Nachhaltigkeit bei BMW

BMW will die nachhaltigste Lieferkette der Automobilindustrie aufbauen. Helfen soll dabei Grünstrom für die Herstellung von Aluminium-Gussrädern. Zum Teil sollen die Räder auch aus Sekundäraluminium bestehen – so wie beim Mini Countryman.

Mit Ökostrom und Aluminiumschrott


BMW erweitert seine nachhaltigen Aktivitäten und setzt ab 2024 für die Marken BMW und Mini auf Aluminium-Gussräder, deren Produktion zu 100 Prozent mit Grünstrom erfolgt. Die Umstellung gilt für die energieintensive Elektrolyse bei der Herstellung von Aluminium sowie für das Gießen der Räder. Auf diese Weise sollen die CO2-Emissionen aus der Räderherstellung auf 500.000 Tonnen halbiert werden.

BMW bezieht jährlich rund 10 Millionen Leichtmetallräder, von denen nach Unternehmensangaben 95 Prozent Aluminium-Gussräder sind. „Grünstrom ist einer der größten Hebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen in unserer Lieferkette“, sagt Joachim Post, BMW-Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk. „Wir haben bereits mehr als 400 Verträge mit unseren Lieferanten abgeschlossen, darunter auch Zulieferer von Rädern und Aluminium, in denen wir die Verwendung von Grünstrom vereinbart haben.“

Wie BMW betont, sei Aluminium ideal für das Einschmelzen alter Räder im Sinne der Kreislaufwirtschaft geeignet. Auf diese Weise entfalle die energieintensive Elektrolyse bei der Primärrohstofferzeugung. Ab kommendem Jahr soll der Mini hierfür zum Vorreiter werden. „Die Leichtmetall-Gussräder der neuen Generation des MINI Countryman werden bereits zu 70 Prozent aus Sekundär-Aluminium bestehen“, erklärt BMW. Durch die Kombination aus 100 Prozent Grünstrom bei der Produktion und einer 70-prozentigen Sekundärrohstoffquote könnten im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen reduziert werden.

„Secondary First“

Wie BMW betont, sei Aluminium ideal für das Einschmelzen alter Räder im Sinne der Kreislaufwirtschaft geeignet. Auf diese Weise entfalle die energieintensive Elektrolyse bei der Primärrohstofferzeugung. Ab kommendem Jahr soll der Mini hierfür zum Vorreiter werden. „Die Leichtmetall-Gussräder der neuen Generation des MINI Countryman werden bereits zu 70 Prozent aus Sekundär-Aluminium bestehen“, erklärt BMW. Durch die Kombination aus 100 Prozent Grünstrom bei der Produktion und einer 70-prozentigen Sekundärrohstoffquote könnten im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen reduziert werden.

BMW hatte im vergangenen Jahr die neue Strategie vorgestellt, künftig so weit wie Sekundärmaterialien einzusetzen. Der sogenannte „Secondary First“-Ansatz soll vor allem für Stahl, Kunststoff und Aluminium angewandt werden – und zwar immer dann, wenn Qualität und Verfügbarkeit es erlauben.

Beim BMW i3 werden bisher rund 25 Prozent der für die thermoplastischen Außenteile verwendeten Materialien entweder recycelt oder aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt. Auch im Innenraum kommt ein hoher Anteil an nachwachsenden Rohstoffen und Recycling-Materialien zum Einsatz. Künftig werde das Recycling bereits beim Design der Fahrzeuge mitgedacht, kündigte BMW an. 

320°/re

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