Aktion in Rostock

In Rostock ist auf Werbetafeln ein verkohlter Abfallbehälter zu sehen, der durch eine Lithium-Batterie in Brand geraten ist. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion der Stadt Rostock und des BDE. Der Entsorgerverband hofft auf Nachahmer in anderen Städten.

Werbetafeln rufen zur korrekten Batterieentsorgung auf


Die Aktion läuft nach Angaben des BDE auf 88 Werbetafeln im gesamten Rostocker Stadtgebiet. Der Kampagnenstart erfolgte am Dienstag (21. September) im Rahmen der Neueröffnung der Recyclinganlage von Veolia in Rostock. Die Anlage musste neu errichtet werden, nachdem sie im Juni 2018 durch ein Feuer komplett zerstört wurde. Als Brandauslöser steht eine falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterie in Verdacht.

Laut BDE brennt in Deutschland durchschnittlich jede Woche mindestens ein Müllwagen oder eine Recyclinganlage – oftmals aufgrund falsch entsorgter Batterien. „Es grenzt an ein Wunder, dass es in Deutschland noch keine Todesfälle gab – anders als in Österreich“, sagt BDE-Präsident Peter Kurth.

Im vergangenen Jahr hatte der BDE die Aktion „keine Akkus einwerfen“ gestartet. Seit Juli 2020 machen Verband und Unternehmen mit verschiedenen Aktionen auf die Gefahren durch fehlentsorgte Akkus und Batterien aufmerksam. Dazu zählt ein Aufkleber für Abfalltonnen und Behälter, der vor dem Einwurf von Batterien und Akkus warnen soll. Bislang seien in Deutschland rund 850.000 Warnaufkleber auf Abfalltonnen und Behältern angebracht worden, erklärt der BDE.

Unter www.brennpunkt- batterie.de sind außerdem Tipps zur richtigen Batteriebehandlung und ein Video zu den Gefahren durch falsche Entsorgung zu finden.

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Der BDE hofft nun, dass andere Städte dem Beispiel Rostocks folgen werden. „Rostock ist die bisher erste Großstadt, die ihre städtischen Werbeflächen für diese wichtige, gemeinsame Aufmerksamkeitskampagne zur Verfügung gestellt hat“, sagt Verbandspräsident Kurth. „Es wäre schön, wenn andere Städte folgen würden.“

320°/sk

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