und die Integration in Prozessketten verknüpft werden. Die Industrie soll dadurch ihre Energiebilanz verbessern, die Treibhausgas-Emissionen verringern und gleichzeitig ihre Produktion optimieren können.

Die VSB-TUO wird dafür ihre Kompetenz in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Next Generation Computing einbringen. Das Fraunhofer ICT ist traditionell stark in Materialforschung und Energiesystemen, während das Fraunhofer IWU seine Kompetenzen vor allem in den Bereichen Fertigungstechnik und Produktion hat. Die Bündelung dieser Kompetenzen ermögliche es den Partnern, Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette der Industrie anzubieten, heißt es.

„In Zeiten des Klimawandels benötigen wir ambitionierte forschungsbasierte Lösungen, die Industrie und Wirtschaft nutzen können, um Treibhausgas-Emissionen wirksam zu senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, sagt Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Kooperation wolle Unternehmen unterstützen, intelligente und nachhaltige Fertigungsprozesse zu realisieren. Damit leiste die tschechisch-deutsche Partnerschaft auch einen Beitrag zum Grünen Deal der EU.

320°/ep

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