Finanzierungsprogramm

Die erste grüne Anleihe hat bereits 12 Milliarden Euro eingebracht. Weitere sollen folgen. Insgesamt will die Kommission 250 Milliarden Euro einnehmen, um damit Klimaprojekte zu finanzieren.

EU startet Verkauf klimafreundlicher Anleihen


Die Europäische Kommission hat die ersten sogenannten grünen Anleihen verkauft, mit denen Klimaprojekte als Teil des Corona-Hilfspakets finanziert werden sollen. Die erste Anleihe habe bereits 12 Milliarden Euro eingebracht, sagte Haushaltskommissar Johannes Hahn am Dienstag.

Nach Angaben der EU-Kommission überstieg die Nachfrage das Angebot an Anleihen um mehr als elf Mal: Bestellungen im Wert von über 135 Milliarden Euro seien für die erste Anleihe getätigt worden. Hahn sagte, das EU-Verkaufsprogramm für grüne Anleihen sei das größte auf der ganzen Welt. Der Verkaufsbeginn sei ein „großer Erfolg“.

Insgesamt will die EU-Kommission über grüne Anleihen bis zu 250 Milliarden Euro aufbringen. Damit sollen rund 30 Prozent des Corona-Aufbauprogramms der EU finanziert werden, das rund 800 Milliarden Euro kostet.

Geld für klimafreundliche Projekte

Das Geld, das die Kommission bis Ende 2026 durch den Verkauf der grünen Anleihen besorgen will, soll ausschließlich klimafreundliche Projekte der EU-Länder finanzieren. Als Beispiele nannte Hahn ein Forschungsprojekt zur Energiewende, den Bau von Windparks oder die Digitalisierung der Autoproduktion.

Insgesamt hat die Kommission nach eigenen Angaben dieses Jahr bereits Anleihen im Wert von 68,5 Milliarden Euro für die Finanzierung des Aufbauprogramms ausgegeben. Bis Ende dieses Jahres will die Kommission Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro verkaufen – darunter auch die grünen Anleihen.

320°/dpa

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