Verpackungen

Neues Angebot für Verpackungshersteller: Sie können jetzt die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen unter realen Bedingungen testen lassen. Dafür müssen sie ihr Material nach Slowenien schicken.

RecycleMe und Stadler kooperieren


Online-Tools und Berechnungsmethoden, um die Recyclingfähigkeit von Verpackungen festzustellen, gibt es so einige auf dem Markt. Einer der Anbieter ist die zur Reclay Group gehörende Unternehmensberatung RecycleMe. Sie führt Berechnungen zur theoretischen und technischen Recyclingfähigkeit durch, die jetzt auch durch echte Sortierversuche verifiziert werden können.

Dazu kooperiert RecycleMe mit dem Anlagenbauer Stadler. Beide Unternehmen wollen ab sofort gemeinsam praxisnahe Sortierversuche durchführen, um die reale Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu ermitteln. Durchgeführt werden die Sortierversuche in Stadlers Test- und Innovationszentrum im slowenischen Krsko.

Der Anlagenbauer hat seine Demonstrationsanlage im Dezember vergangenen Jahres eröffnet. Die neue Einrichtung hat eine zweifache Funktion: Zum einen ist sie ein Testzentrum für Vorführungen des Sortierprozesses für Kunden und Schulungen. Zum anderen will Stadler in der Anlage auch Kunststoffrecyclinglösungen testen, bei denen das Eingangsmaterial in Polymerprodukte wie PET-, HDPE- und PP-Flaschen oder LDPE-Folien sortiert und recycelt wird.

Digitaler Zwilling

Stadler könne dank der installierten Sensortechnik den RecycleMe-Kunden maßgeschneiderte Lösungen an die Hand geben, wie Geschäftsführer Willi Stadler sagt. Zusätzliche Handlungsempfehlungen sollen die RecycleMe-Experten geben.

Die Analyse des Sortierverhaltens einer Verpackung unter realistischen Bedingungen ist Teil des Bewertungs- und Optimierungstools „circulate optimize“. RecycleMe erstellt zudem einen digitalen Zwilling der Verpackung. Dieser wird den Angaben zufolge vom TÜV Süd zertifiziert und erhält ein anerkanntes Prüfzeichen. Das Zertifikat über die analysierte Recyclingfähigkeit sei drei Jahre gültig.

320°/mk

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