Klimaschutz

Mit einem neuen Projekt will die EU-Kommission erreichen, dass immer mehr Städte klimaneutral werden. Dafür stellt die Kommission Forschungsgelder und Beratung zur Verfügung. Es geht um alle Sektoren, so auch Energie, Gebäude und Abfall.

EU-Kampagne: 112 Städte wollen bis 2030 klimaneutral werden


100 EU-Städte und 12 Partnerstädte wollen mit Hilfe der Europäischen Union bis 2030 klimaneutral werden. Auch deutsche Städte wie Frankfurt am Main, Dortmund und München sind Teil der Kampagne der Europäischen Kommission, wie aus einer Mitteilung am Donnerstag hervorgeht.

Derzeit wohnen 75 Prozent der EU-Bürger in Städten. „Daher ist es wichtig, dass Städte als Ökosysteme für Experimente und Innovation dienen, um allen anderen zu helfen, bis 2050 klimaneutral zu werden“, heißt es seitens der Kommission. Das Projekt soll durch 360 Millionen Euro bis 2023 finanziert werden.

Konkret sollen die Städte unter anderem in saubere Transportmöglichkeiten, Energieeffizienz und Grünflächen investieren. Dafür können sie Forschungsgelder und Beratung erhalten. Voraussetzung ist, dass sie einen Plan vorlegen, mit welchen Maßnahmen alle Sektoren – Energie, Gebäude, Abfall und mehr – klimaneutral werden sollen. Neben den neun deutschen Städten sind auch Hauptstädte wie Paris, Brüssel, Madrid, Rom und Istanbul dabei.

Die EU hat sich innerhalb ihrer Klimaziele vorgenommen, den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Städte spielen dabei eine zentrale Rolle, betont die Kommission. Städte verbrauchten über 65 Prozent der weltweiten Energie und seien für mehr als 70 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. 

320°/dpa/re

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