Autoproduktion

Der Autokonzern Daimler will den Anteil von recycelten Teilen in seinen Autos steigern. Der Konzern wolle die Recyclingtechnologie beherrschen, kündigt Daimler-Chef Källenius an. Er plant den Bau einer Recycling-Fabrik.

Daimler will Recycling-Werk bauen


Der Autohersteller Daimler will ein Recycling-Werk errichten, um wertvolle Rohmaterialien zu sichern und neu zu nutzen. Das kündigte Vorstandschef Ola Källenius am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz des «Handelsblatts» an.

„Wir werden auch selber eine Recycling-Fabrik bauen, damit wir diese Technologie beherrschen und auch können.“ Einzelheiten zu der Fabrik nannte Källenius nicht.

Daimler wolle den Anteil von wiederverwerteten Teilen in seinen Autos schrittweise erhöhen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Er sprach dabei auch Batteriezellen an. Bei Elektroautos solle es möglich sein, diese neu zu nutzen oder wiederzuverwerten. Daimler arbeite in dem Bereich mit Partnern zusammen. „Da sind große Fortschritte gemacht worden“, resümierte der Daimler-Chef.

Daimler hatte im Juli deutlich mehr Ehrgeiz für den Durchbruch der eigenen E-Flotte signalisiert. Künftig soll das ganze Mercedes-Benz-Geschäft auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. 2025 wollen die Schwaben nach früheren Angaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen.

In Stuttgart bereitet man sich zudem darauf vor, bis zum Ende des Jahrzehnts „vollelektrisch zu werden“ – überall dort, wo es „die Marktbedingungen zulassen“. Dazu soll auch eine Zellproduktion im großen Stil aufgebaut werden.

320°/dpa

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