Erstes Halbjahr

Das erste Halbjahr lief gut für die Papierindustrie in Deutschland. Produktion und Absatz sind deutlich gestiegen. Selbst die grafischen Papiere konnten zulegen.

Papierindustrie mit guten Zahlen


Die Papierindustrie in Deutschland verbucht für das erste Halbjahr ein Plus bei Produktion und Absatz. Wie der Branchenverband Papierindustrie mitteilt, kletterte die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent, der Absatz verbesserte sich um 6,8 Prozent. Die Auftragseingänge seien um 15,8 Prozent gestiegen.

  • Die Produktion von Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke nahm nach Verbandsangaben über alle Sorten um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Vor allem die Wiederbelebung des Konsums und der Dienstleistungen im zweiten Quartal habe zu einer deutlich gestiegenen Nachfrage und Produktion geführt.
  • Bei den grafischen Papieren ist die Produktionsmenge um 5,6 Prozent gestiegen. In diesem Bereich seien in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres noch spürbare Rückgänge zu verzeichnen gewesen, so der Verband. Da die Kapazitäten bei den grafischen Papieren in ganz Europa seit Jahren rückläufig seien, führe dies vereinzelt zu Lieferengpässen.
  • Noch besser entwickelten sich die Technischen und Spezialpapiere. Ihre Produktion stieg im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent. Bei den Hygienepapieren wurde die Produktion gegenüber dem Vorjahr reduziert (-4,8 Prozent). Hier dürften nach den Panikkäufen im vergangenen Jahr Lagerbestände im Handel und in privaten Haushalten eine Rolle spielen, erklärt der Verband.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und einzelner Versorgungsengpässe sind auch die Rohstoffpreise für die Papierindustrie gestiegen. Bei Altpapier habe der Lockdown zu einem geringeren Aufkommen aus Handel und Gewerbe geführt, das auch nicht durch den verstärkten Verbrauch an Verpackungen beim E-Commerce mit Privathaushalten ausgeglichen werden konnte. „Entsprechend bewegen sich die Preise auf einem anhaltend hohen Niveau“, erklärt der Verband. Gleiches gelte für Zellstoff, bei dem die Preise vor allem durch die starke Nachfrage aus China und die aufgeschobene Realisierung zusätzlicher Produktionskapazitäten in Mittel- und Südamerika nach oben getrieben würden.

320°/sr

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