Bürgerentscheid

Im rheinland-pfälzischen Kreis Vulkaneifel wird es auch in Zukunft keine Biotonne geben. Bei einem Bürgerentscheid stimmte die Mehrheit für die Beibehaltung des bisherigen Bringsystems.

Bürger im Kreis Vulkaneifel stimmen gegen Biotonne


Im rheinland-pfälzischen Kreis Vulkaneifel wird die Biotonne nicht flächendeckend eingeführt. Bei einem Bürgerentscheid am Sonntag stimmte die Mehrheit der Bürger gegen die verpflichtende Einführung der braunen Tonne, wie die Kreisverwaltung am Abend in Daun mitteilte.

Demnach gab es laut dem vorläufigen Endergebnis 11.239 Nein-Stimmen (55,7 Prozent) und 8.936 Ja-Stimmen (44,3 Prozent). Das für den Bürgerentscheid notwendige Abstimmungsquorum von mindestens 15 Prozent (7.484 Stimmen) der etwa 50.000 Abstimmungsberechtigten als Mehrheit wurde erreicht. Es stimmten rund 20.000 Menschen ab.

Im Kreis bleibt es somit bei der bisherigen Regelung: Das Biotütensystem, bei dem man Biomüll in Papiertüten sammelt und dann zur Entsorgung zu Sammelcontainern bringt, wird fortgesetzt. Zudem besteht weiterhin die Möglichkeit, neben der Biotüte freiwillig eine Biotonne gegen eine Zusatzgebühr zu nutzen.

Keine Gebührenerhöhung

Die Biotonne im Landkreis war zum Jahreswechsel 2019/2020 nach rund zwei Jahrzehnten zugunsten der Biotüte abgeschafft worden. Nachdem es Proteste gab, war Anfang 2021 die Biotonne als Option für eine Extra-Gebühr wieder angeboten worden. Da das Thema Biotonne weiter umstritten blieb, hatte der Kreistag im Oktober 2021 einen Bürgerentscheid beschlossen.

Die flächendeckende Einführung der Biotonne hätte für Haushalte im Schnitt eine Preissteigerung von 28 Prozent bedeutet.

320°/dpa

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