Neue Untersuchung

Für die deutsche Wirtschaft ist es ein ernsthaftes Problem: Die Zahl der offenen Stellen, die nicht mit Fachkräften besetzt werden können, nimmt immer mehr zu. Am stärksten zeigte sich das zuletzt im Bereich Rohstoffgewinnung und Produktion.

Studie: Fachkräftemangel erreicht Rekordniveau


Der Fachkräftemangel in Deutschland hat im ersten Quartal dieses Jahres ein Rekordniveau erreicht. Im März sei die Zahl der offenen Stellen, für die es rechnerisch bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab, auf den neuen Höchstwert von gut 558.000 gestiegen, berichtete das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) am Samstag. Damit habe sich die Fachkräftelücke innerhalb von nur drei Monaten um weitere 88.000 offene Stellen vergrößert.

Der steigende Fachkräftemangel trifft den gesamten Arbeitsmarkt. Am stärksten stieg die Zahl der offenen Stellen im Bereich „Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung“ mit 9,7 Prozent. Es folgt der Bereich „Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung“ mit 8,6 Prozent. Stark zugenommen habe außerdem die Zahl der offenen Stellen für qualifizierte Bewerber in Berufen des Luftverkehrs und der Energietechnik.

In absoluten Zahlen ist der Fachkräftemangel am stärksten im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, sowie im Bereich Bau, Architektur Vermessung und Gebäudetechnik. Allein im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung konnten der Studie zufolge im März gut sechs von zehn Stellen nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden.


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Die Linke-Arbeitsmarktexpertin Susanne Ferschl betonte mit Blick auf die besonders betroffenen Bereiche Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, hier könne angesichts der Entwicklung der Tarifverdienste und der Arbeitsbelastung nicht von „Fachkräftemangel“ die Rede sein. „Vielmehr geht es um einen Mangel an angemessenem Lohnniveau, attraktiven Arbeitsbedingungen und Wertschätzung“, sagte sie.

320°/dpa/re

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