Grünen-Politikerin

Sie ist erst seit einigen Monaten Staatssekretärin, nun steht schon der nächste Karrieresprung an. Die Karriere der Grünen-Politikerin Katrin Eder verläuft gerade steil nach oben - ebenso wie der ihrer Parteikollegin Anne Spiegel.

Katrin Eder wird neue Umweltministerin in Rheinland-Pfalz


Die bisherige rheinland-pfälzische Umwelt- und Klimaschutzstaatssekretärin Karin Eder (Grüne) soll Nachfolgerin von Ministerin Anne Spiegel werden. Die Grünen haben Spiegel als Bundesfamilienministerin für die neue Ampel-Regierung in Berlin nominiert. Dieses Amt hatte Spiegel in der ersten Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz auch schon inne.

Die 45 Jahre alte Eder ist erst seit Mai Staatssekretärin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität von Spiegel. Zuvor war die Politikerin rund zehn Jahre lang Umweltdezernentin ihrer Heimatstadt Mainz. Von 2004 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken – Spiegels Vorgängerin als Umweltministerin im Land.

Nach ihrem Abitur studierte Eder in Mainz Politikwissenschaft, Soziologie und öffentliches Recht. Von 2007 bis 2011 arbeitete sie bei der TBS gGmbH Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen berät Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen. Die Mainzerin hat zwei Kinder.

Katrin Eder im November bei der Einweihung einer Auffangstation für Luchswaise (Foto: picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

Im Landesvorstand habe es eine breite Mehrheit für Eder als Nachfolgerin Spiegels gegeben, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Misbah Khan. Für die 45-Jährige spreche ihre „große Fachlichkeit“ als Staatssekretärin im Klimaschutzministerium und als erfahrene Verkehrspolitikerin.

Ob Eder als Ministerin auch stellvertretende Ministerpräsidentin wird, wie dies Spiegel war, hat der grüne Landesvorstand nach eigenen Angaben noch nicht entschieden. Auch nicht über die Nachfolge für Eder. Nicht alle Personalfragen müssten innerhalb von 24 Stunden geklärt werden, sagte der Landesvorsitzende Josef Winkler. Er kündigte eine Entscheidung in den nächsten Tagen an.

Der Vorschlag für Spiegel als Bundesministerin wurde bei den Grünen in Rheinland-Pfalz freudig aufgenommen, kam für viele aber auch überraschend. Spiegel war intensiv an den Koalitionsverhandlungen in Berlin beteiligt, in der Arbeitsgruppe Klimaschutz.

Seit Freitag haben bei den Grünen die Mitglieder das Wort. Der Auftakt der Urabstimmung zum Koalitionsvertrag hatte sich wegen der internen Querelen um die Besetzung der Ministerposten um einen Tag verzögert. Die bundesweit rund 125.000 Parteimitglieder stimmen über den Koalitionsvertrag mit SPD und FDP im Bund und die künftigen grünen Ministerinnen und Minister ab. Bis 6. Dezember soll das Ergebnis vorliegen.

320°/dpa

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