Bei Güstrow

Nach langem Streit um die Verantwortung für eine illegale Abfalldeponie bei Güstrow zieht das Umweltministerium einen Schlussstrich. Im kommenden Jahr beginnt die Beräumung. Es geht um 19.000 Kubikmeter Müll.

Mecklenburg-Vorpommern lässt illegale Deponie räumen


Das Land Mecklenburg-Vorpommern lässt eine große illegale Abfalldeponie in Güstrow räumen. Wie eine Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums am Mittwoch sagte, handelt es sich um 19.000 Kubikmeter unterschiedlichster Müllarten, die auf einem fünf Hektar großen Gelände im Norden von Güstrow lagern.

Mit der Beräumung hat das Ministerium die landeseigene Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH (GAA) beauftragt. Die GAA hat ihren Sitz in Selmsdorf (Nordwestmecklenburg), wo es eine große Sondermülldeponie gibt. Voraussichtlich wird die Beräumung sechs Monate dauern, Anfang 2022 soll es losgehen.

„Ich freue mich sehr, dass der Weg nun endlich frei ist, um diesen Schandfleck inmitten unseres schönen Bundeslandes zu beseitigen“, sagt Landesumweltminister Till Backhaus (SPD). Unklar sei nach wie vor, wie derart große Müllmengen abgelagert werden konnten, ohne dass angeblich irgendjemand davon etwas mitbekommen habe.

Um die illegale Ablagerung auf dem Gelände hatten sich Umweltbehörden und ehemalige Betreiber seit Jahren gestritten – ohne Erfolg. Für die Beräumung hat das Ministerium 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Deponie bei Güstrow ist die einzige illegale Deponie in Mecklenburg-Vorpommern. Fachleute wüssten von insgesamt 22 Standorten im Land – meist alte, aber geschlossene Mülldeponien -, auf denen illegal Müll abgelagert wurde, heißt es vom Ministerium. Die rechtlichen Voraussetzungen seien sehr unterschiedlich.

320°/dpa

Mehr zum Thema
NRW will Wirtschaft auf Recyclingkurs bringen
Recyclingfähigkeit: Ohne Infrastruktur bleibt es null
Neue Textil-Allianz will nicht nur zahlen