Nachhaltige Mode
In dieser Woche findet die erste Frankfurt Fashion Week statt. Einer der Schwerpunkte ist das Thema Nachhaltigkeit. Zuspruch kommt von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Sie warnt zugleich vor Fast Fashion. Das sei Gift für den Planeten.
„Es geht um einen neuen Lifestyle“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich bei der Frankfurt Fashion Week für einen Wandel in der Modeindustrie ausgesprochen. „Es geht um einen neuen Lifestyle. Einen Lifestyle, der zugleich nachhaltig und schön ist“, sagte sie am Dienstag bei der Eröffnung der digitalen Konferenz «The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft».
Um die Klimaziele der EU umzusetzen, seien alle Branchen gefragt, auch die Fashion Industrie. Sie wolle dazu ermutigen, weiter daran zu arbeiten, „wie wir Nachhaltigkeit mit Style zusammenbringen können“.
Von der Leyen, die digital zugeschaltet war, betonte, nachhaltige Produkte müssten für alle bezahlbar sein. „Wir müssen die Menschen überzeugen, dass die Lösung manchmal einfach ist: weniger zu kaufen, aber besser.“ Und: „Fast Fashion ist Gift für unseren Planeten.“ Es müsse durch Slow Fashion ersetzt werden, also durch gute designte Produkte, die weniger Abfall verursachen und länger halten.
Die Kommissionspräsidentin wies darauf hin, dass es bereits vorbildliche Designerinnen und Designer gebe. Sie produzierten Kleidung mit minimaler Auswirkung auf die Umwelt. Das weise den Weg für eine gesamte Industrie.
„Die Zukunft der Messe ist hybrid“
Die Frankfurt Fashion Week findet in dieser Woche zum ersten Mal statt. Die Messen wurden coronabedingt abgesagt, die verschiedenen Konferenzen werden digital veranstaltet. Das digitale Format soll auch bei künftigen Ausgaben ergänzend bestehen bleiben: „Die Zukunft der Messe ist hybrid“, sagte Anita Tillmann, Geschäftsführerin des Veranstalters Premium Group, am Montag.
Einen Fokus will die Fashion Week auf das Thema Nachhaltigkeit legen. Es bestehe „wahnsinnig viel Handlungsbedarf in der Modebranche“, erklärte Tillmann. Es sei Zeit, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Unser Anspruch ist radikal zukunftsweisend“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Wir forcieren nicht weniger als die Transformation der gesamten Mode- und Kreativwirtschaft hin zu einer modernen, ressourceneffizienten Branche.“
Vor einem Jahr war überraschend bekannt geworden, dass Berlin mehrere Modemessen an Frankfurt verliert. Die Premiere hatten sich die Macher allerdings ganz anders vorgestellt. Die Messen Premium, Seek, Neonyt und The Ground werden jetzt voraussichtlich erstmals im Januar 2022 in der Mainmetropole stattfinden.
320°/dpa











